"Grobe" Fischfrikadellen aus preiswertem Seelachs

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Der preiswerteste Frischfisch ist meines Wissen der Alaska- oder Pazifikseelachs unpaniert aus der Tiefkühltruhe, und zwar meine ich nicht diese zurechtgesägten Platten im Karton, sonder die echten Filets im Schlauchbeutel. Das sind zwar nicht die edelsten Teile, sondern "Endstücke". Sie eigenen sich jedoch hervorragend für dieses Rezept:

Die aufgetauten oder angetauten (Mikrowelle) Filets mit wenig Öl und Salz und in der Pfanne braten. Mit dem Pfannenwender noch in der Pfanne grob bis mittelfein "zerstückeln" und die Stücke so lange braten, bis sie ganz leicht angebräunt sind. Das ganze in eine Schüssel geben, ein Ei (oder zwei, je nach Menge) drüberschlagen und gut verrühren. Kein Paniermehl zugeben!

Anschließend verfahren wie mit Reibekuchen (Reiberdatschi, Kartoffelpuffer, Riewkooche oder wie immer ihr sie nennt), also je ein oder zwei gehäufte Esslöffel von beiden Seiten in reichlich Öl schön braun braten. Auf einen Teller mit Küchenpapier legen. Schmecken am besten lauwarm oder kalt, ist aber Geschmacksache. Dazu Remoulade, und mit Salatblatt und Brötchen kann man auch einen leckeren Fischburger basteln.

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14 Kommentare


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#1 capybara
4.5.09, 17:13
hört sich super lecker an!! werd ich auf jeden fall mal testen
#2
4.5.09, 21:02
doppelt gebratener Fisch? nee da sind mir die Endstücken sogar zu schade
#3 Katja
5.5.09, 08:27
bin da ganz Nachi's Meinung ... Fischfrikadellen macht man genauso wie Fleischfrikadellen, da käme auch keiner auf die Idee, das Gehackte erstmal anzubraten, zu Frikadellen zu verarbeiten und dann nochmal zu braten ... da müsste man schon arg viel Ei beimischen, damit's nicht so trocken wird, oder ?

Aber wenn's dir schmeckt ... hau rein ... die Engländer machen ja auch Essig an ihr "Fish and Chips" ...
#4 Kay
5.5.09, 08:27
Es reicht wirklich, die ganz aufgetauten Filets mit einem scharfen Messer in mittelfeine Würfel zu schneiden oder mit der Gabel zu zerdrücken, und das ganze kräftig(!) zu würzen.
Den "Fischbrei" dann in einem Tuch ausdrücken, daraus normale Frikadellengrößen formen, kurz mehlieren und in Butterschmalz oder geschmacksneutralem Öl (z.B. Rapsöl) ausbacken.
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#5
5.5.09, 09:09
Also doppelt braten würd ich auch nicht.
Ich zerkleiner das Fischfleisch immer, würze und paniere es und brate es dann in der Pfanne oder im Backofen.
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#6 wurst
5.5.09, 10:05
Das doppelt braten macht schon Sinn, gefrorene Fische haben sehr viel Wasser und das muß erst mal raus.
Sonst gibt,s keine Bindung!!!
Also ich werde das testen,vieleicht noch ein Zwiebelchen und ein paar Kräuter :-)
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#7 Tante Paule
5.5.09, 13:36
Wenn der Fisch schon vorgegart ist, hat man nicht das bei Fischfrikadellen oft auftretende Problem, dass sie außen schon anzubrennen drohen, während sie innen noch nicht "durch" sind. Weiterer Vorteil der "groben" Zerkleinerung: Man muss keinen Fleischwolf, Küchenmaschine oder Pürierstab schmutzig machen und hat einen festeren Biss in die Frikadelle. Die beim Vorbraten verbrauchte Zeit spart man beim Ausbraten wieder ein. Paniert werden muss nicht bei beschichteter Pfanne, aber wer will, der darf!
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#8
5.5.09, 15:06
Wird Fisch zu lange gebraten, wird er trocken! Lieber in aufgetautem Zustand kleinhacken und zubereiten wie Fleischfrikadellen.Ich würde es nicht einmal ausprobieren, weil es mit zu Schade für den Fisch wäre.
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#9 Tante Paula
6.5.09, 11:56
Wenn selbst der preiswerte Seelachs"zu schade" ist, frage ich mich allerdings, aus was man denn Fischfrikadellen herstellen soll. Aus was die F. bei Nordsee sind, möchte ich gar nicht wissen. Ich mag Fisch nur, wenn er wirklich gar ist, und nehme dafür eine gewisse Trockenheit gern in Kauf. Herkömmliche Fischfrikadellen sind mir zu "mulschig".
Es fällt mir auf, dass auf Alternativ-Vorschläge hier oft die Reaktion "Aber so geht es doch nicht" kommt. Ein bisschen flexibler, bitte! Niemand wird zu seinem Glück gezwungen.
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#10 Tante Paula
13.5.09, 12:52
Nachtrag: Habe übersehen, dass Panieren bei meiner Version ja gar nicht geht - es ist ja ein dickflüssiger "Teig", der da in die Pfanne kommt. Noch was: Weil nur das Bindemittel = Ei noch garen bzw. stocken muss, sind die Frikadellen im Nu fertig. Die von einigen gefürchtete Trockenheit hält sich daher in Grenzen.
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#11 Towanda
12.6.09, 13:31
Ich habs ausprobiert und bin begeistert! Nix trocken, im Gegenteil! Fünf Punkte.
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#12 Norge-Ralfi
16.1.10, 03:49
Habs heute probiert, hatte vom Norwegen Urlaub noch Fisch ( glaub war Dorsch und Seelachs) in der Gefriertruhe.
Total lecker....
Hatten n paar Stücke kalt werden lassen...genauso gut... :-)) mmmmhh
Hatte die Fischstücke aber richtig mit Fischgewürz gewürzt und später noch etwas (tiefgefrorenen) Schnittlauch und ne gute Prise Pfeffer beigetan.
Total würzig ohne den Fischgeschmack zu überdecken.
Hatten Pommes dazu...nächstes mal mach ich noch ne leichte Käsesoße dazu...
Toller Tip....Danke
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#13 Oma_Duck
4.11.12, 19:49
Endlich ein brauchbares Rezept für Fischfrikadellen. Mir sind die "herkömmlich" hergestellten auch immer zu matschig. Und dass Fisch nicht kurzgebraten werden MUSS, wie die TV-Kochpäpste immer behaupten, ist auch kein Dogma, jeder wie er mag.
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#14
2.4.14, 11:05
Find ich gut!

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