Herzhaftes Gourmetbrot
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Herzhaftes Gourmetbrot (glutenfrei und bei Bedarf auch laktosefrei)

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Da ich seit einiger Zeit vermehrt Verdauungsprobleme bei mir entdeckt habe, sobald ich in den Genuss von Glutenprodukten gekommen bin, habe ich meine Ernährung dementsprechend jetzt komplett auf "glutenfrei" umgestellt.

Das fertige, käufliche glutenfreie Brot ist mir aber leider nach wie vor (auf Dauer) zu teuer und leider auch nichts zum wirklich satt werden. (Bei 5 Scheiben ab 2,25 Euro.) Deshalb kam für mich kurzerhand, nur das selbst "backen" infrage.

Nach einigen wenig begeisterten Versuchen kam jetzt endlich (auch nicht ganz ohne Internetrecherche), der entscheidende Durchbruch. Zum ersten Mal schmeckt mir das Brot wirklich richtig gut ... ist außen knusperig und innen locker fluffig. Auch geschmacklich gibt es diesmal absolut nichts auszusetzen.

Und da ich wirklich mega begeistert bin, dachte ich mir, ich stelle das hier mal als neuen Tipp ein. (Schließlich hat man es ohne Glutengenuss schon schwer genug.)

Hier meine Rezept - Zutaten, Zubehör/ Ich schlage vor:

Zutaten

  • ca. 750 - 800 g glutenfreies Mehl. (Ich habe 3 verschiedene Sorten genommen: Bio Kartoffelmehl / Kartoffelstärkemehl, Brotmix Dunkel von Schär ca. 450 g, Mehl Farine (Universal Mehl!?) ebenfalls von Schär.
  • Mineralwasser (nach Bedarf)
  • 1 Becher 1,5 Prozent Joghurt (ggf. laktosefrei)
  • 1 Becher Hirtenfrischkäse (ggf. laktosefrei)
  • 2 Stangen Lauchzwiebel
  • 2 normale Zwiebeln (1 große / 1 kleine)
  • 1 Packung magere Speckwürfel (kann nach Bedarf erweitert werden)
  • etwas Öl (zum Pfanne einfetten)
  • 1 Packung Weißkäse (hatte ich noch übrig - Resteverwertung; ggf. laktosefrei)
  • Kräuter nach Geschmack (bei mir waren es TK- 8 Kräuter vom Aldi)
  • 1 Würfel á 41 g Hefe
  • Worchestersauce
  • Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker
  • 1 Römertopf / Bräter mit Deckel
  • auf volle Kanne aufgeheizter Backofen (Römertopf sollte gleich mit erhitzt werden!)

Zubereitung

Anmerkung: Der Teig muss 2 Mal hintereinander gehen / ziehen. Ihr braucht also etwas Zeit!

Schritt 1

Zwiebeln schälen und fein würfeln, Pfanne mit einen Krepptuch auf den Öl ist einfetten, Zwiebeln in der Pfanne anschwitzen ... bei goldgelber Färbung habe ich dann die mageren Speckwürfel (Marke: Line / Lidl) und meine Lauchzwiebel grob gehackt hinzugegeben, jetzt kam ein gesunder Schuss Worchestersauce und meine TK-Kräuter hinzu. (Die Menge obliegt jedem selbst, ist eine Geschmacksfrage!), Salz und Pfeffer. Vergesst nicht den Backofen mit Samt Römertopf / Bräter mit Deckel vorzuheizen.

Schritt 2

Ich selber habe das Mehl mehr nach Gefühl verarbeitet. Es müsste aber ca. in folgender Mengendosierung von mir verarbeitet worden sein:

160 g Kartoffelmehl, ca 450 g Mehlmix Dunkel von Schär, und ca. 150 g Mehl Farine von Schär gewesen sein.
Alle 3 Mehle kommen in eine große Schüssel. Dann kam bei mir der Becher Hirtenkäse und der große Joghurtbecher zu dem Mehl, da der Teig da immer noch recht bröckelig war, gab ich noch 1 ganzes Ei dazu und ergänzte dann das Gemisch mit meinen Zwiebeln, dem Speck, und den Lauch. Zum Schluss gab ich noch weißen Käse (Art - Feta!?) mit hinzu.

Schritt 3

Erst wurde alles grob mit einem Kochlöffel vermengt ... jetzt ölte ich mir leicht die Hände ein ... denn ansonsten klebt der Teig wie Hund ... und dann wurde alles noch mal gut durchgemengt. 1 Prise Zucker zur Geschmacksverstärkung noch hinzu.

Schritt 4

Den Würfel Frischhefe in ganz wenig lauwarmem Wasser komplett auflösen. Anschließend zu den anderen Zutaten hinzufügen. Kurz vermengen. Wenn der Teig nicht weich genug ist, solltet ihr Mineralwasser hinzufügen. (Geht dabei aber sehr, sehr sparsam vor!) Wenn er nicht fest genug ist (er sollte sich gut formen lassen, eben typische Brotteigfestigkeit haben), so einfach noch etwas Mehl hinzugeben. Knetet nach der Hefezugabe nicht zu lange, sonst knetet ihr die Hefe wieder "kaputt."

Sobald es passt, heißt es den Teig abdecken, ich hab Klarsichtfolie drüber gezogen und alles anschließend mit einem sauberen Küchentuch zugedeckt. Dann habt ihr erst mal genug Zeit für andere Dinge ...

Ruhezeit betrug bei mir zwischen 3 - 4 Stunden. Danach hatte sich mein Teig um ca. das doppelte vermehrt. (Wer mehr Zeit hat, kann ihn ja auch noch länger gehen lassen.) Anschließend habe ich den Teig ein zweites Mal mit den Händen kurz durchgeknetet. (Wieder das Beölen der Hände nicht vergessen, sonst klebt es unangenehm.) Danach darf der Teig abermals abgedeckt, ein zweites und letztes Mal ruhen.

Schritt 5

Nach der letzten Ruhephase habe ich den Teig dann für mich halbiert. Er war so weit aufgegangen, dass ich ihn anders nicht in meinen Bräter bekommen hätte und kleine / mittlere Brote sind mir ohnehin lieber, weil sie so länger frisch bleiben. Ich habe den halbierten Teig in eine ovale Form gebracht (wie ein Brot nun mal aussieht), und habe ihn anschließend mehrfach oberhalb eingeritzt. Zur Deko kam dann noch etwas Mehl oben drüber.

Schritt 6

Jetzt gebt ihr euer Brot in den heißen Römertopf bzw. Bräter. (Denkt dran, auch er sollte leicht eingefettet sein und der Boden sollte ebenfalls mit Mehl bestäubt werden.) Um den Teig in Form und sicher in den Römertopf zubekommen, habe ich mir einen Pfannenwender zur Hilfe genommen. (Somit verbrennt man sich nicht so leicht die Finger.)

Schritt 7

Jetzt kommt sofort der Deckel auf den Topf und das Brot wandert auf höchster Stufe in den Backofen. (Bei mir war das 250 °Grad.) Nach ca. 30 - 40 Minuten wurde dann einmal kontrolliert. Wenn das Brot eine goldgelbe Farbe angenommen hatte und das innere weitestgehend durch war (-Pick-Test mit einem Zahnstocher ... der Teig darf nicht mehr Zahnstocher kleben ...) so kam der Deckel von dem Topf. Jetzt bekam das Ganze noch mal ca. 10 Minuten Bräunungszeit von oben von mir. (Die Backzeit variiert je nach Stufe und nach Teigfülle - je weniger Teig, je weniger lange natürlich auch die Backzeit - dasselbe gilt für die Backstufe. Je höher ... je eher muss man aufpassen, dass nichts verbrennt.)

Nun noch ein Vorschlag, als zusätzliches Schmankerle

Toll wären auch gekochte, zerstampfte Kartoffeln ... nur dann muss das Mehl wieder angepasst werden ... oder noch Oliven ... Champignons ... Spargel ... Gurken (aus dem Glas) oder getrocknete Tomaten ... bzw. Käse etc. wären mal eine Idee. Zum Ablöschen könnte ich mir aufgelöste Brühwürfel, Gurkenwasser oder Karotten- bzw. Rote-Bete-Saft vorstellen ...

Wer noch zusätzliche Vorschläge hat: immer her damit.

Wer Probleme mit Lactose und Co hat, der kann ja auch laktosefreie Produkte (wie bei Joghurt, Käse und Co.) mit verarbeiten. Mittlerweile gibt es das alles ja auch laktosefrei zu kaufen.

Letztes Wort zum Abschluss

Das Brot ist bei mir außen knuspriger und innen fluppig-soft. Wenn man mit dem Finger draufdrückt, gibt es ganz leicht nach.

Viel Spaß beim Selbst herumexperimentieren und guten Hunger! 

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18 Kommentare


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#1
8.9.15, 18:38
Das hört sich ja sehr lecker an. Kann man den Teig auch kürzer gehen lassen, denn 3 - 4 Std. ist mir zu lange. So lange habe ich einen Hefeteig noch nie gehen lassen.
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#2
8.9.15, 18:47
Eine kleine Anmerkung. Üblicherweise ist Weißkäse = Quark. Aber hier ist wohl Feta o.ä. gemeint.

Und eine kleine Frage: wird der Römertopf tatsächlich gefettet und ansonsten trocken mit im Ofen vorgeheizt? Ich kenne es nur so, dass der Tontopf gewässert und dann "bestückt" in den kalten Ofen geschoben wird.

Ansonsten verspricht es aufgrund der Zutaten ein herzhaftes Brot zu werden.
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#3
8.9.15, 19:53
Leider besitze ich keinen Römertopf. Ich werde das aber mal in meiner Tupper Kasserolle ausprobieren. Die werde ich aber nicht mit vorheizen.
Ich wäre sehr dankbar wenn mir noch jemand einen Tipp geben kann wie ich den Römertopf umgehen kann und auch die Tupper Kasserolle nicht funktioniert.
#4
8.9.15, 20:28
@NFischedick: Probiere es aus... ;-) Man gab mir den Tipp ich sollte es 12 Stunden ziehen lassen. Bei aber auch etwas anderer Mehlkonstellation. Wenns kürzer ebenfalls funktioniert, sag Bescheid. Das würde mich nämlich auch mal interessieren. Denke aber das der Teig schon was Zeit braucht. ;-)
#5
8.9.15, 20:35
@IchFragmal: Also ich hab wirklich "WeißKäse" (Eigenmarke: Kaufland) - Stand so zumindest auf der Verpackung auch drauf, gehabt. Ist aber ähnlich, wie Feta Käse, denke ich.
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#6
8.9.15, 20:39
@Chaos_Queen: Ich werde es vielleicht am WE mal ausprobieren.
#7
8.9.15, 20:43
Noch mal an @IchFragmal: Der Römertopf bzw. Bräter sollte schon mit erhitzt werden. Den Tipp hab ich ja aus dem Internet... (Soll wohl Einfluß auf das Hochgehen, aufgehen haben. - Das Öl habe ich festgestellt, braucht ich nicht wirklich im Römertopf bzw. Bräter. Doch das Mehl auf den Boden war schon ganz gut... gegen das Anpappen.) Mein erstes Brot ohne Römertopf konnte ich nach 2 Tagen an die Werfen. Jetzt ist das dank dieser Methode anders. (Den Römertopf bzw. Bräter nimmt man ja damit es von Innen Saftig und von Außen Knusperig wird.) Überigens hat mein Vater - nicht Glutenunverträglich - sich gleich nach Kostprobe, gleich ein ganzes Viertel, meines Brotes gesichert. Er war hell-auf-begeistert!
#8
8.9.15, 21:37
ich lasse Teig für Brot immer 2 Tage im Kühlschrank ruhen ... dann wird das Brot richtig lecker

im Römertopf habe ich auch schon gebacken ... ein super Tip !!
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#9
9.9.15, 00:21
@Chaos_Queen: Muß der Römertopf vorher nicht gewässert werden?
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#10
9.9.15, 00:42
@viertelvorsieben: Nein! - Geht in erster Linie um das Geschlossene Gefäß, denke ich. Wie gesagt... ich hatte das so auch nur durch's lesen gehört, mit den Römertopf und ich habe den vorher, bei mir auch nicht gewässert. Lediglich mit vorgeheizt und dann ab... den Teig später rein. Kannst es aber mal ausprobieren... :-)
#11
9.9.15, 08:04
@viertelvorsieben: Hatte ich auch schon gefragt. Aber es scheint so zu sein, dass der Ton nicht Feuchtigkeit an das Gericht abgeben soll, sondern im Gegentei die Feuchtigkeit des Teiges aufnehmen soll. Denn ohne Römertopf war das Brot ja anscheinend binnen kurzem steinhart geworden. Leuchtet mir irgendwie ein. Ich werde es auf jeden Fall versuchen. Mein Römertopf ist leider viel zu selten im Einsatz.
#12
9.9.15, 09:10
Das Rezept klingt nach einem herzhaften Brot.
Machst du fürs Frühstück noch ein anderes?
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#13
9.9.15, 11:46
Wer an Zöliakie leidet, muss Gluten meiden. Mit zunehmendem Unverständnis musste ich zur Kenntnis nehmen, dass "glutenfrei essen" auch von vielen Gesunden praktiziert wird. Weil es angeblich gesünder sei - eine der vielen Modetorheiten unserer Tage.

Für alle, die tatsächlich (nach ärztlicher Diagnose) unter einer Gluten-Unverträglichkeit leiden, ist selbst backen natürlich eine gute Alternative. Aber gar so aufwändig wie bei diesem Rezept müsste es nicht sein, meine ich.
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#14
10.9.15, 09:37
@bollina: Nein... ich bin eher so der herzhafte Frühstücker. Soviel Arbeit zwei verschiedene Brote zu backen, mache ich mir nicht. Für meine (wenns hoch kommt mal 2 Scheiben) lohnt sicv das auch nicht wirklich!

@Spectator: Modetrend hin... Modetrend her. Bei mir scheibt es definitiv so zu sein und deshalb hat das mit Diät-Wahn nichts mehr zu tun. Seitdem ich Gluten Nahrungsmittel weglasse, hab ich keine Kollik-artigen Bauchschmerzen mehr. Die Verdauung normalisiert sich wieder und der Blähbauch geht zurück. (Natürlich werde ich das aber noch mal Fachärztlich nachweisen lassen... nur dass ich es wahrscheinlich habe, habe ich schon im Krankenhaus gesagt bekommen.) - Und seither bin ich einfach auf der Suche nach einem guten Ersatz. Denn leider ist es bei Gluten, wie mit Fett. Ganz ohne schmeckt auch nicht. Die Normalen backmischungen und das kormale Mehl bringen oftmals kaum Eigengeschmack mit sich. (Mein erstes Brot schmeckte nur nach Mehlpappe und hatte Null Geschmack in irgendeiner Art. - Als Anfänger, auf diesen Gebiet, braucht es vor allem Zeit, da für sich Lösungen zu finden. Und selbt backeb ist immer mit Zeitaufwand verbunden.) Zumal dieses Ersatzmehl ja auch nicht so normal reagiert, wie normales Mehl. - Wo auf natürlichen Weg nichts ist, wo soll das auch herkommen!? Es als Diät zubetreiben... Bitte... wer mag. Jeden das Seine. Nur wenn eine Diät, dann würde ich vorher beim Arzt einen Genetest machen lassen... Denn in unseren Genen ist bereits festgelegt, was wir vertragen und was nicht. Wenn man selbst daran wild herumbastelt und sich Basisbestandteil (die der Körper aber eventuell dringend braucht) weg nimmt, dann muss man sich nicht großartig wundern, wenn der Schuss nach hinten losgeht. In meinen Augen taugen Diäten eh alle nichts. Es ist eine Ernährungseinstellung. Ich muss zwar zugeben, dass ich seitdem ich Glutenfrei esse, wieder ein paar Kilos verloren habe, aber ich denke das es bei mir eher von den vorher bei mir starken Verdauungsproblemen kommt. Wer ständig nur noch Bauchkrämpfe (wie Messerstiche hat) der isst freiwillig nur noch das, was er muss, und nach einer Zeit stellt sich so der Körper automatisch um. Ich hab's für mich herausgefunden, indem ich mal genauer hingesehen habe, wann ichs habe... nämlich bei Allem was mit Mehl einhergeht: das Stückchen Kuchen bei Oma zum Kaffee, die Pasta oder Pizza im Restaurant, das Brot oder die Brötchen am Morgen und die Kekse mal zwischendurch. Seitdem ich wie gesagt das weglasse, bleiben auch die Krämpfe und Co aus. Das genügt für mich persönlich als Indikator, Gluten zu meiden. Im Überigen, vertrete ich die Meinung, dass alles was man in Maßen/in Balance zu sich nimmt - nicht schlecht sein kann. Es gibt von daher gerade in der Ernährung keim wirklich richtig oder falsch oder Falsch... sofern man sich an diesen Grundsatz hält! (PS. Ich verstehe aber was Du damit sagen wolltest... deinen Einwand... gerade die Amis betreiben dies ja, als Kult! - Nur ist das wie Du schon sagtest eine Trendwelle... und Trends kommen und gehen. Wenn ich die Wahl hätte würde ich lieber weiter mehl für 0.90 Cents verwendeten, statt mich dumm und dämmlich für den selben Inhalt zu zahlen und dann noch teils erhebliche Geschmackseinbüssungen hinnehmen zu müssen. Das nenne ich für mich total Banane. ;-) )
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#15
10.9.15, 09:52
PS. im Überigen was ist daran so aufwenig... kurz zwiebeln und Speck auslassen in einer Pfanne und nen Herd mit Samt Gefäß vorheizen... während man paralele nur die Zutaten zusammenschüttet mit nem Holzlöffel verrührt und den Teig im Anschluß Ruhe läßt...? Das muss man auch bei notmalen Brot machen... den Teig ruhen lassen. Und die Pfannen Geschichte geht ja wohl schnell, sowie auch das Zwiebeln schnibbeln. Man muss ja auch nicht alles hintereinander machen. Man kann ja z.b. beim Kochen Mittags die Zwiebeln mitanbraten... dann schnell alles zusammen Mengen und den Teig dann über Nacht gehen lassen... und ob man ihn 1 Mal oder zwei Mal gehen läßt, bleibt ja jeden Selbst überlassen. Nur ich hatte das ebend so empfohlen bekommen, weil dieses Ersatzmehl nun mal nicht so reagieren soll, als normales Mehl. Für mich war das jetzt nicht so viel Aufwand. Zumal ich 2 ganze Brote daraus bekommen habe. Die habe ich dann anschließend Portionsweise für mich abgeschnitten, eingetütet und eingefroren. Jetzt kann ich mir immer nach Bedarf mal, etwas Brot frisch auftauen. Und jeder Zölli, weiß wie schwer es ist, sich Anfangs damit zurecht zu finden... und das es ebend eine Phase des Ausprobierens/Herumexperimentierens ist. Wollte es nur anderen Betroffenen etwas leichter machen... ;-)
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#16
10.9.15, 13:14
@Chaos_Queen: "Bleibt jedem selbst überlassen" - das ist so selbstverständlich, dass es eigentlich nicht erwähnt werden müsste. Mein Unverständnis richtete sich ausschließlich an die Verbraucher, die glutenfreie Lebensmittel kaufen, obwohl sie Gluten problemlos vertragen. Aber sollen sie, ist ja ihr Geld.

Apropos Geld - Weizenmehl für 90 Cent findest Du billig bzw. "normal"? Ich zahle höchstens die Hälfte.

Übrigens - habe mal gegoogelt: Neben der "echten" Zöliakie gibt es noch eine Allergie gegen Weizenmehl. Es scheint schwierig zu sein, die richtige Diagnose zu stellen. Jedenfalls sind die Betroffenen nicht zu beneiden . . .
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#17
10.9.15, 13:18
@Chaos_Queen:

Ich finde du händelst das ganz Prima und hast für dich einen guten Weg gefunden. Für mich klingen deine Erklärungen absolut plausibel und nachvollziehbar.
Die Bauchschmerzen der Betroffenen müssen ja schon ganz fies sein.

Wünsche dir weiterhin so gute Ideen und alles Gute.
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#18
10.9.15, 14:45
@Spectator/Bollina: Danke schön... ja... ich weiß. Wie Du schon sagst, die Weizensensivität und die Zöllikalie auseinander zu halten, ist schwierig. Deshalb macht der Ernährungsmediziner, glaub ich, auch den Bluttest dafür. Wenn's da nicht eindeutig ist, hab ich mal gelesen, dann soll es sich "angeblich nur um eine "Sensivität" handeln. Was es genau bei mir nun ist, weiß ich nicht. Nur ich versuche halt das beste Drauß zu machen.

Bekommen hab' ichs wohl durch meine, vielen Medikamente über die Jahre hinweg... Heute rächt sich der Körper dafür und ich bekomme wohl die Quittung - Medikamente rühre ich seither Keine mehr an. (Egal, wie bedeutsam Sie für mich nun angeblich sein sollen...)

Nur es ist halt nicht einfach - der Mensch ist und bleibt ja nun mal Gewohnheitstier!

(Die Tage erst im Supermarkt bei den Fertigbackcentern - diese schnell Backstationen meine ich - bin ich bald ausgerastet... Meinte, nur zu meiner Mutter: "Boah ich könnte gerade über alles herfallen."- Meine Mutter hat mich nur mitleidig angeschaut und gelacht.)

Ich lasse Jeden Leben und sein Dingen machen!!! -Nur das aus Angst vor ein paar Kilos zu machen, halte ich für absolut GaGa und daß ist auch sicherlich nicht der richtige Weg!!! Dafür muss man auf zuviel (wenn man es ernsthaft durchziehen will) verzichten... Sich selbst so zu geiseln, nur um der "Allgemeinheit dadraußen zu gefallen", na ich weiß net!? Man Selbst hat schließlich auch nur ein Leben - das sollte man genießen! - Denn irgendwann kann wer Ärztliches zu Einem kommen, und Dir von heute, auf morgen, sagen: Daß darfst Du aber ab jetzt, nicht mehr... und dann wird Einem das Ausmaß, erst richtig bewußt. Ich selbst ernähre mich doch recht vorbildlich. (Jeder Arzt war bislang von meinen Blutwerten recht angetan - das spricht dann wohl dafür, dass ich's im Großen und Ganzen verstanden habe.) Und ich verzichte dennoch auf nichts wirklich!

Und nur weil ich das jetzt habe, gedenke ich nicht, dies zu ändern. Wenn ich was will, daß es ebend nicht gibt, dann koche bzw. backe ich es mir ebend selbst passend zurecht. (Geschmackliche Einbüßen inklusive, ok... muss man mit Leben, kann man aber versuchen zu mindern... denke ich.)

Aber neulich gabs erst einen "Glutenfreien Marmorkuchen" bei mir - den sogar mein Partner mochte. (Der Arme darf dann nämlich "eher unfreiwillig" immer mittesten. - Doch auch er sagte: Garnicht schlecht!) Es geht also auch anders...wenn auch mit viel eigenen Antrieb und etwas größeren Aufwand.

Ich für meinen Teil, werd mich weiter durchtesten. Und wenn ich damit anderen Betroffenen den Start damit erleichtern kann: Perfekt! - Dann freut mich daß... und deshalb dieser Post hier.

PS. @Spectator keine Angst... ich hab keinen deiner Posts, als Angriff gesehen. Diskutiere nur halt gerne. -Dank für die Möglichkeit dazu!

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