Man sollte sich kein Meisterwerk erhoffen, oder darauf achten, dass es besonders schön aussieht oder etwas Bestimmtes darstellen soll. Im Gegenteil, alles passiert hier intuitiv.
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Intuitives Malen

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Eine gute Methode um sich auszudrücken oder zu entspannen ist intuitives Malen. Dabei ist es ganz und gar nicht wichtig, ob man bereits schon einmal gemalt hat oder ob man vollkommener Anfänger ist.

Man sollte sich auch kein Meisterwerk erhoffen, oder darauf achten, dass es besonders schön aussieht oder etwas Bestimmtes darstellen soll. Im Gegenteil, alles passiert hier intuitiv: Die Farben und Formen werden hier von deinem Inneren bestimmt und gelenkt. Einzig und allein das verwendete Material wie Buntstifte, Aquarell-Buntstifte, Acrylfarbe, Aquarell, Kreide aus Öl oder Pastell, einfacher Bleistift oder ein anderes Medium der Wahl sucht man sich vorher aus.

Auch, ob man eine Leinwand dafür verwendet oder doch lieber nur ein einfaches Zeichenblatt bleibt einem je nach Laune selbst überlassen. Hier nimmt man natürlich das Material, das einem persönlich am besten zusagt. Auch ist für den Anfang ein eher kleineres Format mit etwa 40 x 40 cm ausreichend.

  • Man sich einen ruhigen Raum, an dem man so ca. 2 Stunden ungestört an dem Bild arbeiten kann. (Die Zeit wird verfliegen ohne das es einem so lange vorkommt.) Es ist auch sinnvoll, die Familienmitglieder zu bitten, in dieser Zeit einen nicht zu stören, eventuell auch das Handy ausschalten.
  • Nun wählt man eine Farbe und der Malprozess kann beginnen. Wichtig ist dabei nicht zu viel, wenn möglich gar nicht nachzudenken oder zu planen. Auch ein Werten darüber, ob es nun schön oder nicht so schön aussieht, sollte man nun möglichst bleiben lassen.
  • Wenn man unsicher ist, mit welcher Farbe man nun arbeiten will, hört man in sich hinein. Vielleicht sieht man eindeutig eine bestimmte Farbe vor seinem inneren Auge, vielleicht hört man auch bspw. das Wort "grün" in sich. So auf diese Weise tastet man sich vorwärts. Nach innen lauschen und ausdrücken, was man da nun empfindet.
  • Bei mir ist es oft so, dass ich einen Klecks Farbe auf der Leinwand habe und ich mir dann dabei "denke", bzw. ist es mehr ein "fühlen", das sieht so aus oder so. Wenn es sich richtig anfühlt, kann man auch nach diesem Impuls malen und es ausführen. Mir ist es schon sehr oft so ergangen, dass ich als ich mit dem Bild fertig war, ganz erstaunt darüber war, was sich gerade in mir so unbewusst abspielte. Oft war ich ganz mies gelaunt, manchmal auch depressiv, als ich mich entschloss zu malen. Ich wollte dieses dunkle, bedrückende Gefühl in mir aufs Papier bringen. Am Ende war ich fast ein wenig enttäuscht darüber, dass die Bilder meist ganz farben- und lebensfroh wurden. :-)
  • Wenn man möchte, kann man dem Bild auch einen Namen geben.
  • Wer sich schwer tut, seine Gefühle auf diese Weise auszudrücken, kann als Hilfe auch zuerst einen Kreis malen und dann erst drauf los zu malen. Der Kreis symbolisiert das Ganze, das Heil sein. Ein Kreis ist vollkommen, nichts fehlt.

In diesem Sinne hoffe ich eine kleine Anregung gegeben zu haben, vom Alltag ein paar Stunden abzuschalten, und vielleicht neue Seiten an sich selbst kennenzulernen.

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5 Kommentare


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#1
29.9.16, 20:42
Das ist eine gute Idee,danke für den Tipp! 👏 Das werde ich in den nächsten Tagen mal ausprobieren.😄
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#2
30.9.16, 07:14
Ich finde den Tipp auch Super. Kaufe mir noch heute eine kleine Leinwand und werde es ausprobieren. Farben habe ich schon da mein Sohn auch malt. Ich habe überhaupt kein Talent zum malen, mal schauen was rauskommt!! Danke Dir für diesen wundervollen Ratschlag.
#3
30.9.16, 15:18
@Olivenpflaume: keine Bange, einfach drauf los mit der Farbe! Im Zweifelsfall kann man später alles wieder weiß übermalen und hat eine neue Leinwand zur Verfügung. Bin selbst grad dabei "Werke" die mir überhaupt nicht zusagen auszusortieren. Die werden später dann übermalt.
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#4
30.9.16, 22:43
Ich bin eher pragmatisch und würde im Malen keine Erfüllung finden, denn ich bin mehr so für das Grobe und lass mal eben eine Wand einreißen, um sie dann woanders wieder aufzubauen.... 😂

Dich sehe ich aber aufgrund Deiner letzten Tipps durchaus als eine Person auf der Reise, auf der Suche und das Malen ist eine guter Weg zur Selbstfindung.

Dass Deine Bilder farbenfroher und fröhlicher wurden als Dein Gefühl während des Malens, deute ich als sehr positives Zeichen und viel mehr als dieses Malergebnis braucht es nicht zur Selbstfindung. 👌
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#5
1.10.16, 08:56
@xldeluxe_reloaded: Auf der Reise sind wir doch alle. Ich bin schon auf der Suche, aber nicht mehr nach dem: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Was will ich? usw. Diese Dinge habe ich für mich schon lange geklärt. Heute bin ich auf der Suche nach Wissen. Ich bin halt sehr neugierig. Für jeden ist das Malen wohl nichts. Obwohl ich damals einen Freund aus der WG zum malen motivierte, einfach nur weil ich selbst was malte. Er hatte gerade Liebeskummer und war mitten in der Trennung. Sein Bild gemalt mit Buntstifte war echt erstaunlich schön anzusehen und hat mich sehr berührt. Das hat ihm damals auch geholfen denke ich es aufs Papier zu bringen.

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