Wie sicher sind unsere Steckdosenleisten
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Wie sicher sind unsere Steckdosenleisten?

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Wie erkennt man eine gute sichere Steckdosenleiste? Eine wichtige Frage und mit einigen Tricks kann man sie unterscheiden.

Besonders viele Altbauwohnungen haben wenige Steckdosen in der Wand, da es früher ja nicht so viele Elektrogeräte gab wie heute ist klar. Leider geht es mir auch so. Ich brauche in den verschiedenen Räumen mehrere extra Steckdosenleisten dazu und da will ich schon sehen, dass ich auch sichere kaufe.

Schnell spart man am falschen Ende und schon ist was passiert. Überall findet man billige Leisten für nur 2-3 Euro und das ist eben das Problem und der Preis verführt manche Menschen dann zum Kauf. Bei günstigen Steckdosenleisten lässt jedoch die Sicherheit oft wirklich zu wünschen übrig. Die Frage stellt sich nun, wie erkenne ich als ganz normaler Verbraucher, wie sicher die Dose auch wirklich ist.  Es gibt einen ganz einfachen Test, der nennt sich "Press-Probe". Man nimmt sich das Kabel zwischen zwei Finger, und wenn es sich problemlos zusammenpressen lässt, ist das schon mal schlecht. Außerdem sollte das Kabel nicht zu dünn sein und auch nicht zu unflexibel und starr.

Wichtige Punkte für eine sichere Steckdose

  • man achte auf das Prüf- Zeichen z. B. GS oder das VDE Siegel. Dabei achte man auch am besten darauf, dass auf dem GS-Zeichen eine Prüfstelle genannt ist und es auch dieselbe ist, die auf der Verpackung steht. (Ja es gibt auch leider Fälschungen). Die Adresse des Herstellers muss auf der Verpackung oder auf dem Gerät stehen. Falls beide Adressen unterschiedlich sind, nicht kaufen!
  • Die schon erwähnten dünnen Kabel und die zu weiche Press-Probe sind ein Zeichen von minderwertiger Ware.
  • Wenn man Kinder hat, sollte man welche mit integrierte Kindersicherung kaufen, die deckt die Strom führenden Kontakte ab und schützt vor Berühren
  • Ganz wichtig ist auch die  IP-Schutzart für draußen und für Nassräume, die müssen unbedingt mit mindestens IP 44 gekennzeichnet sein. Die IP steht auf dem Produkt
  • Man beachte auch, dass die angegebene Belastungsgrenze nicht überschritten werden soll, die ist meist 3600 Watt. Sie könnte sich sonst stark erhitzen und evtl. so Feuer entsteht. Also sollte man Geräte mit viel Watt wie z.B. Standheizer und andere große Geräte, generell nur an Wandsteckdosen anschließen.

Mein Fehler war auch immer, dass ich eine Steckdosenleiste an die andere angeschlossen habe, also eine Kette damit verlegt habe, sodass das Kabel länger wird. Das sollte man nicht tun. Besser ist es, sich ein längeres Verlängerungskabel zu kaufen, die gibt es auch schon in 3-5-10 Meter und noch länger. Die Steckdosenleiste sollte öfters mal von Staub befreit werden, da sich auch der Staub entzünden kann. 

Es ist immer gut zu wissen auf was man achten soll, denn schon oft gab es wegen solcher Steckdosenleisten Brände, und wenn man sich gut informiert, nicht das billigste Produkt kauft, ist man schon mal auf der sicheren Seite. 

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Themen: Strom

6 Kommentare


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#1
30.9.15, 23:19
Dass man keine Verlängerungsketten bilden soll, kann man gar nicht oft genug sagen. Super, die Tipps.
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#2
30.9.15, 23:22
@HörAufDeinHerz:

......ich weiß, aber mache es trotzdem, wenn es nötig ist.

Werde aber den Tipp endlich mal befolgen!
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#3
1.10.15, 00:00
Gute Idee!! ;-)))
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#4
1.10.15, 08:42
Guter Tipp! Vor allem der Hinweis zum Staub entfernen! (Ich fühle mich ertappt) Ich wohne auch im Altbau und hatte in manchen Räumen nur 1 oder 2 Steckdosen. Da habe ich mal einen Elektriker kommen lassen und mir weitere Steckdosen legen lassen. Vor allem in der Küche möchte man nicht mit Verlängerungskabeln und Steckdosenleisten arbeiten, aber auch sonst nicht über Kabel stolpern.
Der Elektriker hat auch nicht die Welt gekostet, aber die Investition hat sich gelohnt.
#5
2.10.15, 08:02
Eigentlich halte ich es für ein Gerücht, dass Steckdosenleisten verkauft werden dürfen, die nicht den Sicherheitsanforderungen entsprechen.
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#6
2.10.15, 13:52
@ Mafalda: Na ja, nachträgliches Legen von Steckdosen ist aber doch nur sinnvoll bei einer notwendigen Totalrenovierung. "Schlitze kloppen" ist sonst ein Riesensauerei.

Überhaupt sollten Verlängerungskabel nach Möglichkeit keine Dauerlösung sein. Als "Verteiler" sind sie jedoch oft nicht zu vermeiden, z.B. für den PC-Arbeitsplatz.

@ schwarzetaste: Kein Produkt ist davor geschützt, dass es "unsachgemäß" verwendet wird. Man muss die Sicherheitsanforderungen aber auch kennen. Schon in der Schule sollte ein derartiges Alltagswissen vermittelt werden. Voraussetzen kann man es wohl nicht.

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