Ist Zucker schlecht für die Zähne und die Knochen?

NJAMNJAM. Lecker. Leider steckt in dieser Puderzuckerbombe jede Menge Zucker. Und der richtet in unserem Körper einiges an.
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Bei uns seid mittwochs endlich einmal Ihr Kids an der Reihe! Unsere Lotte weiß nämlich ganz genau, dass es auf der Welt ziemlich viele unlogische und rätselhafte Dinge gibt. Deshalb hilft sie euch gerne bei der Suche nach Antworten.

Heute fragt Anna, 11 Jahre, aus Brackenheim:

„Ist Zucker schlecht für die Zähne und die Knochen?“

Lotte weiß, dass die Welt der Erwachsenen manchmal seltsam ist.Liebe Anna,

Kandis, Traubenzucker, Honig … die meisten Menschen lieben es süß. Kirschkuchen, Schokopudding, Nougat … hmmmm! Ich bin auf jeden Fall so eine Zuckerschnute. Allerdings ist Zucker nicht gleich Zucker. Es gibt unglaublich viele Varianten. Aber wie gut oder schlecht sind die für unsere Zähne und Knochen?

Schauen wir uns doch mal den Zucker an, den deine Oma vielleicht in einer Dose auf dem Tisch stehen hat: den weißen Haushaltszucker. Der besteht aus Fruktose und Glukose. Wären wir Dichter:innen, würden wir jetzt einen schönen Reim mit „geht in die Hose“ und „schöner Franzose“ machen. Aber wir bleiben lieber beim Zucker.

Der weiße Haushaltszucker steckt in unglaublich vielen Lebensmitteln. Schnapp dir zum Beispiel mal eine Packung mit Toastbrot. Da steht hinten drauf: „Kohlenhydrate – davon Zucker“. Huch! Wer denkt denn bei Toastbrot an Zucker? Blöd ist, dass der zusätzlich auch noch in anderen Zutaten in deinem Toast steckt und gar nicht angegeben wird. Gründe für den Zucker in vielen Lebensmitteln gibt es übrigens viele: Er schmeckt lecker, macht haltbar und ist billig.

Was macht denn Zucker im Toast? Schau dir auf der Rückseite von Verpackungen doch einfach mal an, wo überall Zucker drin steckt.

Leider kann Zucker in unserem Körper auch einen ganz schönen Schlamassel anrichten. Viele Leute essen zum Beispiel Süßigkeiten, wenn sie müde sind. Der Zucker gibt uns nämlich Energie und macht uns wach. Doch dieses Wach-Sein hält nur kurz an. Man sagt: Unser „Blutzucker“ steigt, bevor er wieder fällt. Und wir werden wieder müde. Da siehst du den Teufelskreis ganz gut: müde-Schoko-müde-Schoko und so weiter.

Dass Zucker dick macht, wusstest du sicher vorher schon. Jetzt weißt du auch, dass er nur kurz wach, dann aber wieder müde macht – und du regelrecht süchtig nach ihm werden kannst. Allerdings richtet er im Körper noch viel mehr an. Wenn uns die Haare ausfallen, unsere Haut schlecht wird, wir schlecht schlafen oder häufig krank sind, sollten wir darüber nachdenken, ob wir zu viel Zucker essen.

Verputzen wir tatsächlich zu viel Zucker, ist das natürlich auch für unsere Zähne schlecht. Bei Karies hilft nur der Bohrer beim Zahnarzt. Und genau so, wie Zucker unsere Zähne angreift, geht er auch auf unsere Knochen los. Denn Zucker zerstört Mineralien. Und die brauchen wir nun mal für unsere Knochen. Ist der Blutzucker länger zu hoch, können unsere Knochen brüchig werden.

Klar. Schokolade schmeckt lecker. Wenn du aber weißt, dass du davon regelrecht süchtig werden kannst, schmeckt der Apfel besser.

Am Besten passt du deshalb auf dich, deine Zähne und deine Knochen auf, wenn du beim Essen auf die Zutaten schaust – und deine Eltern nach verstecktem Zucker fragst. Toll sind Lebensmittel, die dir ohne Verstecke Energie geben – wie zum Beispiel Obst. Also schlag deine Zähne doch einfach mal in einen leckeren, saftigen, knackigen Apfel und lass die blöde Schokolade links liegen. Damit wirst du auch wieder wacher – aber ganz ohne Haarausfall und Pickel.

Ich hoffe, ich konnte dir ein kleines bisschen weiterhelfen. Hast du noch andere Fragen? Dann kannst du sie mir gerne schicken.

Bis nächsten Mittwoch

Deine Lotte

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