Da ich seit Jahren aus meiner Gulaschkanone täglich wechselnde Suppen und Eintöpfe in größeren Mengen anbiete, möchte ich euch auf diesem Wege einmal die Entstehung eines deftigen, schmackhaften und einfachen Wurzelgemüseeintopfes darbieten.

Wurzeltopf

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Zubereitungszeit

Zubereitungsdauer
Koch- bzw. Backzeit
Gesamt

In den meisten Kochbüchern, werden Rezepte für 4 Personen errechnet und dargeboten. Kleine Familienfeiern, Gartengrillfeten oder ähnliche Freilandveranstaltungen, verlangen aber oft, deftige Rezepte, für mehr hungrige Gäste als 4 Personen.

Da ich seit Jahren aus meiner Gulaschkanone täglich wechselnde Suppen und Eintöpfe in größeren Mengen anbiete und verkaufe, möchte ich euch auf diesem Wege einmal den Werdegang und die Entstehung eines deftigen, schmackhaften und einfachen Wurzelgemüseeintopfes, für eine größere Menge Gäste darbieten:

1. Variante Wurzelgemüseeintopf mit Rindfleisch

(Zeitaufwendiger, preisintensiver, küchenfachlich exakter)

Zutaten

(Deftiger Eintopf für 10 Personen)

  • 2 große Zwiebeln
  • 1 kg Lauch
  • 1 großes Weißkraut
  • 1 kg Möhren
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 2 kg Kartoffeln
  • Lorbeer
  • Piment
  • Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
  • 100 g Zucker
  • 2 EL Mehl
  • Blätter von einem Bund Staudensellerie
  • 1 kleiner Bund Dill
  • etwas Kümmel
  • 1 kg Rindfleisch (Zungenstück)
  • 1 kg Kalbsknochen
  • 0,2 kg Frühstücksbacon oder Schinkenspeck

Zubereitung

  1. Lauch in Scheiben schneiden, Weißkraut in Streifen schneiden, Möhren in Steifen, Würfel oder Scheiben schneiden, Paprikawürfel in Würfel schneiden. Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden.
  2. Das Gemüse in einen 10 L  geben, mit Salz würzen, zum Kochen bringen, nicht länger als 10 Minuten köcheln lassen, vom Feuer nehmen, zudecken.
  3. 1 kg Kalbsknochen und 1 kg Rindfleisch, in einem 10 L Topf mit Salz, Lorbeer, Piment, etwas Thymian und einer Zwiebel mit kaltem Wasser ansetzen und mindestens 1 Stunde köcheln lassen.
  4. Anmerkung: Kalbsknochen ergeben keine klare Brühe, sind aber preiswerter als Rindsknochen, denn man benötigt für einen Gemüseeintopf nicht unbedingt eine geklärte Rinderbrühe.
  5. 1 große Zwiebel in Würfel schneiden, Bacon oder Schinkenspeck in kleine Würfel schneiden, ohne Fett in einen 5 L Topf geben und goldgelb anbraten, mit 2 EL Mehl bestäuben, gut umrühren, beiseite stellen.
  6. Vom 1. Topf Gemüsefond abgießen (eventuell für andere Speisenzubereitungen aufheben), fertige Fleischbrühe und das in kleine Würfel geschnittene Rindfleisch vom 2. Topf, in den 1. Topf gießen , die Schwitze vom 3. Topf zugeben, gehackten Dill, Blätter vom Staudensellerie, etwas Kümmel, 100 g Zucker zugeben und mit Salz und Pfeffer den Endgeschmack erzielen.
  7. Anschließend solange köcheln lassen, bis das Gemüse und das Fleisch gar, aber noch bissfest ist.

2. Variante Wurzelgemüseeintopf mit Kasseler

(Schneller, preiswerter, energiesparender)

Zutaten

(Deftiger Eintopf für 10 Personen)

  • 1 große Zwiebel
  • 1 kg Lauch
  • 1 großes Weißkraut
  • 1 kg Möhren
  • 2 kg Kartoffeln
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 1 Bd Staudensellerie
  • 1 Bd Dill
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kümmel
  • Thymian
  • Lorbeer
  • Piment
  • 200 g Zucker
  • 1 kg Kasseler Kamm mit Knochen
  • 200 g Speckfett

Zubereitung

  1. Kasseler Kamm vom Knochen lösen, in kleine Würfel schneiden, Knochen in Rippchengröße hacken, Zwiebeln in Scheiben schneiden, Lauch in Scheiben schneiden, Weißkraut in Streifen schneiden, Möhren in Würfel schneiden, roten Paprika in kleine Würfel schneiden, Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
  2. Speckfett, Gemüse, Kartoffeln, Scheiben vom Staudensellerie, Salz, Pfeffer, Kümmel, Thymian, Fleischwürfel und Knochenstücke in einen 10 L Topf geben und zu 3/4 mit kaltem Wasser füllen, ohne Deckel zum Kochen bringen, dann abdeckeln und eine Stunde köcheln lassen.
  3. Laufend auf Bissfestigkeit prüfen (Eintöpfe werden heute keinesfalls mehr zerkocht angeboten) und kurz vorm Schluss des Garprozesses, mit feingehacktem Dill, Zucker und eventuell Salz und Pfeffer abschmecken.

Diese Variante der Zubereitung von Eintöpfen in größeren Mengen, sind bestimmt nicht in den Gehirnzellen von Superköchen wie Lafer und Co. programmiert, ich habe aber in langjähriger Erfahrung immer wieder festgestellt, dass diese "Eintopf"- Gerichte genau so schmackhaft sind wie meisterlich zubereitete Gourmetsüppchen.

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