Gebackene Speckknödel
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Gebackene Speckknödel

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Nach so vielen Kommentaren - muss ich das Rezept neu eingeben. Zeitaufwendig, Kalorienbombe, aber wenn man nicht fettempfindlich ist eine Spezialität, die man nur selten bekommt.

TEIG - für viele Gäste oder große Familie (bitte nach Bedarf abwandeln)

3000 g (3 kg) unbedingt MEHLIGE Kartoffel in gesalzenem Wasser weich kochen. Noch heiß schälen. Mit speckigen, Salaterdäpfeln oder wie auch immer sie heissen, kann man keinen Kartoffelteig machen. Auch kein Kartoffelpüree.

Die weichgekochten, noch heißen Kartoffeln werden wie für ein Kartoffelpüree vorbereitet (passiert, mit einem Kartoffelstampfer zerdrückt, notfalls, wenn nicht vorhanden, kann man sogar einen Fleischklopfer zum Zerdrücken nehmen). Kartoffelpresse auch eine Möglichkeit. "Flotte Lotte" zum Passieren auch geeignet. Bei uns in Österreich wird die Flotte Lotte auch noch zum Pürieren von verschiedenem Gemüse oder Obst verwendet. Jedenfalls dürfen die Kartoffel nicht bröcklig sein.

Die zerdrückten oder passierten oder wie auch immer vorbereiteten Kartoffel auf ein mit Mehl bestäubte Brett geben. Holz oder auch Resopal oder andere Kunststoffoberfläche. Das Original jedenfalls - ist ja auch schon alt genug - wird auf einem Holzbrett zubereitet, die Knödel wurden im Holzofen gebacken. Wer hat das schon?

Zu den gepressten Kartoffeln gibt man CIRKA 2 Tassen GLATTES Mehl (pro Tasse etwa 250 ml). CIRKA deswegen, weil die Mehlmenge vom Feuchtigkeitsgehalt der Kartoffeln abhängt. Auch Sorte mehlig kann unterschiedlich mehlig sein. Kartoffel und Mehl werden (OHNE Ei und OHNE Fett) miteinander zu einem glatten Teig verknetet. Zum Kneten befeuchtet man die Händer immer wieder mit kaltem Wasser, aber Vorsicht, nicht zuviel Wasser auf den Händen haben, nur feucht, nicht tropfnass.

Aus dem Teig formt man eine ca. 4 cm dicke Rolle. Von dieser Rolle schneidet man dann Scheiben, etwa 12 mm breit. Die Teigscheiben legt man in die Handinnenfläche, drückt sie etwas auseinander und gibt die Fülle hinein. Ein Häuferl voll. Etwa ein EL. Kann man wirklich nicht so genau sagen. Hängt auch vom Geschick des "Zubereiters" ab.

FÜLLE
Im Idealfall hat man die Fülle schon am Vortag gemacht. So muss man sich nur mehr um den Teig kümmern. Außerdem ist es gut, wenn Speck, Wurst und Gewürze durchziehen können.

WICHTIG VORWEG - nicht vergessen, die Back/Bratröhre rechtzeitig auf 160 Grad vorzuheizen.

Cirka-Angaben:
1 1/2 kg Bauchspeck geselcht (Hamburger Speck) leider hat ja nicht jeder die Möglichkeit, dem Speck direkt vom Bauernspeck zu kriegen.

Aber es gibt ja den Hamburger-Speck oder ein anderes geselchtes Bauchfleisch. Bitte Fleischhauer fragen, welcher Speck sich am besten für Knödel eignet. Es gibt auch Bauchspeck, der nicht so zäh ist wie der Hamburger Speck.

(Bauchfleisch bzw. Bauchspeck ist das Stück vom Schwein, aus dem man auch den Kümmelbraten mit der knusprigen Schwarte macht).

Den Speck am besten gleich beim Fleischhauer oder beim Fleischstand im Supermarkt in Scheiben von etwa 4mm Stärke schneiden lassen. Das ist eine große Arbeitserleichterung.

Außerdem braucht man zum Mischen der Fülle noch eine würzige Hauswurst (z.B. Braunschweiger). Ca. 300 g davon.

Bei uns in Österreich gibt es die sogenannte "Dürre". Ist eine sehr deftige, schmackhafte Wurst, die es auch stark geräuchert gibt. Wird bei uns vom Hofer (in D Aldi) angeboten. Ist eine Kranzlwurst mit ganz dunkelbrauner Haut, etwa 4 cm im Durchmesser). (Heisst also Rauchdürre und nicht wie fälschlich in einem kritischen Kommentar bezeichnet, RauchDÜNNE).

Weiters braucht man:
2 mittelgroße Knollen Zwiebeln (mit gelber Schale), fein gehackt
3 - 4 Zehen Knoblauch (in feine Scheiben geschnitten)

Speck und Wurst ganz fein in Streiferln schneiden und mit der feingehackten Zwiebel und dem Knoblauch würzen. Mit Salz´und Pfeffer abschmecken. In eine große Schüssel geben und zugedeckt durchziehen lassen.

Hat man am Vortag keine Zeit, kann man natürlich die Fülle auch am gleichen Tag vorbereiten.

Jetzt werden die Kartoffelteigscheiben auf dem Handteller so geformt, dass man die Fülle hineingeben kann. Wichtig ist, gut zusammendrücken, offene Stellen schließen (immer wieder, wenn nötig, Teig darüberziehen) und dann mit feuchten (kaltes Wasser) Händen formen. Gut zusammendrücken, es soll keine Luft zwischen Fülle und Teig sein.

Die Form, ob das jetzt Backfanne, Bratpfanne, Glasschüssel oder wie auch immer genannt wird, jedenfalls muss dieses Ding, das ja bereits mit Schmalz oder anderem Fett ausgeschmiert ist, ins Rohr und die Griffe werden natürlich, was Wunder, dort auch heiß. Bei uns in Österreich heisst halt dieses Gerät Bratpfanne. Also eine Form, in der man in der Backröhre (Bratröhre) etwas braten oder backen kann.

In diese befettete Form werden nun die gefüllten Knödel hineingegeben, eins neben das andere, ob das jetzt schlichten oder schichten oder was auch immer in D heisst. Man setzt ein Knödel neben das andere. Wer Dampfnudeln (bei uns Buchteln) kennt, weiß wie das aussieht. Hat man die Knödel in die eingereiht, bitte ein versprudeltes Ei (samt Eiklar) mit einem Pinsel darüberstreichen.

Man muss schon mit 1 3/4 Stunden Backzeit rechnen. Bitte nachschauen, kann man nie so genau sagen. Jedenfalls nehmen die Knödel eine schöne goldbraune Farbe an. Ist das der Fall, gießt man vom Rand her etwas Milch in die Einbuchtungen. Und jetzt - noch einmal für etwa 1/4 Stunde ins Rohr. Und dann fertig. Am besten samt der Pfanne am Tisch stellen. Sieht dekorativ aus und jeder kann nehmen, was er möchte. SEHR AUSGIEBIG. Kalorien werden totgeschwiegen. Nachher ein klares Schnapserl in Ehren kann niemand verwehren.

Ideale Beilage - warmer Krautsalat mit gerösteten Speckwürfeln, kalter Krautsalat oder was auch immer. Schmecken tut jeder Salat dazu, original wäre der warme Krautsalat. Natürlich kann man auch Sauerkraut dazu essen.

Und diese Variante kann man abwandeln auf Grammelknödel (in der Zwischenzeit eines Besseren belehrt, heisst in Deutschland GRIEBEN).

Aber - eine Frage möchte ich diesem Rezept noch anschließen. Warum kommt in den Kommentaren so viel Böses durch? Wir predigen Toleranz und kritisieren uns auf unqualifizierte Weise nieder! Dennoch, es waren auch sehr viele nette Stellungnahmen dabei, die mich getröstet haben.

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