Salatsauce

Jo's pikante Männer-Salat-Sauce

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So, wiedermal ein Rezept für Männer (und natürlich auch für Frauen, aber die können sowas einfaches wie Salatsauce doch auch ohne Anleitung, wir sind doch die Anti-Köche... obwohl die meisten "Määääätresse" ja Männer sind... naja wir sind hier ja nicht im Geschlechter-Vergleichs-Test...). Ich nenne sie "Männer-Rezepte", weil ich versuche nicht nur das eigentliche Rezept wiederzugeben, sondern auch die benötigte Hartwär ;-) zu beschreiben.

Die Salat-Saucen-Rezepte im Internet waren mir immer ein bisschen zu kompliziert. Und richtig "pikant" waren sie auch nicht. Also hab' ich mal ein bisschen probiert und eine Sauce gebaut, die erstens einfach zu basteln ist und zweitens nur 10 Minuten dauert (OK... mal abgesehen von der Ruhezeit in der Kälte).

Wie immer gilt:

ALLES ersteinmal durchlesen, einkaufen und ab dafür. Warscheinlich dauert das Lesen länger als das Machen.

Nur Mut und ihr könnt mit der Sauce beeindrucken (haben mir meine Tester Elke und Norbert auf jeden Fall bestätigt).

Gerätschaften (Hartwär):

  • 1 Rührschüssel (ca. 20 cm Durchmesser, ca. 13 cm hoch)
  • 1 normale Tasse
  • 1 Küchenreibe (womit man auch Kartoffeln reiben würde)
  • 1 Knoblauchpresse (aber nur wenn ihr den Knoblauch nicht reibt)
  • 1 scharfes Küchenmesser (zum Schälen der Zwiebeln und des Knoblauchs)
  • 1 großer Schneebesen
  • 1 Teelöffel (TL)

Zutaten

  • 1 Zwiebel, fein gerieben (Größe so ungefähr Billardkugel)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gerieben oder gepresst
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Zucker
  • 1 TL scharfer Senf
  • 1 TL Pfeffer, schwarz, gemahlen
  • 1 TL Cheyenne Pfeffer (für die Schärferen unter euch)
  • 1 Tasse Öl (mein Favorit ist Sonnenblumenöl, Raps- oder Olivenöl geht aber auch)
  • 3/4 Tasse Essig (ich nehme Brandweinessig, aber da scheiden sich ja die Geschmacksgeister)
  • 1/2 Tasse Tomatenketchup (ganz normalen, nich' Curry oder andere Geschmacksrichtung)
  • 1 Tasse Remoulade
  • 200 g Schlagsahne (das ist so die gebräuchlichste Verpackungseinheit, bisschen mehr oder weniger maxnix)

Zubereitung

Die Zwiebel mit dem Küchenmesser schälen und oben den Zipfel und unten den Strunk abschneiden. Die Knobi-Zehen pellen (kleiner Tipp: Knoblauchzehe auf den Tisch legen und mit der flachen Seite des Messers einmal kurz draufdrücken, bis es "knack" macht. Dann kann man die Pelle ganz einfach abnehmen) und den kleinen Strunk kappen.

Eine kleine Tasse (also eigentliche eine normale, nur, seitd wir alle aus diesen Kaffee-Eimern trinken, sei der Hinweis gestattet) 3/4 mit Essig füllen. Den abgemessenen Essig in die Rührschüssel geben.

Jetzt kommt der schwierigste und gefährlichste Teil (wenn jetzt im Hintergrund James-Bond-Musik läuft, passt alles!): Das "Große Reiben"!

Die Küchenreibe (wer das Glück hat eine exklusivere Version mit Fingerschutz zu haben... so wie ich... der sollte diesen jetzt zum Einsatz bringen) auf die Schüssel legen. Die Zwiebel wird nun, bis auf ein Reststück, in den Essig gerieben (jetzt werden einige sagen: "Die kann man doch auch in einer Küchenmaschine zerkleinern." Kann man, soll man aber nich'. In der Küchenmaschine wird die Zwiebel evtl. zu "breiig". Mit der Reibe wird es fein aber noch grob genug. Is' nur ein Tipp.).

Tja und jetzt das Ganze mit den Knobi-Zehen wiederholen. Also ich kann nur raten es mit einer Presse zu machen aber die hat ja nich' jeder so im Schrank liegen.

Als nächstes Salz, Zucker, Senf, Pfeffer und wer's schärfer mag, auch den Cheyenne-Pfeffer in die Schüssel geben.

Wer meine Rezepte kennt, der weiß was jetzt kommt... RICHTIG: RÜHREN! Also den Schneebesen in den Greifer und Kniegas. Die Zutaten so richtig schlagen, immer weiter, immer weiter und weiter... so lange bis man das Stechen in der Nase fast nicht mehr aushält (glaubt mir, ihr werdet es spüren, wenn eure Nasenhaare eine kostenlose Dauerwelle erhalten). Heißt also: Wenn das Gemisch so richtig schön schaumig ist, dann könnt ihr so langsam aufhören.

Kommen wir zur finalen Befüllungsorgie. Wenn ihr jetzt die Reihenfolge befolgt, werdet ihr am Ende wissen, warum die Reihenfolge wichtig war (es sprach der Weise aus Essen... öhm ich wohne wirklich in Essen). Nun gut: Unsere universale Maßtasse zuerst mit der angegebenen Ölmenge füllen (nicht bis zum Rand, sondern so als ob man Kaffee einschenkt). Danach den Ketchup abmessen und... flup... in die Schüssel geben. Jetzt die Remoulade in die Tasse und in die Schüssel flutschen lassen. Und jetzt wisst ihr auch warum die Reihenfolge wichtig war: Es bleiben fast keine Ketchup- oder Remouladenreste in der Tasse.

Und nun wieder zu unserer Lieblingsbeschäftigung: Dem Rühren. Und ich meine nicht nur rühren, ich meine REDAA (Rührt Euch Den A.... Ab). Es muss wirklich alles so richtig verquirlt sein. Schaumig, sämig, gut. Zum Schluss die Sahne rein, nicht vorsichtig... einfach rein.

Tja... und was soll ich sagen... GIB GAS und RÜHRE! RÜHRE! RÜHRE!

Wenn ihr als Ergebnis eine rosa-farbene, mit kleine schwarzen Punkten versetzte, leicht sämige Masse habt, ja dann habt ihr wohl alles richtig gemacht.

Nachdem die Sauce nun so lange von euch durcheinander gewirbelt wurde, darf - und muss - sie ausruhen. Soll heißen, ab in den . Für MINDESTENS 1 Stunde (sollte so richtig kalt sein).

Wenn ihr sie dann als Salatsauce oder Dip oder über Pellkartoffeln vernaschen wollt, dann vor dem Genuss nochmal gut durchrühren (ja ja, ich weiß... ich bin ein Rühr-Fetischist). In einem verschlossenen Behälter hält sie sich so ca. 1 Woche im Kühlschrank.

Übringens, meine Testerin Elke sagte sofort: "Hmmmmm... und jetzt mit Feldsalat, ausgelassenen Speckstückchen und Schmorzwiebeln...". Wenn DAS nicht eine geile Eingebung war, dann weiß ich auch nicht.

Ein Bild hab' ich jetzt keins gemacht. Weil 'ne Sauce ist eben eigentlich nur Beigabe. Is' ja nicht so wie ein Ochse in Aspik, da hätte ich auch ein Foto eingestellt.

Also: Haut rein!

  • Zubereitungsdauer: 10 Min.
  • Ruhezeit: mind. 1 Stunde
  • Haltbarkeit: gekühlt ca. 1 Woche
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