Maibock in Apfel-Cranberry Sauce

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Am 1. Mai endet die Schonzeit für Rehwild. Dann gibt es wieder die besonders zarten Maiböcke.

Wir nehmen eine Rehkeule und lösen die selbige aus. Auf Wunsch macht das auch der Metzger oder Wildhändler. Ich mariniere Wild grundsätzlich nicht um den guten Wildgeschmack zu erhalten. Die Keule wird rundherum mit einer Mischung aus Salz/Pfeffer, etwas Piment und zerstoßenem Lorbeer eingerieben.

In einen Bräter geben wir den Knochen mit 2 bis 3 entkernten und in große Spalten geschnittenen Äpfeln, dazu ca. 200 g getrocknete oder TK- Cranberries, ein paar größere Karottenstückchen, ein L Glühwein. Damit die spätere Sauce sämig wird (ohne Mehl!) legen wir noch 2 bis drei geschnittene Kartoffeln dazu.

Das Fleisch (ohne Anbraten) in den Bräter geben und bei ca. 140 Grad gaaanz langsam vor sich hinschmurgeln lassen. Je nach Dicke der Keule ca. 2,5 bis 3,5 Stunden. Ab und an mit der Flüssigkeit übergießen. Den Deckel auf dem Bräter lassen! Falls nötig etwas Brühe nachgießen- oder etwas Wein noch dazugeben.

Wenn die Keule fertig ist, (Garprobe machen!) aus dem Bräter nehmen und im ausgeschalteten Ofen warm stellen.

Den Knochen aus dem Bräter entnehmen. Flüssigkeit abgießen. Zum Abbinden der Sauce etwas von dem Schmorobst/Gemüse pürieren und damit die Sauce binden.

Falls man mehr Sauce möchte, z.B. für Spätzle mit Wildsauce am nächsten Tag, kann man auch mit etwas Cranberriesaft verlängern. Ein bissel leicht geschlagene Sahne dazu und fertig ist ein wunderbares Maibockgericht. Dazu serviere ich gerne angebratenen Rosenkohl und gute Spätzle.

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9 Kommentare


#1
16.4.12, 11:21
Lecker!!
Für neue Rezepte für Wild bin ich immer zu haben - und dieses hier hört sich besonders lecker an! Auf die Idee, statt Rotwein Glühwein zu nehmen, bin ich noch nie gekommen, aber es ist ein richtig guter Tipp!
#2 wurst
16.4.12, 14:25
Maibock und Glühwein zu süß ,dann noch so lange im Ofen,Maibock am besten Kurz braten.

Und noch eine Frage was machst du mit den restlichen Knochen aus der Keule?
Und so nebenbei Knochen für Soße besser klein hacken und kräftig anbraten.
#3 erselbst
16.4.12, 14:37
@mops: du wirst sehen durch den glühwein bekommt die sauce so einen richtigen "pfiff"! und gerade bei wild mag ich den etwas fruchtigen geschmack durch das obst.
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#4
16.4.12, 14:43
@erselbst: Das mag ich auch und finde schon immer, dass Wild und Obst zusammengehören.

So ganz nebenbei: du und wurst, ihr liebt euch nicht gerade, was?

@wurst: Kannst du erselbst nicht leiden? Nicht böse gemeint, aber mir ist aufgefallen, dass du bei seinen Tipps stets sehr kritische Kommentare schreibst. Oder ist das gar nicht so gemeint?
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#5 erselbst
16.4.12, 14:54
@mops: doch doch, das meint er schon so!! aber man muß ja nicht sich mit allen verstehen. wie sagte schon franz josef strauß " everbodys darling ist everybodys depp"--und das brauche ich nicht! freut mich aber, dass dir das rezept gefällt. koche es einmal nach--du wirst staunen! und wichtig ist halt auch niedrige temp. und dafür entsprechende zeitdauer. das fleisch wird superzart. früher nannte man diese art auch "löffelwild"--weil man es (fast) ohne messer essen kann.
#6 wurst
16.4.12, 15:19
Also bei mir hat eine Keule Schlossknochen Röhrenknochen und Haxe dem kleinen Knochen an der Nuss nicht vergessen :-)) auserdem Sehnen und Flechsen vom parieren.
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#7 wurst
16.4.12, 19:38
@wurst: Kannst du erselbst nicht leiden? Nicht böse gemeint, aber mir ist aufgefallen, dass du bei seinen Tipps stets sehr kritische Kommentare schreibst. Oder ist das gar nicht so gemeint?

@mops: Sind nur gut gemeinte,Ratschläge und Verbesserungen/Berichtigungen.
Aber seine Antworten sind schon unterste Schublade. :-(((
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#8
16.4.12, 20:08
ich setze 5 € auf erselbst ...
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#9 erselbst
16.4.12, 20:10
@Agnetha: ich erhöhe auf € 50.--

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