So ein hergestelltes Kompott hält Jahre in der Vorratskammer. Es schmeckt gut zu Grießschmarren oder Tofuschmarren oder als erfrischende Zwischenmahlzeit einfach pur genießen.
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Ananaskompott mit Ingwer herstellen

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Ananaskompott mit Ingwer: Es ist bei uns in Europa, noch dazu im Winter, nicht die Zeit für Ananas, doch auf Wunsch einer Frag-Mutti-Leserin schreibe ich hier doch das gewünschte Rezept zum Nachkochen nieder.

Ich selbst befasse mich viel mit der Thermik der Lebensmittel, welche eine gewisse Wirkung auf unseren Organismus ausübt. Und im aktuellen Fall bedeutet dies, dass die Ananas kühlend auf unseren Körper wirken. Dies gilt ganz besonders im rohen, ungekochtem Zustand. Sie wirken kühlend und das ist es, was im Sommer z. B. in Costa Rica, wo die süßen und saftigen Früchte herkommen, auch benötigt wird.

Die Mehrheit denkt sicherlich auch so wie ich, dass es gesünder für uns selbst und für die Umwelt besser ist, einheimisches Obst zu kaufen und zu essen. Aktuell also Äpfel, Quitten, Mispel ...

Möchte man aber einen erfrischenden Vorrat an Ananaskompott für den Sommer haben, so sollte man die Ananas also jetzt kaufen, wenn die Hochsaison dieser Frucht ist. Dazu koche ich sie zu Kompott ein. Laut der chinesischen Ernährungslehre wird in diesem Fall die Ananas durch Kochen neutralisiert. Das bedeutet, dass ihre kühlende Eigenschaft durch das Aufkochen abgeschwächt wird. Nun wirkt sie neutraler und ist dadurch zur kalten Jahreszeit besser verträglich.

Es ist sinnvoll, sie in größeren Mengen roh zu genießen, wenn es wirklich sehr heiß ist und man viel schwitzt. Dies ist nun mal bei uns im Winter nicht der Fall. Ohnehin frieren vor allem Frauen besonders leicht, hier wirkt die Ananas also zu der Winterzeit kontraproduktiv. Die Triefnase ist dann meiner Erfahrung nach bei empfindlichen Personen vorprogrammiert.

Die Werbung will uns auch weismachen, dass der häufige Verzehr von Zitrusfrüchten wie Orange und Co für uns sehr gesund sei, da sie viele Vitamine enthalten. Das stimmt sicherlich, doch das gilt für den Ort, wo die Ananas wächst und den Menschen, die ebenfalls in diesem tropischen Klima wohnen.

Nun zum Rezept:

Zutaten

  • 1 saftige Ananas - dies sind sie meist erst, wenn das Grüne schon vertrocknet ist
  • Zucker oder Honig oder anderes Süßungsmittel nach Geschmack
  • Wasser
  • ein kleines Stück Ingwer frisch, oder getrockneter Ingwer

Zubereitung

  1. Zuerst bereitet man sich ein Schneidebrett und ein scharfes großes Messer vor.
  2. Ananas großzügig oben und unten flach abschneiden, sodass sie gerade steht.
  3. Die Seiten der Frucht werden ebenso großzügig in einem Stück abgeschnitten.
  4. Die Samenansätze sind etwas schwieriger zu entfernen. Dazu benötigt man ein kleines spitzes Gemüsemesser, um diese „stechenden Augen“ keilförmig auszuschneiden.
  5. Dann die Frucht der Länge nach vierteln.
  6. Die geviertelte Ananas auf das Brett legen und den holzigen Strunk rausschneiden.
  7. Dann in 1 cm dicke und mundgerechte Stücke schneiden.
  8. Die Früchte in einen geben und bis 2 cm über die Früchte mit Wasser auffüllen.
  9. Zucker oder Honig nach Geschmack und Zitronensaft oder eine Prise Zitronensäure beigeben.
  10. Wer mag, gibt nun auch ein kleines Stück frischen Ingwer dazu, dass vorher in kleine Stücke geschnitten wird. Man kann auch getrockneten Ingwer verwenden, dann aber weniger, denn getrocknet schmeckt er viel schärfer. Mit Ingwer in Pulverform wird das Kompott trüb, dem Geschmack aber macht das nichts.
  11. Nun alles ca. 6 Minuten wallend kochen lassen. Am besten zwischendurch ein Stück kosten und bei Bedarf auch noch nach süßen.
  12. Das Kompott in vorbereitete saubere und heiß ausgespülte Schraubgläser füllen, verschließen und auf den Kopf stellen. Auf die Weise erkennt man dann auch gleich, ob die Gläser richtig verschlossen sind oder eventuell auslaufen.

So ein hergestelltes Kompott hält Jahre in der Vorratskammer. Es schmeckt gut zu Grießschmarren oder Tofuschmarren oder als erfrischende Zwischenmahlzeit einfach pur genießen. Auf selbe Weise stelle ich das Kompott auch mit Äpfeln her.

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7 Kommentare

1
#1
21.2.20, 12:50
Danke, Sally75!
1
#2
21.2.20, 13:05
Ich mag Ananas und auch Ingwer sehr gern. Auf die Idee sie zu konservieren bin ich noch nicht gekommen. Tolle Beschreibung und interessantes Rezept, welches ich bald ausprobieren werde. Danke dafür👍
#3
21.2.20, 13:47
Da ich sowohl Ananas als auch Ingwer liebe danke ich für diese Anregung:-)  . Diese“  Augen“ lassen dich übrigens prima mit einer thailändischen Art die Frucht zu schälen entfernen . Es bleibt auch viel vom Fruchtfleisch erhalten und sieht hübsch aus - hatte das mal als Tipp eingestellt
#4
21.2.20, 15:42
Ich habe einen Ananasschäler, den ich nicht mehr missen möchte. Der wird in die Frucht gedreht und wenn man ihn herauszieht, sind nur die Fruchtscheiben da und der Strunk lässt sich einfach herausziehen. Sauberere Ananasscheiben als mit diesem Schäler hatte ich nie.
#5
22.2.20, 09:04
ich mag total gerne Ananas, kann aber aus Gründen die sich mir nicht erschliessen keine frische essen sondern nur die aus der Dose - das Kompott probiere ich mal aus, Ananas gibt es im Moment ziemlich günstig (unter 2 Euro das Stück) 
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#6
22.2.20, 10:20
@Agnetha: ich habe sie als Jugendliche auch nicht vertragen, da bekam ich viele Bläschen im Mund davon. Ich vermute, das der hohe Säuregehalt dieser Frucht daran "Schuld" war. Bei Erdbeeren ging es mir damals auch so. Offenbar werden solche Nebenwirkungen auch durch das kochen beseitigt.
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#7
22.2.20, 16:12
@ Agnetha : Reibe die geschälte Ananas mal großzügig mit Salz ein und danach mit Wasser abspülen. Vermutlich verträgst du die frische Frucht dann.

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