So wird der Kartoffelsalat schwäbisch

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Damit der Kartoffelsalat richtig "feucht" (wir Schwaben sagen "schlonzig") wird, gebe ich statt Wasser u. Brühe das Kochwasser der nebenbei geschabten Spätzle dazu. Es geht auch das Kochwasser von Nudeln. Ansonsten anmachen wie gewöhnlich, mit Essig, Öl, Salz, Pfeffer u. etw. Brühwürfel - aufgelöst.

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10 Kommentare


#1 ruhrpott
20.3.07, 19:27
Also das heiße Wasser oder wie ?!?
...und wie schabt man Spätzle??
#2 Romy
21.3.07, 16:25
Das ist ein guter bewährter Trick von meiner Oma aus dem Schwäbischen!
Früher bewahrte man das stärkehaltige Nudelwasser auch ein bis 2 Tage auf und hat damit den Kartoffelsalat und die Soßen gebunden....es gab ja keinen Soßenbinder!
#3
31.12.10, 10:04
@ruhrpott:bin leider erst heute auf diese Seite gestossen. Wenn man Spätzle macht zum Kartoffelsalat kann man das gut heiße Spätzle- Kochwasser für den Kartoffelsalat verwenden anstatt Brühe. Handgeschabte Spätzle - da schabt man mit einem Spätzleschaber oder einem langen Messer den Spätzleteig vom Brett in das kochende Wasser, also immer die Teigmenge für ein Spätzle abteilen und ab ins Wasser.
Die Kartoffelscheiben dürfen nur noch lauwarm sein wenn man sie bearbeitet (würzt etc.) und das Öl immer erst vor den servieren drangeben.
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#4 Angelina
31.12.10, 10:22
Wer ißt denn Spätzle zu Kartoffelsalat?
Also obwohl wir Nordis sind gibt es hier auch schwäbischen Salat, da mein Mann das Kind eines Schwaben ist, Maultaschen dazu war für mich echt schon gewöhnungsbedürftig, aber Spätzle???
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#5 Ribbit
31.12.10, 14:46
Angelina - sehr viele Schwaben :-D das typische Sonntagsessen ist (oder war... vor 20 Jahren ca.) Braten mit Soße, Spätzle, Kartoffelsalat. Ist auch lecker
#6
31.12.10, 14:57
@Angelina: kann hier nur bestätigen, was Ribbit schreibt, das war das Sonntagsessen der Schwaben. Ich koche das nicht mehr, weil es mir zu aufwändig ist wenn man Kartoffelsalat und auch auch noch handgeschabte Spätzle macht und dann noch einen Braten dazu. Da steht man 2-3 Std. in der Küche.
Daß das nicht zusammenpaßt könnte ich jetzt nicht sagen aber ich weiß es von meiner Tante (aus dem Frankenland) daß das sehr gewöhnungsbedürftig ist für Nichtschwaben. Aber ich denke, so hat jeder Menschenschlag seine Eigenheiten auch beim Essen.
#7 Angelina
31.12.10, 16:58
Wie sagte Wilhelm Busch:
Dies für den und das für jenen,
viele Tische sind gedeckt,
keine Zunge soll verhöhnen,
was der anderen Zunge schmeckt.

Hier gibt es Spätzle (auch hin und wieder selbst gemacht) nur zu Geschnetzeltem oder als Salat.
Ich habe mal bei einer Einladung Rouladen zu Spätzle bekommen und ich fand es nicht so prikelnd.

Aber ihr lieben Schwaben, mit Maggi, da könnt ihr mir fern bleiben, das gibt es hier nicht.
In norddeutschen Küchen ist das meist ein Fremdwort.
Liebstöckel aus dem Garten schon, frisch gehackt auch nur mit Reis.
#8
31.12.10, 20:15
@Angelina: man lernt doch immer was dazu. Habe einen großen Liebstöckelstrauch (Maggistrauch) im Garten. Wie machst Du denn Reis mit Liebstöckel? Nur hacken und unter den Reis mischen? und Spätzle als Salat kenne ich auch nicht, Nudelsalat ja. Antwortest Du mir, das würde mich freuen. Grüße in den Norden!!
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#9 Angelina
31.12.10, 21:41
@wiesele27: Genau, fein gehackten Liebstöckel mit einem Klacks Butter unter frisch gekochten Reis. Schmeckt echt lecker.
Spätzlesalat mit Essig-Ölmarinade,ganz feinen Zwiebelwürfeln, Kräutern, Käse und Salamiwürfeln, eingelegte Paprika in feinen Streifen, Schnittlauch oder Lauchzwiebeln und mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und ganz fein gehackten Kapern
Oder in Mayo mit gebratenem Hühnchenfleisch, Curry, wer mag mit Ananas und Mais
Wir essen die Salate so sehr gerne, aber ob man damit im Schwabenländle punkten kann?
Liebe Grüße aus dem hohen Norden zurück
Angelina
#10
1.1.11, 08:09
@Angelina:Besten Dank! Das werd ich mal probieren. Auch im Süden ist man etwas experimentierfreudiger geworden. Wünsche ein gutes Neues Jahr. Traudel

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