(Kürbis)-Urdinkelbrot frisch aus dem eigenen Backofen

Die Urdinkelbrote schmecken super lecker und süßlich nussig. Außen sind sie recht knusprig und innen super saftig.
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Zubereitungszeit

Zubereitungsdauer
Koch- bzw. Backzeit
Ruhezeit
Gesamt

“Dinkel ist das beste Getreide, fettig und kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner. Es verschafft dem, der es isst ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut. Die Seele des Menschen macht er froh und voll Heiterkeit. Und wie immer zubereitet man ihn isst, sei es als Brot, sei es als andere Speise, ist er gut und lieblich und süß.” (Hildegard von Bingen)

Kennt ihr eigentlich den Unterschied zwischen Urdinkel und „normalem“ Dinkel? Produkte aus Urdinkel bestehen ausschließlich aus nicht mit Weizen gekreuzten Dinkelsorten. Deswegen ist der Urdinkel für Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, leichter verträglich und verdaulicher als sonstige angebotene Dinkelsorten! Als Beispiele für Urdinkelsorten gelten Bauländer Spelz, Oberkulmer Rotkorn, Roter Tiroler sowie Ebners Rotkorn.

Urdinkelbrot findet man nicht in jeder Bäckerei. In ein paar Bäckereien habe ich es gefunden und letztlich ausprobiert. Das Brot hat so köstlich geschmeckt, dass es zu meiner neuen Leidenschaft geworden ist. Außerdem hat ein Urdinkelbrot eine lange Verzehrfrische.

Zuhause habe ich versucht, es selbst genauso lecker nachzubacken. Die beiden Urdinkelbrote (mit und ohne Kürbisfruchtfleisch) haben mir einfach toll gelungen. Die ganze Wohnung hat so herrlich aromatisch geduftet! Die Brote haben super lecker und süßlich nussig geschmeckt. Außen waren sie recht knusprig und innen super saftig. Aus all diesen Gründen möchte ich mein Rezept unbedingt mit euch teilen:

Zutaten für den Teig (später in 2 Hälften geteilt)

  • 300 g Vollkorn Dinkelmehl (100 % Urdinkel)
  • 400 g helles Dinkelmehl (100 % Urdinkel)
  • 2 TL Salz
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 1 Beutel Trockenhefe (à 7 g)
  • ca. 300 Ml Wasser, lauwarm
  • 150 g Magerquark
  • Mehl zum Formen
  • Olivenöl zum Bestreichen

Für die zweite Hälfte des Teiges:

  • 150 g Kürbisfruchtfleisch (gegart)

Zubereitung

Zunächst habe ich den Hokkaido-Kürbis vorbereitet. Bevor er klein geschnitten wurde, habe ich ihn halbiert und mit einem Teelöffel von Fasern und Kernen befreit. Danach habe ich eine Hälfte geschält und das Kürbisfruchtfleisch gewürfelt. Die vorbereiteten Würfel habe ich bedeckt mit Wasser in einem mit halb geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten gegart. Die gekochten Würfel habe ich mit einem Stabmixer püriert. Die zweite Kürbishälfte habe ich abgedeckt mit Frischhaltefolie in den Kühlschrank gelegt, da ich schon genug vom Kürbisfruchtfleisch hatte.

Die durchgesiebten Urdinkelmehle habe ich mit 2 TL Salz in einer großen Schüssel gemischt. Die Hefe habe ich in 300 ml lauwarmen Wasser aufgelöst und zum Mehl hinzugegeben. Danach habe ich noch den Honig und den Magerquark zu allen Zutaten hinzugefügt. Alles wurde zu einem geschmeidigen Teig geknetet. Die glatte Teigkugel habe ich in 2 Hälften geteilt. Eine Hälfte des Teiges habe ich wieder zurück in die Schüssel gelegt. Zur zweiten Hälfte habe ich das Kürbispüree und noch ein bisschen Mehl hinzugefügt und nochmals geknetet. Ihr könnt immer noch etwas Mehl hinzufügen, falls beide Teighälften zu breiig sind. Das Wichtigste ist, dass der Teig nicht an den Händen klebt, elastisch und weich ist!

Die beiden Teighälften habe ich zugedeckt ca. 50 Minuten gehen lassen. Danach wurden sie wieder kräftig durchgeknetet und für weitere 30 Minuten gehen gelassen.

Die aufgegangenen Hälften habe ich aus der Schüssel genommen und auf ein wenig Mehl zu Strängen geformt. Die Oberflächen habe ich mit Olivenöl bestrichen und auf einem mit Backpapier belegten Blech in den vorgeheizten Backofen für etwa 40 Minuten geschoben.

Den Backofen habe ich bei 180 °C vorgeheizt. Die ersten 10 Minuten habe ich die Brote bei Heißluft gebacken. Anschließend habe ich die Backofentür für ein paar Sekunden geöffnet, um Dampf weichen zu lassen. Nach dem Schließen der Backofentür habe ich die Brote mit Ober-/Unterhitze weitergebacken. Die letzten 5 Minuten habe die Temperatur auf 230 °C erhöht, damit bei den Strängen eine dicke Kruste entstand. Nachdem die Brote fertig gebacken waren, habe ich sie noch für 10 Minuten im abgeschalteten Backofen liegen gelassen. Danach beim Entnehmen habe ich sie mit kaltem Wasser besprüht und auskühlen lassen.

Guten Appetit und genießt euer selbst gebackenes Brot mit einem leckeren Aufstrich!

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