Beim Mixen sollte in der Flüssigkeit erst ein Strudel erzeugt werden, der die harten Zutaten dann mit Schwung unter die Messer zieht.

Smoothie Mixer richtig befüllen

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Smoothies liegen im Trend – Internet und Zeitschriften sind voll mit leckeren und gesunden Rezepten. Als ich mir einen Mixer anschaffte, fand ich dabei keine Anleitung, in welcher Reihenfolge ich die Zutaten einfüllen sollte. Falls ihr auch gerade damit anfangt, helfen euch vielleicht folgende Tipps.

Reihenfolge der Befüllung kommt auf Mixer an

Bei meinem Gerät wird der Smoothie direkt in der Trinkflasche zubereitet. Die Flasche wird stehend befüllt und anschließend zum Mixen umgedreht. Bei Rezeptangaben und vorgegebener Reihenfolge für einen Standmixer beachte ich daher, dass ich meinen Mixer in entgegengesetzter Reihenfolge befülle.

Härtere Zutaten richtig platzieren

Man könnte denken, die harten Sachen müssen möglichst nahe an den Schneidemessern platziert werden und die weichen weiter weg – genau das Gegenteil ist jedoch der Fall: Beim Mixen sollte in der Flüssigkeit erst ein Strudel erzeugt werden, der die harten Zutaten dann mit Schwung unter die Messer zieht.

Das bedeutet im Falle meines Geräts und ähnlicher Smoothie-Maker: Flasche hinstellen und als erstes die harten Zutaten wie Nüsse, Samen, Kakaobohnen – ja, das geht auch! – einfüllen, dann die mittelharten wie Fenchel, Paprikaschote, Apfel etc. und am Schluss die weichen wie Birne, Trauben oder Banane oben drauf.

Noch Platz im Behältnis lassen

Je kleiner die Sachen geschnitten werden, desto mehr passt in die Trinkflasche beziehungsweise in den Mixer. Jedoch sollte das Behältnis nicht bis an den Rand befüllt werden. Zum einen, damit noch Flüssigkeit hineinpasst und zum zweiten, damit die Messer gut arbeiten und den Strudel erzeugen können. Sobald alle Zutaten aufeinander geschichtet sind, wird das Ganze mit Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, aufgefüllt – ebenfalls nicht ganz voll.

Die richtige Konsistenz will geübt sein

Am Anfang habe ich den Fehler gemacht, dass meine Smoothies zu dickflüssig waren. Je dünnflüssiger, desto besser lassen sie sich mixen und damit auch direkt aus der Flasche trinken. Ein weiteres Malheur ist mir bei der Verwendung von Milch passiert. Sie schäumt beim Verquirlen auf und sollte immer noch mit Wasser verdünnt werden.

Nach dem Verschrauben, Drehen und Aufsetzen wird gemixt

Die fast volle Mixflasche wird nun fest mit dem Messerverschluss verschraubt, an dem das Verbindungsstück zum Motorteil angebracht ist. Jetzt die Flasche umdrehen – die harten Zutaten befinden sich jetzt ganz oben, am weitesten von den Messern entfernt – in den Motorblock schrauben und je nach Inhalt mindestens 20 Sekunden mixen. Nur so werden die Bestandteile richtig gut aufgespalten und wirklich fein püriert.

Keine Angst übrigens vor dem Erwärmen

Es dauert wirklich sehr lange, bis der Smoothie durch die Rotation warm wird, insbesondere wenn einige Zutaten aus dem Kühlschrank kommen. Zur Abkühlung können auch Eiswürfel oder gefrorene Zutaten (zum Beispiel Tiefkühl-Beeren) hinzugegeben werden. Die sind wiederum hart, also bitte weit weg von den Messern platzieren.

Mein Obst-Gemüse-Smoothie

Im Bildbeispiel seht ihr die Zutaten für einen meiner typischen Obst-Gemüse-Smoothies: ganz unten Ingwer und Karotten, dann Gurke und Paprika (beides mit harter Schale) und ganz oben Trauben.

Sollen noch Weizenkleie, Weizenkeime, Leinschrot oder ähnliches hinzukommen, die nicht zerkleinert werden müssen, gebe ich sie als letzte Zutat drauf. Hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen, oft werden sie zur Dekoration nach dem Mixen verwendet. Bei mir werden sie schön untergemischt und haben gegebenenfalls noch Zeit zum Aufquellen. Zuletzt fülle ich mit Wasser und Zitronensaft auf, bei Karotte darf bei mir auch noch ein Spritzer Öl rein.

Alles in allem: Die Handhabung ist leicht, und am Schluss wird einfach der Deckel mit Trinköffnung drauf geschraubt.

Tipp der Redaktion:

Für Smoothies empfehlen wir den praktischen WMF Kult X Mix & Go

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6 Kommentare


1
#1
11.5.17, 19:47
Hastia, danke für die Info. Ich habe es immer umgekehrt gemacht. Weil ich dachte, die härtesten Inhalte möglichst nah an die Messer. 
Jetzt werde ich es umgekehrt probieren. 

Danke für den Tipp.. 👍
#2
11.5.17, 19:48
Ich hab zwar keinen Smoothie-Maker, sondern einen Standmixer - mit dem kann man auch Smoothies mixen, jahaaa!😉 -, aber dass man die harten Sachen wie Möhren nicht unten rein füllen sollte, sondern lieber zuerst weichere Obst- oder Gemüsesorten, ist mir auch recht schnell aufgefallen. Ansonsten quält sich das Schneidwerk und es fängt vor Mühe fast an zu qualmen. So muss man sich das Gerät ja nicht kaputt machen.
#3
11.5.17, 20:06
Danke für diesen für mich sehr brauchbaren Tipp-ich habs mit dem Befüllen doch tatsächlich immer verkehrt gemacht🙆Dabei klingt es so logisch...
jetzt wo mans liest😶
3
#4
11.5.17, 23:44
Bei Smoothies sollte man auch immer mal daran denken, dass das Schreddern keine Kalorien zerstört und damit das Getränk vom Energiegehalt mindestens ein oder zwei große Mahlzeiten am Tag ersetzt. Denkt mal darüber nach, ob ihr die selbe Menge Obst und Gemüse auch essen würdet, wenn sie nicht püriert sind ... 
#5
13.5.17, 13:17
Danke für deinen hilfreichen Tipp. Kann ich alles sofort nachvollziehen. Beim Lesen habe ich noch ganz nebenbei jede Menge Inspiration für die Zutaten-Kombination bekommen. Klingt sehr lecker. Danke auch, dass du deine Erfahrungen teilst! 😋
#6
14.5.17, 22:51
Danke für den Tipp mit der richtigen Reihenfolge des Einfüllens!
Ich habe den Smoothiemaker von WMF. Was ich beim Kauf nicht bedacht habe, ist, dass der Becher schmal und hoch ist und somit das vollständige Entleeren und Reinigen schwierig. Würde ich nochmal einen kaufen, dann lieber einen mit kürzerem und breiterem Becher.

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