Das Brot muss beim Backen mehrmals mit Wasser eingepinselt werden. Nur dadurch bekommt das Brot eine schöne, dunkle Kruste.

Weizenmischbrot selber backen

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Equipment

  • Große Rührschüssel, Mittlere flache Schüssel, Kleine Schüssel
  • Schale für Wasser
  • Schneebesen
  • Gummi-Topfkratzer
  • Mehlsieb
  • Pinsel
  • Küchenmaschine mit Knethaken
  • Backblech
  • Teelöffel
  • Küchenwaage
  • Scharfes Messer (ohne Säge)
  • Küchentuch

Zutaten

Die Zutaten entsprechen ca. einem Kilogramm Brot

  • 470 Gramm Weizenmehl
  • zusätzlich ein wenig Mehl für alles Mögliche
  • 230 Gramm Roggenmehl
  • zwei Teelöffel Trockenhefe
  • ein Teelöffel Backpulver
  • zwei Teelöffel Salz
  • ein Teelöffel Zucker
  • ca. ein Teelöffel Margarine / Butter
  • ca. ½ Liter Wasser

Zubereitung

Zeitbedarf: ca. 3 1/2 Stunden mit langen Pausen

00:00
Herd auf 40 Grad vorheizen und den Rost auf einer der unteren Schienen einschieben.

Da ich das Mehl im Kühlschrank bzw. im Gefrierfach aufbewahre, wiege ich 470 g Weizen- und 230 g Roggenmehl ab, und mische dieses in der großen Schüssel. Dann stelle ich sie zum Vorwärmen in den Herd. Ruhig zwischendrin mal mit dem Schneebesen umrühren, da sich das Mehl bei dieser Temperatur nur langsam erwärmt.

Warmes (ca. 35 - 40 Grad) Wasser (ca. 200 ml / eine Tasse), ein gehäufter Teelöffel Zucker und zwei leicht gehäufte Teelöffel Trockenhefe in der mittleren Schüssel mit dem Schneebesen zusammenrühren.

00:30
Die Schüssel mit der Hefe zum Mehl für 30 oder mehr Minuten in den Herd stellen.

01:05
Kurz bevor die Hefe aus dem Herd genommen wird, das Mehl aus dem Herd nehmen und zwei gehäufte Teelöffel Salz und ein leicht gehäufter Teelöffel Backpulver mit dem Schneebesen untermischen und eine Kuhle in der Mitte bilden.

Anschließend die Hefe / Wassermischung in die Kuhle schütten und mit dem Knethaken unterrühren. Nach und nach noch ca. 200-220 ml warmes Wasser zufügen. Knetzeit: nicht unter 5 Minuten! Den Teig so lange kneten, bis er sich um die Knethaken zieht.

01:15
Das Ganze mit einem feuchten Küchentuch abgedeckt wieder für mindestens 30 Minuten in die nach wie vor vorgewärmte Röhre stellen.

Zwischenzeitlich das Backblech mit der Butter / Margarine einfetten und mit dem Mehlsieb dünn mit Mehl bestreuen.

Auf dem Küchentisch mit dem Mehlsieb eine Fläche von 50 x 30 cm dünn einsieben.

01:50
Die große Schüssel mit dem Teig aus dem Herd nehmen, und mit dem Gummi-Topfkratzer an den Topfseiten einstechen und vom Rand trennen. Den Teigkloß in das Mehl fallen lassen. Die Hände ein wenig einmehlen.

Den Teig in dem Mehl per Hand gut durchkneten. Knetzeit: nicht unter 5 Minuten! Das ist ganz wichtig! Aufpassen, dass der Teig nicht zu viel Mehl bekommt, da er sonst zu trocken wird!

Jetzt kommt der Teig auf das Backblech und wir mit einem scharfen Messer quer ca. ein Zentimeter tief in zwei Zentimeter Abständen eingeschnitten.

02:00
Noch ein wenig Mehl obendrauf, dann das Ganze mit feuchtem Küchentuch abdecken und wieder für 30 Minuten oder länger in der Röhre gehen lassen.

Die kleine Schüssel mit Wasser und Pinsel sowie die flache Schale mit möglichst warmen Wasser bereitstellen.

02:30
Das Backblech aus der Röhre nehmen und Herd auf 230 Grad vorheizen. Die Schale mit in den Herd stellen. Je größer die Schale ist desto besser ist es. Wichtig: Die Schale nicht unter das Backblech stellen, sonst nimmt die Schale dem Brot die Unterhitze.

Das Brot mindestens vier Mal mit Wasser einpinseln / einstreichen. Nur dadurch bekommt das Brot eine schöne, dunkle Kruste. Langsam streichen und Pausen dazwischen machen. Der Herd braucht eh seine Zeit zum Vorwärmen.

02:50
Wenn der Herd seine Temperatur erreicht hat, das Backblech neben das hoffentlich kochende Wasser in der Schale in die Röhre stellen und bei 230 Grad oder mehr backen. Die Backzeit liegt zwischen 30 und 45 Minuten. Das Brot sollte dunkel, aber nicht schwarz werden. Besonders die Schnittkanten auf der Kruste werden schnell schwarz. Je mehr Wasser in der Röhre verdampft, je knackiger wird die Kruste. Ca. 5 Minuten, bevor das Brot fertig ist, die Klappe öffnen. Dadurch verschwindet der Wasserdampf und die Kruste wird schön knackig.

03:25
Ist das Brot fertig, Herd abstellen, aus dem Herd nehmen und in Ruhe auf einem kleinen Rost oder einem luftdurchlässigen Untersetzer abkühlen lassen. Um den richtigen Brotgeschmack zu entwickeln, muss das Brot abkühlen, bevor es angeschnitten wird. Warum? Das Brot schrumpft, weil sich die Luft im inneren abkühlt und dadurch einen Unterdruck im Innern erzeugt. Dadurch ziehen Aromastoffe aus der Kruste in das Brot rein.

Eine noch ausführlichere Anleitung gibts als pdf unter meiner e-mail Adresse.

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12 Kommentare


#1 S.D.
6.10.06, 22:59
Ist das dein Ernst oder soll das ein Witz sein ?. Warum hast du dein Mehl im Kühlschrank ?. Warum diese komischen Zeitangaben ?. Das Rezept mag ja gut sein, aber diese Beschreibung !. Komisch.
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#2 Oberhirni
7.10.06, 01:54
@Hirni
Die Beschreibung nix komisch.
Sie fängt bei 00:00 an (=Zeit des Backbeginns) und geht dann als Zeitstrahl anhand der Schritte weiter.
Super Idee! Da sieht man wofür man wie lange braucht!
1
#3 eumelkrümelfroschkrabbe
7.10.06, 11:14
Da macht sich jemand mal Mühe und dann kommt so 'ne doofe Kritik als erstes!? Ich hab mein Mehlauch nicht im Kühlschrank, aber ich honoriere die Mühe, so tauchen im Nachhinein nicht so viele Fragen auf und vielleicht trauen sich Leute ans Brotbacken, die es sonst nicht gewagt hätten! Danke!
2
#4 Hilly
7.10.06, 14:11
Mehl im Kühlschrank hat den Vorteil, dass keine Lebensmittelmotten dazukommen. Und wahrscheinlich schmeckt es auch länger frisch.

Danke fürs Rezept, ich backe schon lange mein Brot selbst und werde dieses auch ausprobieren.
1
#5 Murphy
21.10.06, 13:16
Hi, soviel Zeit habe ich nicht und die Mühe ist mir auch zuviel :-) ich backe das Blitzbrot aus den anderen Tipps, schmeckt klasse und kostet mich nur 5 Minuten rühren + 1 Stunde backen. Aber wer das Ritual mag, für den ist die Beschreibung sehr genau.
#6 Deckard
7.6.07, 16:25
3 1/2 Stunden für ein Brot...

Irre...
#7 Hilly
8.6.07, 03:38
@Deckard - Hast du überhaupt schon einmal ein Brot gebacken?
#8 Deckard
10.6.07, 18:31
Klar, aber damit halt ich mich nicht nen halben Arbeitstag auf... ;)
3
#9 Hilly
10.6.07, 23:51
@Deckard - Du wirst es nicht glauben, ich brauche die ganze Nacht dazu:

Teig kneten, über Nacht gehen lassen, formen, 1/2 Stunde gehen lassen, backen.
2
#10 Electroplayer89
17.6.09, 14:22
Supi Rezept bin Bäckerlehrling und habe es für meine Gesellenprüfung mal ausprobiert.
1
#11
14.8.14, 03:29
Ist bestimmt lecker aber ich bleibe auch beim blitzbrot werde mir den tipp mit dem mehrmals wassereinpinseln merken und beim nächsten backen ausprobieren.
Da hat sich jemand viel arbeit mit dem einstellen gemacht.
Danke....
#12
16.9.16, 15:51
ich backe schon seit fast 30 jahren meine brote und brötchen selber, die 3 1/2 stunden sind da eine sehr kurze zeit, ich fing morgens gegen 8 mit dem ansetzen der verschiedenen teige an, zum gehen kamen die teige auf den tisch an der heizung, und während des gehens machte ich gleichzeitig eine mangelorgie von 3-4 körben wäsche, zwischenzeitlich immer mal die verschiedenen teige durchgerührt und dann später auf blechen zum weiteren gehen unter tüchern gestellt, gegen 15 uhr den backofen angeschmissen und die 8-10 bleche nacheinander abgebacken. leicht abgekühlt portioniert und zum einfrieren fertiggemacht. da hatte ich immer einen schönen vorrat an verschiedenen brötchen und brotsorten.

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