Verstopften Abfluss freibekommen auf die alte Art

Verstopften Abfluss freibekommen auf die alte Art

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Ich bin leidenschaftliche Teetrinkerin und trotz Mini-Sieb über dem Abfluss, verstopft der in der Küche immer mal wieder, bzw. fließt das Wasser dann halt nur noch sehr langsam ab. Mit Chemie mag ich nicht rangehen, die meide ich, wo immer es geht. Backpulver bzw. Natron helfen bedingt. Aber was wirklich hilft, ist der gute alte Stopfer!

Auch Saugglocke oder Pömpel genannt - kennt ihr sicher alle: rote Gummi"glocke" mit Holzstiel dran.

Vorgehensweise

  • Überlauf muss abgedichtet sein. Also nassen Lappen reinstopfen bzw. mehrlagig drauflegen und festdrücken.
  • Falls ihr eine Siebeinlage habt, diese natürlich aus dem Abfluss entfernen.
  • Heißes Wasser aus dem Hahn laufen lassen, ggf. kochendes Wasser aus dem Wasserkocher reingießen.
  • Überlauf dicht halten (wichtig!), den Stopfer auf den Ausguss gedrückt und mit Schmackes - naja, "stopfen" eben. Dabei löst sich der ganze Siff aus dem Abflussrohr, was man deutlich sieht und auch riecht. :)
  • Wenn die Kräfte langsam nachlassen, einfach mal alles ablaufen lassen.
  • Gut mit heißem Wasser nachspülen. Wenn das noch nicht wirklich gut abläuft, die Prozedur wiederholen.

Ich gebe zu, es ist etwas schweißtreibend, aber ich gehöre selber eher in die Zwergenkategorie und bekomm das auch gut hin. Also keine Ausreden für ein bisschen Anstrengung!

Der Stopfer wird einmalig angeschafft, somit eine günstige Lösung des Problems, und das völlig ohne Chemie (und Verpackungsmüll der Chemie).

Bei uns fällt das ungefähr alle halbe Jahre mal an und gut ist. Ich bin jedes Mal total begeistert, wie super das funktioniert und deshalb hab ich die "olle Kamelle" hier als Tipp eingestellt!

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12 Kommentare


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#1 Beth
10.2.15, 23:26
Hat den nicht fast jeder Haushalt?
Vielleicht bin ich auch schlecht informiert.
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#2
11.2.15, 03:35
Naja, nur fast jeder Haushalt. Ich will mir schon ewig einen holen, lauf im Baumarkt aber ständig dran vorbei. Weiß jemand ob das auch mit Haaren im Abfluss geht? Müsste eigentlich oder?
#3
11.2.15, 06:56
Ich habe es auch nicht,aber ich giesse auch keine Teeblätter in den Ausguß.
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#4
11.2.15, 07:48
Ja, mit Haaren geht's normalerweise auch. Da kann's allerdings hilfreichsein, das Ganze zu zweit zu machen: einer hält den Überlauf zu, der andere pumpt (mit zwei Händen hat man mehr Kraft).

Und: ruhig etwas häufiger anwenden als nötig wäre, damit sich das Rohr gar nicht erst so zusetzen kann!
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#5
11.2.15, 10:34
@Sternenleuchten: *grins* Naja, so direkt _reingießen_ tu ich die ja auch nicht. Aber beim Teezubereiten schwappt irgendwie doch immer bisschen was daneben. Genau deshalb mach ich das ja in der Spüle. Aber so kommen eben die Teeblätter in den Ausguss ;)
#6
11.2.15, 13:09
Nicht nur jeder Jeck, auch jedes Abflusssystem ist anders. Durch Altbau-Rohre z.B. flutscht es eben nicht mehr so, und dann hilft der Pümpel allein oft nicht mehr. Die Unsitte, schmutzige Teller und Töpfe unter fließendem Wasser "vorzuspülen", begünstigt Verstopfungen ungemein.

Besser als der rote Gummipümpel wirkt übrigens eine "Kolbenpumpe". Aber manchmal muss eben doch die Chemie ran. Am besten haben sich bei mir die dickflüssigen Lösemittel bewährt, z.B. Drano. Von den Pulvern bzw. Kristallen rate ich ab, sie "verschlimmbessern" oft nur.
#7
11.2.15, 14:20
Genauso hab ichs auch vorgestern gemacht. Das hilft immer. Im Abflussieb sammelt sich ja täglich des Öfteren was an. Vom Salatwaschen und so und ich spül die Teller, wenns notwendig ist, immer etwas vor.
Spectator: Stellst du das Geschirr mit samt den Speiseresten in den Spüli?
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#8
11.2.15, 14:55
Kamilla: Nein, natürlich NICHT ! Ich wische Speisereste mit Papier (Küchenkrepp, gebrauchte Serviette, notfalls Klopapier) ab. Ich habe keine Lust, alle paar Tage den Siebeinsatz der Spülmaschine auszubauen und zu reinigen. Obwohl uns die Werbung ja mal weis machen wollte, dass man eine ganze Sahnetorte spurlos darin verschwinden lassen könnte. ;-)
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#9
11.2.15, 16:16
Es stimmt, schon: Auch wenn man ganz vorsichtig ist, gelangen immer mal wieder irgendwelche Teile in den Abfluß. Oder im Rohr bildet sich eine glibbrige Masse, weil nicht mit genügend Wasserdruck durchgespült worden ist. Für diesen Zweck haben wir auch einen "Plömperer", aber der kommt höchstens einmal im Jahr zum Einsatz. Denn wir haben Siebe in den Abflüssen liegen, und ich gehe immer mal wieder mit einem Schaschlikspieß in die Löcher. Damit kann ich auch Glibbermasse harausholen. Für mich ist das einfacher, als mit dem Plömperer zu hantieren.
#10 frecheratte
11.2.15, 17:35
Ich nehme den Pömpel auch, und bei hartnäckigen Fällen Backpulver und Essig.
#11
11.2.15, 18:54
Zum verstopfen sollte es doch gar nicht erst kommen , wenn man regelmäßig das Sieb oder den Abfluss reinigt. Auch ich bin Teetrinker , aber passiert ist mir das noch nie, Wir haben uns mal vor Jahren einen gekauft , für alle Fälle ,nun liegt er bisher ungebraucht in der Ecke.

Ich reinige meinen Abfluss (auch Wanne und Dusche) in Abständen immer schon mit Backpulver .
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#12
6.8.15, 15:09
@miniwo: Also bei Haaren als Verstopfungsgrund würde ich dir empfehlen: Oben alles rausziehen was man mit den Fingern weg bekommt. Dann nen ordentlichen Schuss Spüli drauf und mit richtig heißen Wasser (also am besten direkt kochend aus dem Wasserkocher) nachspülen. Das löst den Talg (Fett) und Eiweiße zwischen den Haaren auf.

Falls das nicht geht nimm statt den Pömpel (der verdichtet das ganze vlt. sonst nur), lieber ne Abflussspirale kostet so zwischen 4 bis 15 euro bei ebay oder auch im Baumarkt. Damit "kriecht" hinter das Harrkäuel und kann es oben rausziehen.

@ all: Zu Abflussreinigern chemischer Art würde ich nur im absoluten Notfall greifen. Da die meisten auf der Basis von konzentrierter Natronlauge oder obwohl eher selten auf der Basis von konz. Phosphorsäure oder gar Salzsäure arbeiten, ist da die Verätzungsgefahr ziemlich hoch, das Wasser was noch drin ist wird extrem heiß und auch das Rohr wo es drin is, was zu Verbrennungen führen kann und Kunstffrohre und die Dichtungen dazwischen werden von diesen aggressiven Chemikalien auch angegriffen, was schlimmsten falls zum Rohrbruch durch Materialermüdung führen kann. Und bei den Pulvern bzw. Plättchen kann es, wenn man zuwenig Wasser drauf gießt, zu richtigen schwer lößlichen Krusten führen, die das Problem nur verschlimmtern.

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