Gesundes Hackfleischgericht mit Gemüse: Für Kinder und Jugendliche.
3

So kriegt man Kinder & Jugendliche dazu Gemüse zu essen

Jetzt bewerten:
3,9 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Zeit

Zubereitungszeit:
Koch- bzw. Backzeit:
Gesamtzubereitungszeit:

Ich hab meine Stiefsöhne mit folgendem Rezept dazu gebracht, dass sie auch Gemüse und Zwiebel essen. Nach dem Motto: Wenn sie es nicht sehen, ist es auch nicht da.   

Fleischsugo mit Spaghetti (alles ca. Angaben, bitte seid kreativ beim Kochen und nehmt nicht alles so aufs Gramm genau.

Zubereitung

  1. Zwiebel und feinwürfelig geschnittenes Wurzelgemüse anrösten, Zucchini dazu mitrösten, mit Tomatensauce aufgießen, mit Wasser verdünnen. Ein halber Suppenwürfel rein.
  2. Mit Kümmel, Knoblauch, Pfeffer, Oregano, Majoran, Muskatnuss und Salz würzen. Alles ca. 10 Minuten kochen, bis das Gemüse weich ist. 
  3. Dann und das ist der Geheimtipp an dieser Sache: alles mit dem Pürierstab fein mixen.
  4. Faschiertes Fleisch extra anrösten, da kann man auch Putenfleisch oder Hühnchen nehmen oder eben Sojagranulat, welches aber vorher eingeweicht werden muss. Das kommt es in die fein gemixte Sauce und wird noch weitere ca. 10 Minuten gekocht.
  5. Evtl. noch nachwürzen und mit Mehl stauben, wer es gerne sämiger hat.
  6. Wer keine Zwiebel und Knoblauch mag oder nicht verträgt, lässt sie eben weg. Man kann statt der Zwiebel auch Lauch oder Jungzwiebeln in diesem Rezept verwenden.

Nudeln kochen. Fertig. Mahlzeit.

Von
Eingestellt am

50 Kommentare


1
#1
28.2.16, 07:39
So ähnlich habe ich es auch gemacht. Wenn die Kinder das Gemüse nicht sehen,bemerken sie es auch nicht.
Aber es gibt auch Kinder, die sich so nicht austricksen lassen, denen einfach der Gemüsegeruch schon nicht schmeckt.
8
#2
28.2.16, 08:40
Find ich persönlich nicht gut.
Was nicht heißen soll, dass man nicht auch mal was pürrieren kann. Ich hab dann aber immer dazu gesagt, dass da auch Zwiebeln etc. drin sind.
Am besten ist es wenn die Kinder in der Küche aktiv mithelfen.
3
#3
28.2.16, 09:08
Hier sei wohl auch angemerkt das ich zu meinen Jungs erst gekommen bin als sie schon 9 und 10 waren. Es war für mich, obwohl ich gelernte Köchin bin! - nicht so leicht die Kinder von etwas anderem als sie gewohnt waren zu überzeugen.
Die waren sozusagen fast fertig, das war echt keine leichte Zeit für mich. (nun sind sie 17 u. 18)
Immer wenn sie bei uns waren gab es dann das was sie wollten: Pommes, Nudel, Cevapcici, Iglo Fischstäbchen. Ich habe die Jungs ab und an gerügt, das es mit ihnen was das Essen/Kochen betrifft nicht so leicht sei. Da bekam ich einmal zur Antwort: Ich kann nichts dafür das es immer Pommes gibt. Das war dann für mich der Anlass mehr zu experimentieren und das kam dabei mitunter raus und das wollten beide dann auch wenigstens probieren. Ob jetzt deine Methode das die Kinder aktiv in der Küche mithelfen das richtige ist kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur das meine Jungs zwar immer behauptet haben das sie gerne was in der Küche helfen würden, dann aber doch lieber vorm PC saßen und froh darüber waren das mein Mann und ich alles vorbereiteten.
8
#4
28.2.16, 09:44
Unsere Kinder und Enkelkinder haben nie eine Extrawurst bekommen, sie hätten sich glaube ich auch nicht austrixen lassen. Auf ihren Tellern ist das Gleiche gelandet wie bei uns. Was sie nicht mochten, blieb dann eben liegen. Bei Kindern wechselt der Geschmack ständig. Was sie heute nicht mögen, lieben sie morgen. Irgendwann haben sie alle ohne meckern mitgegessen, natürlich wie auch bei Erwachsenen mit Vorlieben und Abneigung. Heute kochen sie selbst und es ist ihnen überlassen, wie sie es handhaben.
#5
28.2.16, 09:54
Die zwei auf dem Bild sehen jetzt aber nicht so überzeugt aus... ;-)
3
#6
28.2.16, 10:31
Hallo Upsi, bei mir haben sie alles was sie nicht gekannt haben nicht einmal gekostet. Es blieb alles unberührt am Teller liegen. Das war schon eine harte Probe für mich. Später aber wollten sie Chips haben....
Die beiden lieben schon immer Rindsuppe mit Frittaten. Als ich welche machte, sagten beide sie würden nur Suppe von Oma oder Mama mögen. Eines Tages haben mein Mann und ich gesagt, Oma hätte uns Suppe mitgegeben. ;-)
Sie haben sie hineingelöffelt und: "Hmmm Omas Suppe ist die Beste" gesagt! Dann haben wir die beiden aufgeklärt und ab da haben sie immer ohne meckern meine Rindsuppe gegessen. Und nun sagen sie: "Sally - deine Suppe ist die Beste!"
Aber ich glaube das sagen sie nun bei jedem wo sie gerade Suppe bekommen. ;-)
Da hast du voll Recht, liebe Upsi - einmal mögen sie was und ein anderes Mal nicht.
Das musste ich auch immer wieder feststellen. Mich beim nachfragen dann oft gewundert, das sie dann behauptet haben das sie zBsp. Zander schon immer lieben und gern essen würden, zuvor aber immer mit "Igitt verzerrten Gesicht" den Teller weg geschoben haben. Sie konnten sich daran gar nicht mehr erinnern obwohl nur 3 Wochen dazwischen lagen.
#7
28.2.16, 10:32
Liebe Zumselchen,
ich habe ja auch 2 Jungs! ;-)
#8
28.2.16, 11:31
Das ist schön für Dich, aber willst Du jetzt damit sagen, dass sich Mädchen weniger leicht überzeugen lassen? ;-)
2
#9
28.2.16, 11:40
@Sally75: ich denke, ich bin auch eine andere Generation und bei uns beschränkten sich die gemeinsamen Mahlzeiten meist auf das Wochenende und die Urlaubszeit. Kindergarten, Schule und Organisationen haben viel das Verhalten unserer Kinder geprägt, leider. Es war aber anders nicht möglich und trotzdem schwärmen meine noch heute von ihrer Kindheit.
2
#10 comandchero
28.2.16, 11:55
@Upsi: Genau, du hast recht! Ich finde es auch nicht notwendig, den Kindern irgendwas extra zu kochen. Sie holen sich schon, was sie brauchen. Was sie nicht mögen, das brauchen sie auch nicht! Ich sehe schon die schimpfenden Kommentare auf mich zukommen: "Kinder brauchen Gemüse!"
Ist das wirklich so? Wenn es so wäre, warum mögen sie es dann nicht? Nur mal so zum Nachdenken.
Ich habe immer etwas Obst parat liegen, jeder kann sich aus einer Obstschale nehmen, was er mag und wann er mag. Manchmal langt mein Größter zu Äpfeln. Viele Kinder mögen kein gekochtes Gemüse, bei Rohkost (Möhrchen, Gurke) greifen sie aber oft doch zu! Also gibt es 1 - 2mal in der Woche ein Tellerchen mit aufgeschnittener Rohkost für alle. Jeder kann sich nehmen oder auch nicht.
1
#11
28.2.16, 12:17
@comandchero: ich habe als Kind Obst und Gemüse gehasst. Hab mich nur von Kartoffeln und Soße ernährt. Geliebt habe ich nur Jagdwurst und Bockwurst. Bin aber auch groß und stark geworden.
3
#12
28.2.16, 12:59
Hallo @Zumselchen,
nein das hast du falsch verstanden.
Ich sag`s gleich: Ich habe diesen Tipp hier ohne Foto eingeschickt. Als es dann veröffentlicht wurde war eben dieses Bild von der Redaktion dabei.
Jetzt weiß ich endlich auch warum hier so viele professionelle Bilder bei vielen Tipps dabei sind. ;-)
Liebe @Upsi, Liebe @Comandchero,
Ich habe leider den "Fehler" gemacht und habe zeitweise viel zu viel Rücksicht auf die Wünsche der Kinder genommen. Ich wollte halt das sie abwechslungsreiche Mahlzeiten bekommen. Das war besonders am Anfang wie gesagt sehr schwer für mich weil sie fast gar nichts Neues annehmen wollten. Als Stiefmütterchen hat man`s mit Kindern offenbar noch zusätzlich ein wenig schwerer. :-(
Zeitweise habe ich eine Art Buffet gekocht, da war der ganze Esstisch voll mit verschiedenen Leckereien.
Die Mühe hat sich dann für mich aber gelohnt als ich sah das für jeden was dabei war das ihm schmeckte. Für die Kinder war`s auch ungewöhnlich und interessant zu sehen das man zu Hause auch so ein Buffet für sich selbst machen kann. :-)
Der jüngere hat übrigens eine Lehre als Koch begonnen. :-)
1
#13
28.2.16, 13:06
Bei mir war es als Kind komischer Weise so, das ich überhaupt kein Fleisch essen wollte. Einmal gab es bei uns gebackenen Parasol. Den liebte ich als Kind und auch noch heute sehr. Mir wurde damals gesagt dies sei ein Schnitzel. So haben sie mich dann ausgetrickst das ich später auch gebackenes Schnitzel vom Schwein gegessen hab. Vielleicht war`s falsch von meiner Mutter, vielleicht auch nicht, wer kann das schon mit Sicherheit sagen.
#14
28.2.16, 14:09
@Sally75: alles in Ordnung so wie du es machst, bist eben eine fürsorgliche Mami und jede Mutter weiss instinktiv, was ihrem Kind gut tut. Ich würde gerne manchmal die Zeit zurück drehen um mehr Zeit mit meinen Rackern zu verbringen. Leider werden sie viel zu schnell groß. Ich jedenfalls habe immer das getan, wovon ich glaubte das richtige zu tun und habe mir nichts vorschreiben lassen, was meine Kinder betrifft. Ein Sturkopf eben, aber ein lieber. Es hängt aber auch damit zusammen, daß ich eine Waise war und super schnell selbstständig sein musste.
#15 comandchero
28.2.16, 16:56
@Upsi: Genau! Viele vergessen, dass in Fleisch ja auch Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind, z.B. B-Vitamine, Eisen, Eiweiß...
#16 comandchero
28.2.16, 16:59
@Sally75: Chips sind aus Kartoffeln gemacht, die sind auch nahrhaft! Man mag es nicht glauben, aber da steckt auch Gutes drin. Deshalb wollten deine Kinder Chips haben! :-)
Ich kenne dieses Gefühl, wenn sie den Teller verschmähen und nichts essen. Das kann ganz schön nerven. Letztlich ist noch niemand vor vollem Teller verhungert.
4
#17
28.2.16, 17:31
ich habe meine 4 dazu gekriegt alles zu essen, weil jeden tag einer bestimmen durfte was gekocht wurde. die anderen mussten das natürlich auch essen. wenn einer mäkelte hiess es gleich: dann essen wir deins auch nicht, also wirds nicht gekocht.
3
#18 Ribbit
28.2.16, 18:15
@Upsi: jede mutter weiß instinktiv, was ihrem Kind guttut? Da seh ich aber ganz oft andere Beispiele.

Ich hab auch ein Kind, das kein Gemüse isst, außer Zucchinipuffer und Spinatspätzle. Und an Obst nur Äpfel, sonst kein Obst. Keine Ahnung, wie die groß und gesund werden/bleiben soll.

Ich geb mir inzwischen den Kampf nicht mehr, so nach dem Motto "iss jetzt die Möhrenscheibe, sonst ... kein Nachtisch/keine Gutnachtgeschichte / kein..." - es geht nicht. Das verleidet den Kindern noch das ganze Essen. Ich hoffe, es legt sich irgendwann, und sie holt sich aus meiner Hühnersuppe irgendwelche Vitamine :-D

zum Tipp: das geht schon, mal ne pürierte Gemüsesuppe ("Cremesuppe" heißt die dann bei uns) oder mal Gemüse in die Tom.soße reinpüriert. Aber sooviel an Vitaminen kriegen sie da auch nicht ab. Das Gemüse ist dann ja auch schon ziemlich "totgekocht".
Alles nicht so einfach...
2
#19
28.2.16, 18:16
Hallo @Upsi, danke ist voll lieb von dir! Was das Kochen für die Kinder betrifft, habe ich als "Eindringling" in meine nun neue Familie ja einiges an Arbeit gehabt. Es fing schon damit an, das die Kinder sich das Essen mit ins Zimmer genommen haben um am PC weiter gamen zu können und es gab kein gemeinsames Essen. Das habe ich nach und nach mit viel reden mit meinem Mann dann umgestellt. Nun ist es für uns alle normal das wir gemeinsam am Tisch sitzen und essen, reden und lachen. Du weißt ja bestimmt das man sonst nicht viel Gelegenheit bekommt aus einem Jugendlichen was raus zu bekommen. ;-)
2
#20
28.2.16, 18:26
Hi @Ribbit,
Zucchini und Spinat - offenbar mag er die grünen Sachen lieber. Ich war eine Zeit lang in Akkupunkturbehandlung also in der chin. Medizin TCM. Damals solle ich nur grünes, gekochtes Gemüse essen. Von daher glaub ich schon das Kinder wenn sie so halbwegs normal mit gekochtem Essen aufwachsen wissen was ihnen gut tut.
Zu der Hühnersuppe fällt mir ein: meine wollten ja auch kein Gemüse. Nun ist zumindest der Große die Karotten aus der Suppe mit. Ich denke aber dies hat viel mit der Vorbildwirkung zu tun. Wir alle essen die Karotten von der Suppe mit, irgendwann machen es die Kinder nach.
Oft genug gesehen haben sie es ja von uns.
Zwang beim Essen, also dieser Kampf von dem du schreibst das muss auch wirklich nicht sein.
Mir ist bewusst das du es nicht so gemeint hast wie folgende Geschichte von mir erzählt:
Ich musste als Kind immer essen, auch wenn`s mir nicht schmeckte. Eines Tages sah dies eine Freundin meiner Mutter und sie schritt da ein. Seit dem hat sie mich dann beim Essen in Ruhe gelassen und ich war mehr als froh darüber.
Zwang beim Essen ist etwas sehr schreckliches, da vergeht einem ja der Appetit.
1
#21
28.2.16, 18:32
Liebe @ comandchero,
in den Chips ist sicherlich auch viel Nahrhaftes drinnen. Doch der Hauptgrund warum sie es mögen ist sicherlich das es so knusprig und salzig ist. Hummer- und Garnelenchips und knusprige Sprotten essen sie da auch plötzlich.
1
#22
28.2.16, 18:46
@Sally75: die Pupertätsphase kann ich gut nachvollziehen, da haben mich meine oft zur Weißglut gebracht. Da muss wohl jeder durch und Glückwunsch, daß du das geschafft hast , daß die Kinder dich angenommen haben. Ist oft nicht einfach. Hauptsache ihr habt euch alle lieb, daß ersetzt so manches Vitamin. Weiterhin alles Gute.
3
#23
28.2.16, 18:50
Liebe @Upsi,
du hast eine wunderbare Art mein Herz zu berühren!
Danke.
:-)
2
#24
28.2.16, 19:45
@Upsi: wenn es so wäre, dass jede mutter instinktiv wüsste, was ihrem kind gut tut, gäbe es keine völlig fehl- und mangelernährten kinder, die schon bei der einschulung massives übergewicht haben und hier nicht einmal den geschmack der gängigsten obst- und gemüsesorten kennen. nicht, weil sie es ablehnen, sondern weil es das daheim nicht gibt. und es sind ja nicht nur die mütter für die ernährung zuständig, sondern auch die väter.

nicht jedes kind mag jede sorte, das ist in ordnung. man sollte jedoch dranbleiben und früh damit anfangen, damit sind die grundsteine schon gelegt. dass hier chips beklatscht werden, finde ich bedenklich.

es heißt ja immer, wir essen, was wir mögen. es ist jedoch wohl eher so, dass wir mögen, was wir essen. damit ist gemeint, was wir von klein auf gewohnt sind. ich würde gewiss nicht gebackene spinnen essen wollen, während sie in anderen teilen der welt eine delikatesse sind. und kinder ahmen eben auch recht viel nach und sind neugierig auf das, was die erwachsenen essen. wenn da kaum abwechslung besteht, sehe ich kaum möglichkeiten zur entwicklung.
#25
28.2.16, 20:39
@seidenloeckchen: man kann das alles nicht verallgemeinern. Meine Kinder sind inzwischen auch Grosseltern und ich denke ich bin und war eine gute Mutter und Oma, auch wenn ich ihnen kein Gemüse aufgezwungen habe. Übrigens kennen weder meine Kinder noch Enkel Krankheit, jedenfalls bis jetzt nicht und ich hoffe, es bleibt so.
2
#26 Ribbit
28.2.16, 20:56
Upsi, nein aufzwingen bringt nix. Aber immer wieder anbieten, und vormachen. Aber es dauert seehr lange, find ich. Mein Großer isst jetzt Rohkost und probiert vor allem auch mal was, was er noch nicht kennt.

Meine Mittlere ist da aber total dickköpfig. Aufzwingen geht nicht. Wie auch? :-D die Kids haben meist einen längeren Atem als die Mütter...

Witzig ist echt, dass sie die tiefgrünen Zucchinipuffer isst, aber wenn irgendwo etwas Petersilie drauf ist (die ja so gesund ist, seufz), popelt sie die gleich runter...
#27
28.2.16, 21:02
Die Vorbildwirkung in der Ernährung sollte wirklich nicht unterschätzt werden. Ich habe die interessante Beobachtung gemacht als Freunde der Kinder bei uns übernachtet haben. Ein Junge war dabei der hatte keinerlei Berührungsängste mit irgendetwas das ich gekocht hatte. Er hatte so großen Appetit auf alles und war so froh über all die Leckereien, das war direkt eine Freude mit an zu sehen.
Und das interessante war das dann unsere Burschen auch ihre Vorurteile dem Essen gegenüber abgelegt hatten und plötzlich mit mehr Genuss aßen. Ich konnte es nicht fassen, das hat mich so verwundert.
Die Mitschüler, Freunde, Großeltern also haben/können ebenso eine Vorbildwirkung haben nicht nur die Eltern, Geschwister.
#28
28.2.16, 21:18
Liebe @Ribbit,
mir hat damals die bei uns sehr geschätzte Ernährungswissenschaftlerin Nr. 1 "Sasha Walleczek" die eine Zeit lang eine Serie bei uns im TV hatte geholfen. Es ging da um Übergewicht bei Kindern aber auch bei Erwachsenen. Abnehmen ohne zu hungern. Sich richtig satt essen und trotzdem abnehmen.
Bei der Kostumstellung sagte sie es dauert bei Kindern sehr, sehr lange bis sie etwas neues annehmen. Man muss es immer wieder anbieten, irgendwann ist es für sie selbstverständlich es zu essen.
Das hat mir persönlich sehr geholfen durch zu halten.
Sie kann Leute sehr gut motivieren.
Wem es interessiert hier ein Link wer sie ist:
http://www.news.at/a/sashas-diaet-revolution-jetzt-ihre-kilos-mit-buch-tv-show-193989
Auf YouTube gibt es sehr viele Videos rund um die Ernährung, mit Tipps und Tricks.
#29
28.2.16, 21:41
Tja, die lieben Kleinen holen sich schon was ihnen schmeckt. Wir sind als Kinder durch Wald und Flur gestromert, haben Kirschen und Äpfel geklaut und wenn es bei Freunden mal eine Einladung gab, wurde alles gefuttert, was man zuhause verabscheut hat.Jedes Kind ist anders und jede Familie auch. Sicher sollte man als Vorbild wirken, blos selten klappt das wirklich.
#30
28.2.16, 22:26
Mein jüngster Sohn hat eine Zeit lang im Kindergarten zu Mittag gegessen. Dort musste er immer alles probieren. Aus einem Kind das eigentlich relativ gut gegessrn hat, wurde ein Ki d welches kein Gemüse und keinen Salat mehr gefessen hat. Da ich von Zwang nicht halte, gab es bei uns relativ oft Frikadellen. Dort habe ich dann mindestens die Hälfte Fleisch durch verschiedenstes Gemüse ersetzt, so hat er wenigstens doch Gemüse gegessen.
#31
29.2.16, 09:41
Bei meinen kindern musste ich gottlob nicht tricksen. Einer aß keine "Papkija" der andere keinen Spargel. Damit war ich zufrieden und konnte mich drauf einstellen. Jeder hat etwas, was er nicht mag. Bei mir sind es Schwarzwurzeln. Da grusel ich mich seit meiner Kindheit vor.

Bei meinen externen Gören musste ich auch tricksen. Die aßen noch lang nicht alles, und nicht nur ein Gemüse. Bei denen zog sich die Abwehrhaltung der Gemüse-Palette rauf und runter und das mal fünf Kinder. Da hab ich oft das Gemüse und Obst klein gewürfelt im Essen verschwinden lassen. Das änderte sich erst, als ich aus meinem Garten das eine oder andere Gemüse mitbrachte und die Kidz bei der Zubereitung mit einbezog.

Ich würde für mein Leben gerne wissen, was aus den Kindern geworden ist, und ob die wieder in ihr altes Ernährungsmuster zurückgefallen sind. Ich befürchte es stark.
#32
29.2.16, 11:17
Hallo @Mokraft, da sieht man mal wieder wie unterschiedlich die Kinder auf Zwang reagieren können. Dein Jüngster hat sich gesträubt und wollte dann gar nichts mehr davon sehen, weil er`s mit etwas Negativem verbunden hat. Bei der Sasha Wallecsek (Ernährungsberaterin Nr.1 in Österreich) geht es sehr viel darum, das Essen mit etwas Positivem zu verbinden.
Ich selbst esse nun obwohl ich Zwang am Essenstisch auch erfahren habe, alles essbare außer Austern. :-(
In meiner Lehrzeit als Köchin wurde diese Eigenart alles zu probieren bei mir immer sehr geschätzt, weil viele Jugendliche eben nicht dazu bereit sind. Mein Jüngster Sohn lernt ja auch Koch, nun mit 17 probiert er wenigstens alles das er noch nicht kennt. ;-)
1
#33
29.2.16, 11:28
Liebe @Eifelgold,
warst du Tagesmutter?
Irgendwo in diesen Kinderseelen hast du sicherlich den Abdruck und die Erinnerung hinterlassen das Gemüse auch gut sein kann. Und wenn auch nur einer dabei sein sollte der heute so denkt weil er es bei dir erfahren durfte, dann hast du schon sehr viel bewirkt!
Die Idee mit dem Gemüse aus dem eigenen Garten ist natürlich das optimale für Kinder. Für Stadtkinder ist es schon schwieriger oder aber auch für Kinder wo es zu Hause keinen Gemüsegarten gibt. Keine Oma die einem zeigt wie die Kartoffeln oben aussehen. :-(
Mir wurde all das als Kind gezeigt, meine Mutter und meine Oma mütterlicherseite hatte einen großen Gemüsegarten, die andere Oma war Bäuerin - diese zeigte mir Felder mit Kartoffeln, Weintrauben, Weingartenpfirsiche usw. Ich kann mich noch gut an dem Tag erinnert (das ist voll arg da war ich erst ca.10) wo mir diese Oma das Kartoffelfeld gezeigt hat. Sie fragte: Weißt du was das ist? Ich schüttelte verneinend den Kopf. "Das sind Kartoffeln" schon zog sie an der Pflanze und es kamen viele Kartoffelknollen zum Vorschein. Für mich war das ein Wunder! Heute bin ich leidenschaftliche Kartoffel-Esserin und Gärtnerin. :-)
6
#34
29.2.16, 11:41
Diesen Tipp verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz. Wenn ich meine Enkelinnen sehe (2 und 1 1/4 Jahre), wie sie mit Genuss Gemüse und Obst verputzen . . .
Es wird mMn oft zu viel "Bohei" ums Essen gemacht. Kinder sind Nachahmer. Wenn die Eltern "demonstrieren", wie gut es ihnen schmeckt, gibt es meist kein Problem.
1
#35
29.2.16, 13:33
@Spectator: So einfach ist das Leben also!
Schön wär`s. Ich kenne aber einige Gegenbeispiele gegen Deine These.
Trotzdem bin ich auch der Meinung, daß man das richtige Essen vorleben soll, damit die Kinder sich daran als etwas Selbstverständliches gewöhnen.
1
#36
29.2.16, 14:19
@Maeusel: Klar, wie immer bei Thesen. Jedes Kind ist anders, zum Glück.

Was aber das "richtige Essen" ist, darüber gehen die Meinungen, besonders in letzter Zeit, SEHR weit auseinander. Wenn ich meine Enkelin sehe, wenn sie mit sichtlichem und hörbarem Behagen eine dicke Scheibe Fleischwurst verspeist - da möchten manche "Besser-Essis" am liebsten das Jugendamt einschalten! ;-)
1
#37
29.2.16, 15:22
Da seh ich aber lieber, dass sich meine Kinder nen Remmel Fleischwurst zwischen den Zähnen schieben, als wenn die sich allabendlich mit ner Tüte Chips für was auch immer belohnen.

Spectator: schau mal im Rezept für Kinder "Mini-Burger", da wurde die Scheibe Fleischwurst verpönt. Noch besser sind/ist die Anti-Fruchtzwerg-Mütter(Fraktion).
#38
29.2.16, 15:46
Nach unserem menschlichem Gebiss zu Urteilen, sagen Forscher das wir sogenannte "Allesfresser" sind.
;-)
Wie bei den Diäten gibt`s auch beim Essen viel Unfug.
Irrtum Nr.1 Milchprodukte sind gesund usw.
Ich finde alles sollte mit Maß und Ziel genossen werden. Jeden Tag Kiloweise Gemüse und Milchprodukte wird genauso schlecht sein, wie jeden Tag große Mengen Fleisch, Nudeln usw. zu essen.
Die Dosis macht das Gift wie wir ja alle wissen.
Es heißt der Mensch kann mit täglich 20% Ungesundem noch sehr gut leben. Wird es aber zuviel schafft es der Körper selbst nicht mehr auszugleichen und die Wehwehchen beginnen.
#39
29.2.16, 17:21
@Eifelgold: Allabendliche Tüte Chips - wer macht den so was? Und "verpönt" werden ja zur Zeit so ziemlich alle leckeren Sachen. Was gesund ist und was ungesund ist mehr als umstritten - zwei Leute, drei Meinungen.

@Sally75: Genau, wie schon Paracelsus so treffend bemerkte. Milch in Maßen ist für Alle "gesund", die sie vertragen, und das sind in unserem "Kulturkreis" die Meisten. Überzuckerte Milchprodukte wie der berüchtigte Fruchtzwerg sind natürlich nicht gesund, ganz zu schweigen von der "Extraportion Milch" (Kinder-Milchschnitte).
1
#40
29.2.16, 17:36
@Sally75: wer isst schon "kiloweise gemüse und milchprodukte oder grosse mengen fleisch, nudeln usw." jeden tag. das dürften nur 3-4 zentner-personen schaffen, jeder andere platzt bei der menge.
#41
29.2.16, 18:54
Hallo @Jakey,
bitte nicht alles Wort wörtlich nehmen. Dies hier ist ein Blog wie jeder andere auch, so tiefgründige Gedanken und auf`s Komma genaue Angaben braucht man sich hier nicht wirklich erwarten. Ein wenig Platz für Humor soll auch noch bleiben. ;-)
Ist doch das wichtigste oder?
Aber wenn du schon fragst, ja es gibt tatsächlich Diäten die sagen man soll täglich 2 Kilo und mehr Äpfel essen. Ich persönlich hätte da Sorge um meinen Blutzucker. :-(

Liebe @Spectator, ja es stimmt. Es gibt Kinder die essen jeden Tag Chips und dergleichen, da kann man als Mutter reden was man will, wenn der werte Mann sie immer wieder mit nach Hause bringt..... Ja, richtig, meine tun das. Ich sage nichts mehr dazu, da sie nun auch schon 17 und 18 sind. Der Große hat leider Übergewicht, traurig aber wahr! Ich nehme mich selbst aber in Schutz, weil ich bin die Stiefmama. Ich konnte also nicht von Anfang an auf die Ernährung der Kids einwirken. Mit 9 und 10 als ich sie kriegte waren sie ja schon fast fertig geprägt. Mein Mann sieht das mit den Chips nicht so eng, er sagt wenn wir es ihm zu Hause verbieten kauft er sich die Chips halt selbst.
1
#42
29.2.16, 20:59
Der Junge auf dem neuen Bild sieht ja jetzt mal richtig verfressen aus. Gut so. Nur - er hat kein Gemüse auf der Gabel! ;-)
1
#43
29.2.16, 21:33
Ich hatte mit meiner Tochter immer die Vereinbarung, dass sie alles was auf dem Tisch stand erst einmal probieren sollte. Sie hat auch vom Gemüse gegessen. Hat es ihr nicht geschmeckt, gab es dann eben ein paar mehr Kartoffeln und sie wurde auch satt.
Wenn sie etwas ganz und gar abgelehnt hat, bekam sie den Spruch zu hören, dann bist du wohl schon satt. Vor der nächsten Mahlzeit gab es allerdings auch nichts anderes. Beim Abendbrot holte sie es dann vom Mittag wieder auf. Es gab auch immer Rohkost zum Brot dazu, sodass sie ihren Vitaminanteil immer bekam.
Trotzdem sie Mittags manchmal nichts genommen hat, ist sie auch groß geworden und das sogar sehr gesund:-))))
#44
29.2.16, 21:52
Hallo @zumselchen,
ja verfressen könnte man sagen. ;-)
Doch er isst das Gemüse. Das ist ja mein Trick bei diesem Rezept. Man sieht das Gemüse nicht. Es ist in der Sauce fein gemixt. Man sieht nur das Hackfleisch. ;-)
Ratz fatz alles war weg. Heute war`s besonders gut!
#45
29.2.16, 21:58
@Sally75: Jaja, "pürieren" heißt das Zauberwort! :-)
#46
29.2.16, 21:59
Hi @Kampfente,
mit gefällt das Wort "Vereinbarung" sehr gut. Finde gut das du das so gut regeln konntest. Gratuliere!
2
#47
29.2.16, 22:53
@Sally75: #44: Ist das tatsächlich dein (Stief-)Sohn?
Ich möchte hier keine neue Diskussion lostreten, frage mich aber ob du mit ihm abgesprochen hast, dass du sein Foto hier veröffentlichst.
2
#48
1.3.16, 00:58
wieso muss man "stiefsoehne" sagen---ich mag dieses wort ueberhaupt nicht...
#49
1.3.16, 09:44
@Hallo Jeannie,
so viele Fragen.... ;-)
#50
1.3.16, 09:50
Ja dieses Wort ist in unserer Gesellschaft so negativ besetzt wie Esoterik.
Einmal hab ich für den Großen Weihnachtskekse für die Schule gemacht. Diese wurden dann dort verkauft. Als er gefragt wurde wer sie gemacht hat sagte er: "Die Frau von meinem Papa".
Er wollte um keinen Preis das Wort "Stiefmutter" sagen.
Hat mich schon ein wenig gekränkt. :-(

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen