Eigenurin als Naturkosmetik

Eigenurin als Naturkosmetik?

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Ammenmärchen oder eine kostenlose Alternative zur teuren Naturkosmetik? Erfahre die Meinungen und Ansichten der Befürworter und Gegensprecher sowie mögliche Anwendungsfelder der körpereigenen Substanz.

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Am 23. Februar 2013 wurde diese Frage öffentlich mit Caroline Noeding beantwortet, zumindest wurde sie an diesem Tag zur Miss Germany 2013 gekürt. Doch ist die Schönheits-Frage damit geklärt? Wohl kaum! Schön sein, das ist vielmehr ein Begehren womit sich Frau (und natürlich Mann) gerne täglich beschäftigt. Und das nicht erst in den vergangenen Jahrzehnten. Schönheit, das ist ein Begehren das weit in die Geschichte zurück greift. So beschäftigte sich beispielsweise bereits Kleopatra mit den Geheimnissen einer jungen und strahlenden Haut.

Um dem eigenen Schönheitsideal zu entsprechen werden heute keine Kosten und Mühen gescheut. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Naturkosmetikverbraucher pro Jahr durchschnittlich 181 Euro ausgibt. Eine Ausgabe die wirklich sein muss? Wenden wir uns heute einmal einer billigeren oder sagen wir kostenlosen Alternative zu: Eigenurin. Da sich dieser Vorschlag verständnisvollerweise erst einmal setzen muss, nutzen wir doch die Zeit und machen uns ein klein wenig schlau.

Eigenurinbehandlung

Urin, auch Harn genannt, besteht aus ca. 2000 verschiedenen Substanzen. Darunter fällt auch der Harnstoff dem eine heilende Wirkung zugeschrieben wird und dem Urin die Eigenschaften antiseptisch (Antisepsis = griech. wörtl. gegen Fäulnis) und keimreduzierend verleiht. Darüber hinaus soll er bei unangenehmen Juckreizen helfen. Vor tausendenden von Jahren bereits für seine Wirkung bekannt, wurde der Eigenurin von zahlreichen Völkern (bspw. durch Hippokrates 460 v. Chr. – 375 v. Chr.) zur Behandlung und Diagnostik eingesetzt.

Befürworter von Eigenurin, die wir in der Regel in Anhängern der Naturheilkunde finden, schwören unter anderem bei folgenden Anwendungsfeldern auf die heilende Wirkung der körpereigenen Substanz:

In Betracht kommen hierbei sowohl äußere als auch innere Anwendungsmethoden. 

Äußere Anwendungsmethoden:

  • Eigenurin mit Hilfe eines Wattebausches auf die betroffene Körperpartie auftupfen und einwirken lassen.
  • ​Mit einigen Bechern Eigenurin angereichertes Bad

Innere Anwendungsmethode:

  • Gurgeln
  • Inhalieren
  • ​Nach dem Aufstehen ein kleines Glas Eigenurin entweder pur oder verdünnt mit etwas Zitronensaft trinken

Entnommen werden soll die Ration an Eigenurin dem morgendlichen Mittelstrahl. Hierbei handelt es sich um Urin, der nicht zu Beginn der Harnentleerung (Miktion), sondern aus dem bereits laufenden Harnstahl gewonnen wird.
Eine weitere Eigenschaft, welche die Befürworter an ihrem Eigenurin loben: Seine täglich neu angepasste Zusammensetzung.

Kritik

Gegensprecher kontern mit dem Argument: „Wie kann etwas gesund sein, das vom eigenen Körper ausgeschieden wird“ also sozusagen ein Abfallprodukt ist. Gleichzeitig kritisieren sie vehement fehlende wissenschaftliche Nachweise, die es in der Tat zu Eigenurin und seinem „Schönheits-Effekt“ bis zum heutigen Tage leider nicht gibt. Worauf jedoch immer wieder hingewiesen wird ist, dass der Urin in jedem Fall von einem gesunden Menschen stammen muss. Letztendlich muss wohl Jeder selbst entscheiden, ob er es auf einen kostenlosen Versuch ankommen lässt oder ob nicht lieber weiter auf angenehmere Methoden und besser duftende Naturkosmetika zurückgegriffen wird. Für die Mutigen unter euch hier jedoch noch ein kleiner Tipp: Angeblich lässt sich der beißende Uringeruch durch eine entsprechende Ernährung (empfohlen werden Früchte) verändern wenn nicht sogar beseitigen.           

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