Weniger ist mehr! Mir schmecken Müsliriegeln nicht, wenn sie zu viele verschiedene Zutaten enthalten. Die kann ich dann nicht mehr auseinanderhalten und die geschmackliche Reizüberflutung ist mir unangenehm. 1 - 2 Geschmackszutaten reichen vollkommen.
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Haferflocken-Leinsamen-Brötchen (ohne Mehl, ohne Hefe)

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In dem Food-Magazin aus dem Supermarkt habe ich diesen Monat das Rezept für ein Brot aus Haferflocken mit vielen Nüssen und Kernen gefunden und ausprobiert. Es hat zwar sehr gut geschmeckt, war aber leider so krümelig, dass ich es abgewandelt habe und lieber kleinere Brötchen backe.

Zutaten

  • 250 g quellende Zutaten (2 - 3 Sorten), z. B.
    • 125 g Haferflocken
    • 90 g Leinsamen
    • 35 g Chiasamen

Alternativ: feiner Gries aus Weizen (Couscous) oder Mais (Polenta), Flohsamen

  • 250 g ganze, gehackte oder geriebene Nüsse, Mandeln, Saaten, (2 - 3 Sorten) z. B.
    • 100 g geriebene Mandeln
    • 75 g Sesam
    • 75 g gehackte Walnüsse

Alternativ: Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Haselnüsse, Cashewkerne, Erdnüsse

  • 1,5 EL braunen Zucker oder anderes Süßungmittel (Honig, Dicksaft ...)
  • 1 TL Salz
  • 3 EL Olivenöl
  • 400 ml kochendes Wasser
  • ggf. ein Ei

Zubereitung

  1. Trockene Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Kochlöffel gut vermischen.
  2. Das Olivenöl auf die trockenen Zutaten geben und bei Verwendung von (feuchtem) Süßungsmittel wie Honig oder Dicksaft, dieses ebenfalls.
  3. 400 ml Wasser zum Kochen bringen und über die trockenen Zutaten geben.
  4. Alles gut vermischen und abgedeckt 2 Stunden quellen lassen.
  5. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  6. Überprüfen, ob sich der Teig formen lässt. Wenn man zu wenig quellende Zutaten verwendet hat, kann man jetzt noch ein Ei unterrühren (bei den Beispielzutaten war das nicht nötig).
  7. Mit 2 Esslöffeln, Eiskelle oder Makronator aus dem Teig kleine, feste Brötchen formen (ca. 4 cm Durchmesser) und auf das Backblech setzten. Die Brötchen dürfen ruhig eng nebeneinander sitzen, denn sie gehen nicht mehr auf. Meine Brötchen habe ich mit dem Makronator geformt.
  8. Bei 180 Grad ca. 1 Stunde backen. Ich habe alle 20 Minuten kontrolliert und die Brötchen umgedreht, sie lagen also die mittleren 20 Minuten mit der flachen Seite nach oben.

Servieren

Die Brötchen schmecken sehr nussig und sind sehr sättigend. Mir schmecken sie anstelle von Müsliriegeln als Zwischenmahlzeit oder zum Salat oder zur Suppe. Man kann sie einfach pur genießen, nur mit Butter bestreichen, sowohl herzhaft (Avocadocreme, Käse, Wurst) oder als auch süß (Nussnougatcreme, Marmelade) wie jedes andere Brot auch servieren.

Wer will, kann schon in den Teig süße oder salzige Zutaten tun. Das empfiehlt sich z. B., wenn man sie als Fingerfood servieren will und die Geschmackszutaten nicht vom Brötchen fallen sollen.

  • In der herzhaften Variante z.B. mit Oliven, geriebenem Käse, Zwiebeln, Schinkenwürfel ...
  • In der süßen Variante, z.B. mit Kokos, Zimt, Rosinen, Cranberries, Orangenschale, Zitronenschale ...

WENIGER ist MEHR! Mir schmecken Müsliriegeln nicht, wenn sie zu viele verschiedene Zutaten enthalten. Die kann ich dann nicht mehr auseinanderhalten und die geschmackliche Reizüberflutung ist mir unangenehm. 1-2 Geschmackszutaten reichen vollkommen.

Allergikerhinweis: Ohne Ei ist das Rezept vegan, in jedem Fall laktosefrei, bedingt glutenfrei (Gluten aus Haferflocken ist für manche verträglicher, Couscous ist aus Weizen und enthält Gluten) hefefrei. Vorsicht bei Allergien auf enthaltene Nüsse. 

Quelle des Originalrezepts: "Mandel-Chia-Brot" aus: Mit Liebe. Das Genussmagazin. Edeka. NO. 11 Januar/Februar 2017, Seite 42 - 43.

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9 Kommentare


#1
18.1.17, 03:31
Das hört sich ja sehr gut an. Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
#2
18.1.17, 07:44
Das klingt lecker. Wenn kein Ei drin ist und auch kein Mehl, Hefe oder Backpulver, kannst du die Brötchen auch roh essen, so als Energiebällchen.
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#3
18.1.17, 14:38
Mafalda, du besitzt einen Makronator ? ich verneige mich vor dir  :o)
#4
18.1.17, 15:10
Is bestimmt sehr lecker und gesund👍


@agnetha: so ein Gerät gibts schon für 4/5€
#5
18.1.17, 17:36
Ich hätte die Brötchen gern in lockerer Konsistenz und etwas größer zum Frühstück, da ich grundsätzlich nur immer eins esse. Ob da ein Pä Backpulver oder Natron helfen würde ? Zur Not würde ich auch eine Handvoll Dinkelmehl untermischen. Was meinst du ?
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#6
18.1.17, 23:09
@Agnetha: ja, der Makronator ist bei mir ein vielbenutztes Ding: Buletten, Mini-Brötchen, Minimuffins, Miniamerikaner ... und Makronen kann man damit auch machen 😄.  Immer wenn man aus einer klebrigen Masse gleichmäßige Portionen machen will, leistet er gute Dienste.

@Upsi: Wenn insgesamt 250g feingemahlene Zutaten (zarte Haferflocken, gemahlene Nüsse/Mandeln) dabei sind, dann kannst du auch 1 Päckchen Trockenhefe dazugeben. Das Wasser darf dann nur lauwarm sein. Den Teig quellen und gehen lassen, dann aber auch durchkneten, dann werden es lockere Brötchen. Mit Backpulver würde mir das zu sehr nach Nusskuchen ohne Zucker schmecken.
oder du nimmst gleich dieses Rezept und machst daraus Brötchen https://www.frag-mutti.de/einfaches-dinkel-vollkorn-brot-mit-haferflocken-und-kernen-a51334/
#7
19.1.17, 00:00
@Mafalda: danke dir, ich werde beides mal basteln und gleich am Wochenende.
Trockenhefe ist besser, klar. Ich werd berichten.👍
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#8
1.3.17, 13:57
hab es ausprobiert. ist der hammer!
schmeckt unglaublichch gut und geht total einfach. danke für sen tipp!
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#9
1.3.17, 13:57
hab es ausprobiert. ist der hammer!
schmeckt unglaublichch gut und geht total einfach. danke für sen tipp!

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