Fröhliche Veganerin

Wie gesund ist die vegane Ernährung?

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Zum Wohl der Tiere: Immer mehr Menschen möchten in ihrer Nahrung und auch sonst auf tierische Produkte verzichten. In Zeiten von Massentierhaltung und Klimawandel soll dies die Tierwelt vor Leid bewahren, aber auch unnötige Umweltschäden vermeiden helfen. Wie aber funktioniert das? Und ist das überhaupt gesund?

Was versteht man unter veganer Ernährung?

Wer sich vegan ernährt, der verzichtet nicht nur auf Fleisch, sondern auf tierische Produkte insgesamt. Hierzu gehören neben Fleisch oder Fisch auch Milch, Eier, Honig oder tierische Fette. Sich konsequent vegan zu ernähren, klingt allerdings einfacher als es ist. Denn oft verstecken sich Tierprodukte dort, wo man sie nicht vermutet. So werden einige Säfte mit Hilfe von Gelatine geklärt, manche Früchte sind gewachst. In fertigen Gemüsezubereitungen, aber auch in Brot oder Backwaren können Milchzucker, tierische Proteine oder Ei enthalten sein.

Wer hier allem Tierischen aus dem Weg gehen will, dem hilft nur ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Auch Zutatenlisten auf veganen Portalen im Internet oder vegane Versandhändler im Netz können helfen, das richtige zu finden. Auf Nummer sicher geht man aber in jedem Falle, wenn man frische, nicht verarbeitete Lebensmittel einkauft – frisches Gemüse, Obst und Getreide, dazu Sojamilch, Hafermilch, Dinkelmilch, Reismilch oder Mandelmilch als Alternative für Kuh- oder Ziegenmilch. Frisch kochen und sich nicht auf die industriell hergestellten Lebensmittel verlassen ist die Devise.

Was bringt das vegane Leben?

Für die meisten Veganer steht der Schutz der Tiere im Vordergrund. Sie wollen nicht, dass für ihre Ernährung und ihre Bedürfnisse Tiere sterben. Zudem zeigen Studien, dass ein Mensch bei rein pflanzlicher Ernährung einen viel kleineren ökologischen Fußabdruck verursacht als bei gemischter Kost. Das bedeutet: Es müssen weniger Flächen bebaut und weniger natürliche Ressourcen ausgebeutet werden. Gleichzeitig setzt die Produktion von einem Kilogramm pflanzlicher Nahrung weniger klimaschädliche Treibhausgase frei als die Erzeugung von einem Kilogramm Fleisch oder Käse.

Aber auch für uns persönlich kann die vegane Ernährung Vorteile bringen. Denn als Veganer kauft man nicht nur bewusster ein, man denkt auch mehr darüber nach, was, wie viel und wann man isst. Und das wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Denn gerade das Naschen zwischendurch oder das schnelle Hinunterschlingen von Junkfood ist für unseren Körper und auch das Gehirn auf Dauer alles andere als gesund. So sind Veganer seltener übergewichtig und leiden auch weniger an Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes.

Wie gesund ist vegane Ernährung?

Fehlen einem bei rein pflanzlicher Ernährung nicht wichtige Vitamine und tierische Eiweiße? Nein, denn es gibt für nahezu alle tierischen Inhaltsstoffe auch vegane Alternativen. Wer sich gesund und vegan ernähren möchte, für den gilt, es sollte so abwechslungsreich wie möglich sein. Wenn Sie sich bei einer veganen Ernährung ausschließlich von Obst ernähren, dann können hier ebenso Mangelerscheinungen auftreten, wie bei einem reinen Fleischesser.

Eine vegane Ernährung ist daher durchaus gesund, wenn Sie drauf achten, dass die vom Körper benötigten Mineralien und Vitamine in ausreichender Menge aufgenommen werden. Studien zeigen, dass bei einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung für fast alle Nährstoffe gesorgt ist. Es kann allerdings bei manchen Veganern ein Mangel an Vitamin D, Vitamin B12 und bei Kalzium auftreten.

Tipps für gesundes Leben als Veganer

Als Veganer Mangelerscheinungen vorzubeugen, ist aber nicht schwer: So wird das für die Knochen wichtige Vitamin D vom Körper selbst erzeugt, wenn wir uns viel im Freien aufhalten. Wenn Sie daher mittags oder nachmittags schon eine halbe Stunde in die Sonne gehen, erhalten Sie für diesen Tag ausreichend Vitamin D. Als Mutter können Sie dies schon mit dem täglichen Spielplatzbesuch ausgleichen, als Sportler reicht hier die Joggingrunde vollkommen aus. Den Bedarf an anderen Vitaminen und Kalzium kann man zudem durch Nahrungsergänzungsmittel aus Drogerie oder Apotheke decken.

Wie bei jeder Ernährung sollte bei der veganen Ernährung darauf geachtet werden, dem Körper genügend Vitamin C zukommen zu lassen. So kann eine optimale Eisenaufnahme aus den gesunden Hülsenfrüchten gewährleistet werden. Sie können zum Beispiel ein schmackhaftes Gericht aus eisenhaltigen Linsen sowie vitamin-c-reichen roten Paprika ganz einfach schnell selbst herstellen. Auf raffinierten Zucker und Weißmehl sollten Sie hingegen bei der veganen Ernährung so gut wie ganz verzichten. Besser sind hier Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte aller Art und frische Früchte.

Muss man sich als Veganer ärztlich untersuchen lassen?

Jeder sollte sich ärztlich untersuchen lassen, denn auch Menschen, die sich nicht vegan oder vegetarisch ernähren, können schnell unter Mangelerscheinungen leiden. Daher sollte es für jeden, auch für Sie, zu den Pflichtterminen gehören, sich einmal im Jahr gründlich durchchecken zu lassen. Wenn Kinder die vegane Ernährung mitmachen, ist dies besonders wichtig. Gerade, wenn es um das Vitamin B 12 geht, sind sich viele unsicher, ob sie hier keine Mangelerscheinung wegen ihrer veganen Ernährung haben. Algen sind hier eine gute Lösung, gemeinsam mit B 12 angereicherten Lebensmitteln aus dem Handel. So bekommt auch der Veganer seine ganzheitliche Versorgung und leidet nicht unter Mangelerscheinungen.

Wichtig ist, dass Sie sich als Veganer Ihrer Verantwortung gegenüber Ihrem Körper bewusst sind. Meist ist es so, dass Menschen, die eine vegane Ernährung bevorzugen, von vorneherein ein besseres Körper- und Gesundheitsverhältnis haben, so dass in diesen Fällen die vegane Ernährung sehr gesund sein kann, auch bei Kindern und Menschen, die körperlich sehr in Anspruch genommen werden.

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Themen: Vegan

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55 Kommentare


10
#1
22.10.15, 16:10
Wenn man Kindern vegan ernähren möchte, trägt man eine extrem hohe Verantwortung. Deshalb muss man sich in einem solchen Fall im Vorwege sehr gut informieren. Vitamin B 12 Mangel z. B. zeigt lange keine deutlichen Symptome, kann aber bei Kindern zu unwiederbringlichen Schäden des Gehirns und Zentralen Nervensystems führen.
Die Vitamin D Versorgung kriegt man in Norddeutschland im Winter ohne Substitution auch nicht hin. Im Alter ist die Osteoporose dann vorprogrammiert.
6
#2
22.10.15, 16:28
Gegenfrage: Wie ungesund ist nichtvegane Ernährung?
15
#3
22.10.15, 17:17
Ich habe mich ca 1 Jahr lang vegan ernährt. Habe auch abwechslungsreich gegessen (Gemüse, Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte etc..). Trotzdem hatte ich von morgens bis abends Hunger, die Haare sind mir teilweise ausgefallen und ich sah einfach ungesund aus. Der Preis war mir dann doch zu hoch und schmecken tuts auf Dauer auch nicht mehr
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#4
22.10.15, 18:11
der Mensch an sich ist ein Allesfresser, und ich bleibe es auch.
selbst habe ich einen Beitrag gesehen im TV gesehen.
da wurde darauf hingewiesen, das Vegan ernährte Kinder große Schwierigkeiten haben.
es ist keinesfalls gesund!
nicht für Erwachsene und erst recht nicht für Kinder!!!!!!!!!!
ausgewogen sollte man sich schon ernähren, wobei es nicht jeden Tag Fleisch sein muß, auch bei mir nicht.

und noch ein Wort zu den Tieren.
es gibt nun mal Tiere die auch im Tierreich als Futtertiere gelten!
welche?
nun es sind die welche sich in großer Zahl vermehren................ Schweine, Hasen, Ratten, Mäuse, Hühner, Meerschweinchen......usw

das Tiere die für die Ernährung gehalten werden, bitte auch ordentlich behandelt und getötet werden sollen.........
dafür bin ich natürlich auch.
aber deshalb werde ich nicht zum Veganer, das ist Blödsinn im wahrsten Sinn des Wortes
5
#5
22.10.15, 18:47
Ich habe Respekt vor jedem, der sich entscheidet, vegan zu leben (dazu gehört dann auch der Verzicht auf Leder, Wolle, Seide, Horn etc. bei Kleidung und Schmuck). Aber diese Entscheidung sollte jeder selbst treffen. Die kann kein Vater (der sein Kind übrigens auch auf den Spielplatz begleiten kann) und keine Mutter (die auch sportlich sein kann) für ein Kind treffen.
7
#6
22.10.15, 19:24
Wir sind, wie gitti2810 schon geschrieben hat, Allesfresser, also körperlich nicht darauf ausgelegt, uns nur pflanzlich (oder nur tierisch) zu ernähren. Insofern ist vegane Ernährung nicht sinnvoll für Menschen. Mag sein, dass man durch ständige Überwachung der Blutwerte und entsprechende Anpassung der Ernährung einigermaßen damit leben kann, aber ich hätte beispielsweise auf so etwas schon keine Lust mehr.

Dass sich Tiere und Menschen von anderen Tieren (oder auch Menschen) ernähren war schon immer der Regelfall. Dass dabei Auswüchse wie die Massentierhaltung entstanden sind, finde ich aber auch nicht gut, klar. Aber jede Form von Ideologie sollte man da raus lassen, wie z.B. die Forderung, keinen Honig zu essen, oder seine Katze vegan zu ernähren...

Viele Tiere wären vermutlich schon fast ausgestorben, wenn wir sie nicht züchten würden. Wer würde denn z.B. Hühner halten, wenn er sie oder ihre Eier nicht essen würde.
6
#7
22.10.15, 19:54
Der Mensch ist ein Raubtier und darauf ist unser Organismus, Stoffwechsel und Nährstoffgebrauch auch ausgelegt.
Bei veganer Kost, die nicht ausreichend substituiert ist, ist eine Mangelernährung vorprogrammiert (Mangelernährung ist nicht gleichzusetzen mit Unterernährung - Mangelernährung wird oft viel zu spät erkannt, weil der Mensch lange nicht danach aussieht). Außer Osteoporose ist eine irreversieble Hirnschädigung (Demenz) eine erwiesene Folge, die sich erst nach Jahren zeigt.
Ohne vorherige "eingehende" Information und ganz bewusstem, sowie verantwortungsbewusstem Umgang mit dieser Ernährungsform ist das eine gefährliche Ideologie.
8
#8
22.10.15, 19:56
Sehr gesund kann es nicht sein. Seit mein Chef sich vegan ernährt, sieht er aus wie der Tod auf Latschen;-)))
3
#9
22.10.15, 20:12
Ich habe es mal versucht, ein paar Monate lang und mir ging es dabei auch nicht gut, obwohl ich versucht habe, alles abzudecken. Auch mir fielen die Haare aus, ich war einfach schwach auf den Beinen, das wollte ich mir nicht mehr antun... nie wieder!
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#10 Aquatouch
22.10.15, 20:23
Vegan sein, ist ja irgendwie auch eine Religion.
Und, was soll ich sagen: Ich bin Atheist :D
Jetzt mal im Ernst. Ich habe mich ein viertel Jahr ziemlich eiweißreich ernährt. Low Carb also. Und ich muss sagen, dass diese Ernährungsumstellung sehr effektiv war. Ich habe auf Zusätze und irgendwelche Shakes verzichtet. Habe sehr viel Joghurt und Quark gegessen. Nach kurzer Zeit schon hatte ich keine Kopfschmerzen mehr, mein Körper fühlte sich straffer ein, war so ein inneres Gefühl. Klingt merkwürdig, war aber so. Und ich war sehr lange satt. Ich werde diese Form der Ernährung, die ich aufgrund von Umzugsstress abbrach bald wieder machen.
3
#11
22.10.15, 20:40
@manuela2303:

Warum tut man sich das dann ein Jahr an?
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#12
22.10.15, 20:46
Vegan zu eben ist ein Trend oder vielleicht auch durchaus eine (momentane) Lebenseinstellung wie auch die Paleo (Steinzeit)-Ernährung.

Ich würde mir zwar wünschen, weniger Fleisch zu verzehren, aber darüber hinaus empfinde ich alles als zu extrem und übertrieben.
4
#13
22.10.15, 20:58
@deluxe: das frag ich mich im Nachhinein auch. Hatte damals allgemein einen extremen Lebenswandel...quasi einen Neustart. Der Zerfall lief nebenher :-/
4
#14
22.10.15, 21:23
mein Bruder ist Vegetarier (kein Veganer), raucht aber knapp 2 Päckchen Zigaretten am Tag ... es kommt also nicht nur auf die Ernährung an, wie gesund man letztendlich lebt
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#15
22.10.15, 21:53
@Agnetha:

Vielleicht geht es Deinem Bruder weniger um seine eigene Gesundheit als um das Wohl der Tiere. So würde ich gerne handeln, aber das wird in diesem Leben leider nichts mehr......
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#16
22.10.15, 21:59
ja das ist richtig, xldeluxe_reloaded ... mein Bruder ist ein grosser Tierfreund und das ist auch seine einzige Motivation
2
#17
22.10.15, 22:05
@Agnetha:

Reicht doch!
3
#18
22.10.15, 22:32
Also.. ich denke auch die Leute die Vegan leben sollen es auch so tun... aber bitte nicht Kinder! !
und ja Klar gibt es Tiere die schon immer Gegessen wurden (schweine,kühe,ziegen....ectr) aber die Art und Weise wie Sie gehalten und getötet werden ist nunmal sehr grausam... !!!!!
weil es nurnoch ne Massenproduktion ist... die Menschen sollten einfach öfter zum Dorffleischer gehen... da werden die Tierchen auch geschlachtet... aber sie durften sicher etwas freundlicher aufwachsen als in den Mastbetrieben...
2
#19
22.10.15, 22:38
@missy88:

Hört sich immer ganz lieb an, ist aber letztlich völlig egal: Geschlachtet werden sie sowieso.

Ich denke, man ist entweder so konsequent, dass man keine Tiere isst oder aber man isst sie.

Wie sie leben und aufwachsen und geschlachtet werden, beruhigt nur das eigene Gewissen.
5
#20
22.10.15, 23:50
Was den meisten auch nicht klar ist: Veganismus und regionale/saisonale Ernährung scheinen sich auch auszuschließen. Selbst Okö-Anbau nur vegan geht nicht. Spätestens (und auf die Spitze getrieben) bestäuben die Bienen immer noch die Blüten, deren Früchte wir essen.
Jede Ernährungsform, die Nahrungsergänzungsmittel und/oder weit angereiste Nahrungsmittel braucht, um ausgewogen zu sein, ist nicht artspeziefisch für den Menschen. Punkt.
4
#21
23.10.15, 07:03
Ich finde den Tipp gut formuliert und informativ.

Vegan zu leben empfinde ich als sehr aufwändig und auch stark einschränkend.

In meinem Arbeitsteam hatte ich auch einen Kollegen, der sich vegan ernährt. Der sah gar nicht mehr gut aus. Wurde immer dünner und war in seiner Art schon fast missionarisch. Er wollte alle von seinem Lebensstil überzeugen.

Ich persönlich esse nur noch wenig Fleisch. Auf Lebensmittel wie Käse, Joghurt, Quark, Honig , Eier etc, möchte ich aber auf keinen Fall verzichten.
Kinder und Schwangere sollten sich nicht vegsn ernähren.
4
#22
23.10.15, 11:36
Vegan zu leben ist Ansichtssache. Wer wirklich überzeugter Veganer sein will, der muss auch auf Holzmöbel und -schuhe verzichten, denn dafür wird der Lebensraum von sehr, sehr vielen Tieren geraubt!

Als meine (Stadt-)Kinder 5 und 7 Jahre alt waren, machten wir den ersten Urlaub, und zwar auf dem Bauernhof. Da machten die Kids Bekanntschaft mit Kühen, Schweinen, Hühnern ... und ab da bekam ich kein Fleisch mehr an sie ran! Eine Zeitlang klappte es noch mit Hack, aber auch dies wurde schnell hinterfragt.

Als verantwortungsvolle Mutter habe ich nicht nur vegetarische Rezepte angeschafft, sondern mich auch mit dem Nährstoffbedarf der Kinder beschäftigt. An sehr guten, leckeren vegetarischen Rezepten mangelt es ja wirklich nicht, aber ich musste feststellen, dass man gar nicht so viele Körner, Nüsse und Samen essen kann, um alle nötigen Nährstoffe in ausreichender Menge abzubekommen! Ich lasse jedes Jahr das große Blutbild machen, und immer habe ich Mangel an bestimmten Nährstoffen und muss eine Weile Fleisch essen, und zwar rotes! Das fällt mir richtig schwer, weil ich außer Gulasch, Schmor- und Hackbraten sowie Hühnersuppe gar nix auf die Reihe kriege. Aber wenn ich nicht ständig müde und schlapp in der Gegend rumhängen will, bleibt mir nichts Anderes übrig, weil ich Nahrungsergänzungspillen überhaupt nicht mag! Heranwachsende und Alte kommen um Fleisch in Maßen nicht herum.

Ich denke auch, dass der Mensch von Natur aus ein Allesfresser ist. Was aber nicht heißt, dass man IMMER Fleisch essen muss. Und Wurst schon gar nicht!
1
#23 comandchero
23.10.15, 11:54
Ich habe mich mal vegan ernährt und zwar 3 tagelang und war während der ganzen Zeit müde und schlapp, wenngleich sich mein Körper ganz leicht angefühlt hat.
1
#24 comandchero
23.10.15, 11:56
Ich denke, dass es noch zu wenig Informationen über die vegane Ernährung gibt, um ein Für oder Wider begründen zu können. Schließlich gibt es noch nicht solange eine ausreichende Anzahl an Veganern, sodass man Erfahrungen in die Entscheidung miteinbeziehen könnte. Ich warte lieber noch ab. Zwischenzeitlich esse ich nur Bio-Fleisch in kleinen Mengen.
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#25
23.10.15, 12:49
Die "Veganistische Bewegung" ist - noch - eine kleine Minderheit. Man könnte auch Sekte sagen, und wie alle Sektierer neigen sie wohl zu missionarischem Eifer. Ich persönlich kenne keine, und glaube kaum, dass sie eines Tages anklingeln wie die Zeugen Jehovas z.B.

Im meiner Stadt hat sich eine kleine, aber aktive Gruppe gebildet, die in Fußgängerzonen für vegane Ernährung wirbt. Auf ihrer Website greifen sie sogar Vegetarier an - weil zu "lasch". Außerdem demonstrieren sie vor Schlachthöfen, Zirkussen mit Tierdressuren und gegen Ponyreiten für Kinder auf der Kirmes.
Solange sie friedlich bleiben, ist das Grundrecht der Meinungsfreiheit auf ihrer Seite. Auf Diskussionen mit ihnen möchte ich mich jedoch nicht einlassen - hat erfahrungsgemäß keinen Sinn.

Sollte dieser Satz noch zu lesen sein, funktioniert die Bearbeitung noch immer nicht. Was ist los?
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#26
23.10.15, 13:21
Spectator: Noch wat: Was ist das für eine Einstellung, die sogar Milch mit Honig, ein beliebtes Hausmittel bei Erkältung, für verwerflich hält? (Nur ein Beispiel unter vielen).
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#27
23.10.15, 16:05
Zusätzlich zu allem, was schon genannt wurde, gibt es noch einen Punkt, an dem sich der Veganismus selbst ad absurdum führt: auch Pflanzen sind Lebewesen, die durchaus empfindungfähig sind. Konsequenterweise müsste man dann ja freiwillig verhungern. Darauf bekommt man in Diskussionen mit Veganern grundsätzlich keine Antwort. Auch nicht bezüglich der Tatsache, dass für eine vegane Ernährung sogar MEHR Tiere sterben - all die Käfer, Mäuse etc. die auf den Feldern draufgehen. Die Argumente für vegane Lebensweise sind also zwar löblich, aber nicht zu Ende gedacht.
Von der Überheblichkeit vieler veganer Missionare, die sich für die besseren Menschen halten, gar nicht zu reden. Bei denen kann mir regelmäßig der Hut platzen!
1
#28
23.10.15, 16:36
Jeder wie er mag - außer Kinder, die können noch nicht fundiert entscheiden, ob sie das wirklich wollen.
Ansonsten kann ich mich den allermeisten Argumenten hier uneingeschränkt anschließen.

Ich habe zwar heute die Überschrift gelesen, das Veganer angeblich besseren Sex haben (habe den Artikel dazu nicht gelesen, da die Inhalte solcher Artikel erfahrungsgemäß für den ... sind), aber ob das all die anderen Unannehmlichkeiten und den Aufwand aufwiegt...:D
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#29
23.10.15, 23:07
Ich kenne nette und weniger nette Fleischesser, Vegetarier und Veganer. Klar gibt's missionarische oder dickschädelige Veganer, die gibt aber bei den Fleischessern genauso. Gerade hier gibt's immer wieder welche, die sich sehr herablassend äußern, wenn die Rede auf Veganismus kommt. "Jeder Jeck ist anders", sagte meine Oma immer oder "jedem Tierchen sein Pläsierchen".
In diesem Sinne noch einen schönen Abend!
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#30
23.10.15, 23:10
@Spectator # 25:

Ich kann auch meinen Text nicht korrigieren, nachdem ich ihn abgeschickt habe. Vielleicht sollte ich mal besser vorher durchlesen.......
2
#31
23.10.15, 23:13
@Bluestar:
Reicht in diesem Fall doch bestimmt auch, wenn nur einer beider Parteien Veganer ist, oder nicht? Ich plädiere da für den männlichen Part, denn ich hab danach immer so Hunger auf Currywurst ;o)))
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#32
24.10.15, 14:52
@HörAufDeinHerz: Missionarische Fleischesser kenne ich nicht, wohl "unbelehrbare", bin ja selbst einer. "Stille" Veganer kann ich gut ertragen (=tolerieren), missionarische finde ich unerträglich. Kenne sie nur "virtuell", u.a. aus diesem Forum. Leibhaftig sind mir noch keine begegnet.
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#33
25.10.15, 11:07
Ich hatte vor kurzem eine Praktikantin,die sich vegan ernährt -sie sah aus,wie der Tod auf Latschen. Exrem dünn,gelblich im Gesicht,ständig müde und total antriebsarm. Nein,wenn ich so ein lebendes Beispiel vor Augen habe,dann möchte ich diese Ernährungsform gar nicht erst ausprobieren.
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#34 krillemaus
25.10.15, 22:13
@utew: Warum soll man Fleisch essen dürfen, aber Wurst gar nicht?
So ein Schlachttier besteht doch nicht nur aus Steaks, Keule und weiterem schierem Groß- Muskelfleisch!
Was soll mit all dem Kleinfleisch geschehen, das der Verbraucher als nicht kaufwürdig ansieht und zu Wurst verarbeitet wird? Soll es weggeworfen werden? Es ist ja kein schlechtes oder minderwertiges Fleisch, nur eben für den Verbraucher optisch nicht attraktiv. In Bindegewebe z.B., das keiner als solches pur essen möchte, stecken hochwertige Bestandteile, die als Wurstbestandteile dem Menschen zugute kommen. Das Gleiche gilt für Fett und für Innereien, Nieren, Leber, Lunge oder Zunge, auch in ihnen sind wertvolle Bestandteile enthalten, wer isst die aber heute noch? Als Wurstbestandteil finden sie ihren ökologisch sinnvollen und schmackhaften Weg in unseren Körper. Wenn ein Tier schon geschlachtet werden muss, dann doch bitte so, dass es so vollständig, wie möglich unserer Ernährung zugeführt wird.
Der Metzgerspruch " Mutter, schließ´ die Tür zu, damit wir Leberwurst machen können!" ist völlig überaltert und den heutigen Hygienevorschriften und -Kontrollen nicht mehr entsprechend.


Einerseits Wurst als verarbeitetes Lebensmittel zu verdammen, andererseits aber Nahrungsergänzungsmittel und Nahrungsersatzmittel zu propagieren, die unter Hocheinsatz von Energie und Chemie hergestellt werden, dazu nicht im Kontext mit den natürlich vorkommenden Stoffen wirken können, nur damit Fleischappetit bzw. Fleischmangelerscheinungen von Vegetariern und Veganern kompensiert werden, ist so was von paradox! Man informiere sich über die Herstellung von Tofu, der Einsatz von Chemikalien dabei schlägt einem das Argument eines natürlichen Lebensmittels schmerzlich um die Ohren!

Solange Nahrungspflanzen angebaut werden, die nicht der unmittelbaren Ernährung von Vieh und Mensch dienen, sondern vergoren und verheizt werden, um Energie in Form von Biogas oder Biosprit zu gewinnen, solange ist doch ein schlechtes Gewissen bezüglich eines vernünftigen Fleischkonsums reiner Pippifax!
2
#35
25.10.15, 23:17
Mein letzter Satz ist unüberlegt formuliert. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass ich auf Wurst komplett verzichten kann, weil ich ihr geschmacklich rein gar nichts abgewinnen kann. Und weil mir Wurst immer zu fettig ist.

Du kennst dich offensichtlich besser aus als ich und dein Argument leuchtet ein, weswegen ich dir einen Daumen gegeben habe. Ich habe zugegebenermaßen keine Ahnung, welche wertvollen Nährstoffe in der Wurst stecken - mir schmeckt die meiste Wurst einfach nicht und ich habe kein Verlangen danach, alle Sorten durchzuprobieren, bis ich mal eine finde, die meinem Gaumen zusagt. Die einzige Wurst, die mir schmeckt, die stellt ein anthroposophischer BIO-Landwirt her, und die besteht nur aus Fleisch, Salz, Zwiebeln und Kräuter. Dass mir andere Standardwurstsorten wie Bierschinken, Lyoner, Fleischkäse, Fleischwurst usw. usf. nicht schmecken kann ich mir eigentlich nur dadurch erklären, dass aus Kostengründen dort noch allerlei anderes eingearbeitet wird, von dem ich aber keine Ahnung habe. Und auch gar nicht unbedingt haben will. Fleisch, Salz, Zwiebeln und Kräuter reichen mir völlig aus.
#36
14.11.15, 20:59
Vegan ist laut Studien die gesündeste Ernährungsform Quelle: https://vegane-fitnessernaehrung.de/blog/vegane_ernaehrung_vorteile_fuer_gesundheit.html. Im Moment bin ich sogenannter Flexitarier. Aber vegan zu leben nehme ich mir für 2016 vor. Ich informiere mich im Moment, damit ich auch auf alles achte. Wie im Text beschrieben ist ja Vitamin B12 am wichtigsten. Ich gucke jetzt schon, was es so für Möglichkeiten gibt damit es dann 2016 nicht zu einem Mangel kommt. Hat jemand da Empfehlungen oder Tipps, damit ich die Nahrungsergänzung umgehen kann?
1
#37
15.11.15, 14:00
@alleliebenmutti: Laut Studien . . . (Gäääähn!)
Es gibt Studien für Alles und Jedes. Auch fürs Gegenteil. Und alle haben Recht, na klar.

Neulich in unserer Tageszeitung ein Tipp, wie man Veganer, die man zu Essen einlädt, nicht vor den Kopf stößt - u.a. "Sind die Nudeln auch nicht mit Ei?" Das geht mir entschieden zu weit. Bei uns wird gegessen, was auf den Tisch kommt! (Schrecklich altmodischer Spruch, ich weiß, aber manche Regeln halte ich halt für zeitlos.)
1
#38
15.11.15, 14:03
@Spectator: Bei uns wird gegessen, was auf den Tisch kommt!

Nee, bei uns nicht. Da ist der Gast König!
#39
15.11.15, 14:35
@Rumburak: Ja, die Redensarten! Auch bei mir wird "nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird".
Wenn ich Gast bin, möchte ich gar nicht behandelt werden wie ein Monarch. Und ich probiere auch Unbekanntes, oft, je meistens eine Bereicherung.
Und wenn ich Gäste einlade frage ich vorher "Es gibt das und das, mögt ihr das?" Dann kann man entsprechend reagieren. Auch "Marotten" berücksichtige ich dann nach Möglichkeit. Der vegane Küchenzettel ist jedoch so "komplex kärglich", dass er von einem Normalesser-Haushalt schwer 100%ig zu erfüllen ist. Veganer müssen damit rechnen und können keine "Extrawurst" (hihi) beanspruchen.
#40
29.12.15, 16:56
@manuela2303: Vll hast du doch irgendwas nicht richtig gemacht. Ich ernähre mich seit 3 Jahren vegan und hab keine dieser genannten Probleme.
Schmecken tut es mir auch immer noch...
an vit. B12 Substitution denken, Lebensmittel mit viel Calcium, Folsäure und Vit. C zu sich nehmen ( daran denken die wenigsten, auch wichtig für die Blutbildung. B Vitamine und Eisen allein tuns nicht) und mal mit verschiedenen Gewürzen, Soßen und Gemüsen variieren. Es gibt 1000 Möglichkeiten.
Irgendwann hat man auch den Dreh raus und weiß was man mal wieder in den Wochenplan einbauen sollte.
Ich möchte es ungerne so unkommentiert hier stehen lassen, nur wenn man es nicht hinkriegt gleich die vegane Ernährung dran Schuld sein soll.
Seit ich vegan lebe bin ich viel einfallsreicher und inspirierter was das kochen angeht. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen wie man vorher so langweilig gegessen hat (Fleisch und alles andere was eigentlich interessant ist fad gewürzt und angeordnet nur zur Beilage verkommen).

Wie dem auch sei... vll kann sich der ein oder andere mal damit beschäftigen und merkt dass es doch nicht so schwer ist. Essen und Kochen ist für viele oft nur zur Gewohnheit/ Routine verkommen und das ist sehr schade. Ich koche nach Geschmack, ohne Rezept und versuche auch nicht alte Gerichte zu "veganisieren". Einfach mal ausprobieren.
#41
11.1.16, 13:01
Dankeschön #missy88! Würden, die Menschen nicht in die Supermärkte und Disconter rennen, da ihre kompletten Lebensmittel billisch (selbstverständlich in BIO - Qualität!!) kaufen, wäre u.a. die Massentierhaltung wahrscheinlich überhaupt nicht nötig! Soviel BIO gibt's nämlich mit Sicherheit überhaupt nicht wie angeboten wird!!! Unser kleiner Ort hatte mal 6 Fleischereien, insgesamt mit allen Ortsteilen waren es sogar 10! Heute sind es noch 2!! Genauso ist es mit Bäckereien!!... Wohl aber 7 Supermärkte/Disconter hat's hier nun....
Meine Erfahrung zeigt mir, dass ein Großteil derer, die Zeit ihres Lebens Supermarkt/Disconter - Fleisch gegessen haben, nun in Richtung Veggie tendieren, ist doch seltsam!! Haben sie doch jahrelang ohne Probleme damit zu haben, die Massentierhaltung fein unterstützt!!! Da fehlen mir die Worte!!
Wenn ich weiß, dass mir jemand dieses Fleisch oder Wurst vorsetzt - sorry - da werde ich zum Veggie!! Es liegt nicht unbedingt am Geld, nicht im Fachgeschäft zu kaufen, genauso wie der Mensch nicht dick wird, wenn er seinen Kühlschrank nur anschaut.... Manche sehen es einfach nicht ein für ein qualitatives Produkt einen Euro mehr zu geben, es sei denn, es handelt sich um ein SICHTBARES Produkt!! (zB eine teure Handtasche von Liebeskind, oder ein schweineteures Wohnmobil)... Das hier sind Fallbeispiele aus dem Bekanntenkreis!!!
Jeder soll essen, was er mag!! Um zum Thema zurück zu kommen!! Ohne zu missionieren bitteschön! Ich renne auch nicht durch die Gegend und rufe: ich esse Fleisch - und das ist gut so!!!
Die eventuellen Folgen , wie zB Mangelerscheinungen, dieses Hype werden wir innerhalb der kommenden 15-25 Jahren sehen.... Genauso, wie die Folgen des Jodsalzes, was wir seit Jahren überall drin finden (Hashimoto??).....
.... Noch ein Beispiel aus dem Umfeld: eine Freundin, Vet. für Großvieh, isst ihre Patienten nicht!! Geflügel ist nicht ihres - also jahrelang fleischlos gelebt! Mountain Bike gefahren, Snowboard gefahren. Vor ein paar Jahren dann kamen Gelenkprobleme! Was hat der Doc ihr geraten?? Na, kräftige Rinderbrühe essen!! Also Beinfleisch ausgekocht (Hund hat sich gefreut über Fleisch und den Knochen!!) und die eine oder andere Tasse Suppe gegessen!! Und siehe da: sie kann wieder ohne Probleme Snowboarden und Biken!!!
Der Mensch ist von Natur aus Flexitarier, er ist alles, was er mag! Kleinkindern wird nachgesagt, dass sie das essen, was sie brauchen - bis dieser Instinkt (Intuition?) von den Erwachsenen "gekillt" wird.....
(Ein Kleinkind hebt "wie" etwas auf?? Rücken gerecht! Komplett in den Knien, Po gaaanz tief!!....)
Man sollte die Kids nicht zum eigenen "Experiment" machen, weil man selbst "gesund" leben möchte. Wie oben schon erwähnt - ob das alles tatsächlich soooo gesund ist, wie die Befürworter und deren Anhänger meinen, DAS zeigt sich noch....
#42 Aquatouch
11.1.16, 14:01
Wenn gutes Biofleisch nur einen Euro mehr kaufen würde, als herkommlich produziertes, würde ich es schon kaufen. Und viele Menschen kaufen preiswerte Lebensmittel gerade deshalb, weil sie nicht mehr Geld dafür ausgeben können.
Aber warum regst du dich nur so auf? Liegt das eventuell an der Ernährung?
#43
11.1.16, 17:50
Essen tut man UNTER ANDEREM auch, weil es schmeckt. Der vegane Speisezettel ist extrem dürftig, gemessen an den ungezählten Köstlichkeiten, die man "verschmähen" muss.

Ich weiß, die Veggies behaupten das Gegenteil.
Ich erinnere aber nur an die Brettljause, von der sie nur das trockene Brot essen dürften. Und vielleicht noch die Dekoration aus Radieschen, Tomate usw.

Unsinn bleibt Unsinn, auch wenn er ständig wiederholt wird.
#44
17.1.16, 12:12
@aquatouch - ja das Verhalten von manchen Mitmenschen regt mich zuweilen auf!!
Die Misere mit der Tierhaltung, die viele wohl dazu bringt, Veggie zu werden, ist häufig von eben diesen mit verursacht!
Die Massentierhaltung wird dadurch genährt, dass viele - die es überhaupt nicht nötig hätten - nur in Supermarkt und Disconter laufen, und dort die Theken beglücken. So lässt sich Massentierhaltung aber weder reduzieren noch abschaffen!!
.... Da ist es furchtbar bequem, dass "Veggie" grad "in" ist....

Ich hab so im Hinterkopf, dass, wenn alle Menschen Veggie würden, die Welt zum entsprechenden Anbau von nicht - tierischen Lebensmitteln gar nicht reichen würde, die Ländereien in den dazu entsprechenden Klimazonen sind ja nunmal begrenzt....
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#45 Aquatouch
17.1.16, 13:34
Normal schafft Nachfrage Angebot. Aber bei dem Überangebot an tierischen Produkten bin ich anderer Meinung. Und wohin sollte ich hier in der ostdeutschen Provinz sonst laufen. Hier gibts weder Höfe noch Bioläden. Wir kriegen hier allen westdeutschen Abfall, das wird sich wohl nie ändern. Ganz im Gegenteil.
#46
17.1.16, 13:54
@Aquatouch: ich bin auch Ostdeutsche und frage mich, wo du wohl wohnen magst. Ich sehe keinen Unterschied bei Lebensmitteln zu Westdeutschland und ich komme viel herum. Gute Bioprodukte findet man in jedem Discounter oder Supermarkt und Hofläden haben wir auch ganz viele. Ich schreibe jetzt von Mecklenburg, denn das war ja immer die größte Provinz. Jede kleinere Stadt hat eine gute Versorgung, nicht anders als im Westen. Natürlich sind auf den Dörfern die Strukturen nicht so optimal, dafür hat aber fast jeder ein oder mehrere Autos.
#47 Aquatouch
17.1.16, 14:29
Darum geht es doch gar nicht.
Fakt ist, dass wir hier im Raum Bitterfeld minderwertige Ware zu hohen Preisen kaufen sollen.
Egal ob Kleidung oder Lebensmittel. Bei Kleidung habe ich die Unterschiede selbst in Westberlin erlebt. Bei den Lebensmitteln weiß ich es von Menschen, die im Westteil leben.
Lustige Episode: Eine Bekannte geht mit ihrem Bruder, der im Westteil lebt, zu Penny in Halle/Saale. Der fing plötzlich laut an zu rufen: Ihr werdet doch hier alle verarscht :D Lasst euch doch nicht weiter verarschen :D So passiert. Mein Kollege war mit seiner Band auf Tour und kaufte in Frankfurt Main ein. Der sagte dann zu mir: Was hier die einfache Salami kostet, kostet dort die Edelsalami und so weiter. Auch Strom, Gas, Benzin, Mieten, hier ist vieles teurer als in einer Vergleichsgemeinde im Westen Deutschlands. Kann man sich nun Scheuklappen vor die Augen halten oder nicht, es bleibt wie es ist.
#48
17.1.16, 15:16
@Aquatouch: ich habe nahe Verwandte in Sandersdorf, den Ort müßtest du kennen und wir sind da öfters. Vielleicht fällt einem so etwas gravierendes nicht auf, wenn man nur zu Besuch ist.
Wir hier in unserer Ecke sind jedenfalls zufrieden .
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#49
17.1.16, 16:31
@Aquatouch: Also was die Mieten anbelangt: Ich wohne in einer Kleinstadt mit ca. 12 500 Einwohnern in einer 2-Zi.-Wohnung mit 50 qm. Ich habe mir gerade mal den Spaß gemacht, den qm-Preis der Mieten von immerhin 15 Vergleichswohnungen, die im Internet für Bitterfeld angeboten werden, zu berechnen. Also ich kann verdammt gut rechnen, aber ich sehe nur: Da käme ich aber in Bitterfeld mit ca. 100 € weniger hin, bzw. ich könnte mir fürs gleiche Geld eine wesentlich größere Wohnung leisten! Hier bei uns gibt es übrigens z. Z. gar kein einziges Angebot, ich wohne also unschlagbar günstig hier! Auch die Nebenkosten sind bei uns wesentlich höher. Es ist doch im Osten wie im Westen: die Nachfrage regelt den Preis. Und was bitteschön soll in Bitterfeld sooo anziehend sein, dass die Mieten dort höher als im Westen sein sollen? Man kann sich wohl auch einiges schlecht reden ... Aber ich denke, die Diskussion ist wohl müßig - "es bleibt wie es ist". Und ich kann dir nur sagen: Die Ostdeutschen, die hierher zu uns in den "goldenen" Westen gezogen, sind auch hier alle unzufrieden und meckern rum! Es bleibt wie es ist, egal wo du bist ...
#50 Aquatouch
17.1.16, 16:44
Danke für die netten Zeilen :D
Die Unterstellung, dass ich einiges schlecht rede, ist unhaltbar und nur deine Meinung.
Die darfst du haben, ich will die nicht :DD
Das meckern überlasse ich den, die es am besten können. Das sind ja wohl Ziegen :DD
Ergänzend muss ich schreiben, dass hundert Euro mehr Miete ein Witz sind, hier wird viel weniger verdient. Und viele haben keine Arbeit oder nur eine gering bezahlte.
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#51
17.1.16, 17:28
@Aquatouch: Das weiß ich sehr wohl, denn ich bin Zeitungsleser, und zwar nicht die mit den vielen Bildern. Gerade deshalb wundert mich, wie du behaupten kannst, die Mieten und das gesamte Preisniveau sei bei euch höher.
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#52
17.1.16, 18:02
@utew: in gewissem Maße hat sie recht, weil es tatsächlich im Osten noch geringere Löhne und Renten gibt. Dadurch steht den Menschen weniger für die täglichen Ausgaben und vor allem für Miete, Strom und Heizung zur Verfügung. Ganz im Osten Deutschlands, dicht an der polnischen Grenze ist die Infrastruktur auch noch mächtig am hinken. Wenn man da durchfährt erlebt man teilweise die Zeit der DDR wieder, so als sei noch nichts passiert. Es wird auch da sicher besser werden, aber wer schon älter ist, dem läuft die Zeit weg. Da dort viele weggezogen sind, wird auch wenig geschaffen, Da wo früher viele Menschen wohnten und arbeiteten, kommt man sich teilweise vor wie in einer Geisterstadt in Texas. Ich habs gesehen
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#53
17.1.16, 18:14
Zurück zum Thema: Vegane Ernährung ist eine einseitige Ernährung, ob in Ost oder West, Nord oder Süd. Wer keine "toten Tiere" essen mag, soll es lassen.

"Gutmensch" ist - zu Recht - Unwort des Jahres. Veganer tragen jedoch für meinen Geschmack das Etikett "Bessermensch" vor sich her. Der unbelehrbare Fleischesser wird damit, ob sie es wahr haben wollen oder nicht, zu einem "Nichtganzsogut-menschen".

Wir haben schon Konflikte genug in unserer Gesellschaft. Verbissenes Sektierertum hat noch nie ein Problem gelöst. Amen.
#54 Aquatouch
17.1.16, 18:15
Zeitungsleser bin ich selbst und wenn dann mal die Verdienste von z.B. fünfzig verschiedenen Berufen veröffentlicht werden, muss ich staunen oder weinen, ist das noch mein Land?
Das sind ja alles Mondgehälter. Da fühle ich mich echt veralbert.
#55 Aquatouch
17.1.16, 18:18
@Spectator: Gehe mal in ein Reformhaus und verlange einen veganen Aufstrich, der Leberwurst ähnelt. Ich dachte, die flippt gleich aus :DD DAS, sagte sie, lassen sie mal nicht die Veganer hören. Na schönen Dank auch :D

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