Warum können Pinguine nicht fliegen?

Watschel, torkel, stolper - an Land sehen Pinguine aus wie Komiker. Im Wasser verwandeln sie sich in elegante Schwimmer.
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Lesezeit ca. 2 Minuten

Bei uns seid mittwochs endlich einmal Ihr Kids an der Reihe! Unsere Lotte weiß nämlich ganz genau, dass es auf der Welt ziemlich viele unlogische und rätselhafte Dinge gibt. Deshalb hilft sie euch gerne bei der Suche nach Antworten.

Heute fragt Nuria, 7 Jahre, aus Idar-Oberstein:

„Warum können Pinguine nicht fliegen?“

Lotte weiß, dass die Welt der Erwachsenen manchmal seltsam ist.Liebe Nuria,

es gibt sie mit Brillenmuster, komischen Punkfrisuren und mit gelben, schwarzen und roten Schnäbeln. Sie alle tragen eine coole schwarze Anzugjacke über dem weißen Bauch. Alle watscheln und alle haben Federn – aber keiner von ihnen kann fliegen. Die Pinguine leben am Südpol, doch überall auf der Welt gehören sie zu den Lieblingstieren. Allerdings bleibt eine Frage: Wenn sie Vögel sind, warum können sie dann nicht fliegen?

In der Natur geschieht nie etwas ohne Grund. Und das gilt auch für die Pinguine. Sie leben am Südpol – nicht am Nordpol, wie viele denken. Und der Südpol ist ringsherum vom Meer umgeben. Raubtiere leben dort nicht an Land und es gibt für sie auch keinen Weg dorthin. Der Eisbär lebt übrigens am Nordpol. Er kann unseren Watschelfreunden also nichts tun.

Punker am Südpol gesichtet! Es gibt 17 verschiedene Pinguinarten. Die am coolsten frisierte ist der Rockhopper Pinguin

Da die Pinguine an Land vor keinen Feinden fliehen mussten, haben sie im Laufe der Jahrtausende das Fliegen einfach verlernt. Ihre Vorfahren, die Tauchsturmvögel, konnten es noch. Und noch einen Grund gibt es, warum die Pingus nicht fliegen: Sie leben das ganze Jahr am Südpol und ziehen nirgendwohin.

Eine andere Eigenschaft ist für sie viel wichtiger als das Fliegen: Sie können blitzschnell schwimmen und bis zu 100 Meter tief tauchen. Dabei schlagen sie mit den Flügeln. Dann sieht es aus, als ob sie elegant durchs Wasser fliegen – manche werden dabei 50 Kilometer in der Stunde schnell. Und das ist auch notwendig. Denn im Wasser bekommen sie es dann doch mit Feinden zu tun: mit Seeleoparden und Killerwalen zum Beispiel.

Bei der Flucht vor Räubern im Wasser wendet der Pinguin einen Trick an: Er hat in seinem Bauch einen Luftsack. Damit kann er nicht nur turboschnell schwimmen, sondern auch auftauchen. Und an der Wasseroberfläche hat er gleich noch einen Trick auf Lager: Mit seinen Stummelflügeln und seinen Flossenfüßen holt er so viel Schwung, dass er sich regelrecht aus dem Wasser katapultiert.

Plopp! Pinguine können wie Korken aus dem Wasser hopsen. Dabei helfen ihnen ihre Stummelflügel und ihre Flossenfüße.

Übrigens ist ein Pinguin eine treue Socke. Das Weibchen sucht sich meistens ein Männchen aus - gerne das mit dem schönsten Nest - und die beiden verbringen dann ihr ganzes Leben gemeinsam. Die meisten Pinguinweibchen legen einmal im Jahr ein bis zwei Eier. Die brütet der Vater dann aus, während die Mutter auf Jagd geht.

Und noch etwas zum schwarzen Anzug der Pinguine: Der sieht nicht nur cool aus, sondern ist auch sonst eine super Sache. Pinguin-Fresser können im Wasser den weißen Bauch von unten schlecht sehen - und den schwarzen Rücken erkennen sie von oben nicht. Ätsch. 

Ich hoffe, ich konnte dir ein kleines bisschen weiterhelfen. Hast du noch andere Fragen? Dann kannst du sie mir gerne schicken.

Bis nächsten Mittwoch

Deine Lotte

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