Danach hat man etwa 275 ml klaren Tomatensaft und ca. 150 g herrliches Tomatenmark. Bestens geeignet als Sauce auf einer Pizza.
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Tomatenmark aus Dosentomaten herstellen

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Dosentomaten "lieber" im Gefrierschrank aufbewahren: Bei dieser Überschrift ernte ich garantiert langanhaltendes Tippen an die Stirn und doch ist es ernst gemeint, dahinter steckt die Vorbereitung für mehrere Rezepte und keine Spinnerei.

Wie schon im Tipp Wissenswertes über Dosentomaten erwähnt, sind Dosentomaten viel aromatischer als die meisten Sorten, die man kaufen kann, und außerdem ist es viel preiswerter als Püree aus frischen Tomaten, es sei denn aus dem eigenen Garten. Diesen Vorteil sollte man nutzen und das mache ich auch häufig. Hin und wieder braucht man dabei natürlich nicht den kompletten Inhalt, dann friere ich den Rest ein. Nein, das ist nicht der Tipp, aber genau dabei bin ich über ein Phänomen gestolpert und habe damit weiter experimentiert.

Wenn man zerkleinertes oder püriertes Gemüse auftaut, statt es direkt aus dem TK noch gefroren zu nutzen, verliert es unheimlich viel Wasser. Genau diesen Effekt mache ich mir seitdem zunutze und extrahiere dabei ganz nebenbei mit einem Kniff weiße Tomatenessenz. Gleichzeitig erhalte ich ein fantastisches Tomatenmark, da kann keine dieser kleinen Dosen oder Tuben mithalten, denn die werden anschließend noch weniger oder mehr konzentriert und schmecken dadurch oft sehr säuerlich.

Zutaten

  • 1 Dose geschälte (gehackte) Tomaten (Füllmenge 400 g ℮). Da später passiert wird, gehen auch ungeschälte Tomaten, wer größere Dosen nutzt, sollte hinterher in mehreren Portionen einfrieren.
  • Optional: Gemüse wie z. B. Zwiebel, Knoblauch, Staudensellerie, Karotte, Petersilie etc.

Zubereitung

Den Doseninhalt in einen schlanken hohen Mixbecher umfüllen und mit dem Schnellmixstab pürieren, danach in ein Sieb geben und passieren.

Den Doseninhalt in einen schlanken hohen Mixbecher umfüllen und mit dem Schnellmixstab pürieren, danach in ein Sieb geben und passieren.

Wer gewürztes Mark haben möchte, kann jetzt eine fein gehackte Zwiebel (und Knoblauch), auch Karotte (wenig, sonst wird es sehr süßlich), Staudensellerie und Petersilie anschwitzen. Dann mit dem passierten Mark verrühren und nochmals pürieren, damit sich alles gut verbindet.

Für eine weiße Tomatensuppe ist die Würzung ebenfalls eine tolle Basis. Das Rezept stelle ich euch später auch noch als Tipp ein. Für ein Festessen mit Gästen könnt ihr daraus mal ein amüsantes Ratespiel machen, weil die Farbe fehlt, kommen abenteuerliche Ideen auf, was man gerade geschmeckt haben will.

Am besten in kleinen Gefrierdosen (rechteckig oder rund) in Portionen à ca. 400 g mindestens 6 Std. einfrieren, es muss richtig gut durchgefroren sein.

Am besten in kleinen Gefrierdosen (rechteckig oder rund) in Portionen à ca. 400 g mindestens 6 Std. einfrieren, es muss richtig gut durchgefroren sein.

Im nächsten Schritt wird das Ganze sehr langsam aufgetaut. Dafür ein Sieb mit einem nass gemachten Küchenkrepp auslegen und so in / über eine Schüssel hängen, dass etwa ein halber Liter Flüssigkeit darunter passt, ohne das Sieb zu berühren. (Einfach mal ½ L Wasser abmessen, einfüllen und Sieb einhängen ... passt? Sonst andere Schüssel nehmen).

Die Tomatensoße soll sehr langsam auftauen. Dafür ein Sieb mit einem nass gemachten Küchenkrepp auslegen und so in / über eine Schüssel hängen, dass etwa ein halber Liter Flüssigkeit darunter passt.

Die Gefrierdose mit dem Tomateneisklotz kurz in lauwarmes Wasser tauchen - so flutscht er super raus - in das ausgeschlagene Sieb geben. Deckel drauf und für mindestens 12 besser 18 Stunden im auftauen lassen.

Die Gefrierdose mit dem Tomateneisklotz kurz in lauwarmes Wasser tauchen - so flutscht er super raus - in das ausgeschlagene Sieb geben.

Danach hat man etwa 275 ml klaren Tomatensaft und ca. 150 g herrliches Tomatenmark. (Siehe Titelbild). Bestens geeignet als Sauce auf einer Pizza, die Italiener nutzen klassisch geriebene, ungewürzte Tomaten, das ist bei den hiesigen Tomaten meist zu wässrig.

Da diese Arbeitsschritte relativ viel (Ruhe)-Zeit bedürfen, ergibt es Sinn, fertiges Mark und den Jus auf Vorrat zu produzieren.

Doch einmal Aufgetautes muss unbedingt erst einmal richtig kochend heiß erhitzt werden, bevor es wieder eingefroren werden darf. Ich mache das bei dem Tomatenmark am liebsten in der Mikrowelle (unbedingt mit Deckel) in mehreren Etappen und jedes Mal mit zwischendurch sorgfältig durchrühren.

Doch einmal aufgetautes muss unbedingt erst einmal richtig kochend heiß erhitzt werden, bevor es wieder eingefroren werden darf.

Es geht auch im Topf, aber zum einen "blubbt" Tomate mega mäßig, was außer zu diversen Klecksen rundum den Topf auch schnell mal auf der Haut landen kann. Zum anderen brennt es auch schnell an, also wer den Topf nimmt, rühren, rühren, rühren. Danach kann ganz normal wie gewohnt eingefroren werden.

Auch der Saft muss einmal aufgekocht werden. Wer will, kann beides auch heiß in Gläsern / Flaschen einmachen, am besten dann nochmals sterilisieren.

Bei dem Tomatenmark empfehle ich besonders kleine Gläser zu nehmen, einmal geöffnet, muss es innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht sein oder zumindest der Rest dann lieber eingefroren werden.

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