Übergewicht bei Katzen

Das Pfund zu viel ist bei der Katze, gemessen an ihrem Körpergewicht, kein gesundes Hüftgold. Die Belastung geht auf die Knochen und Gelenke, auf Sehnen und Muskeln.
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Wenn man von meiner Katze eines nicht sagen kann, dann, dass sie mager ist. Ich finde, sie sieht sehr gesund aus mit ihrem Speck. Der Tierarzt hält dagegen: Über 30 Prozent aller Katzen sind übergewichtig, und das hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit.

So erkennt ihr Fettpolster

Klingt ein bisschen nach Frauenzeitschrift, wenn ich jetzt das Wort „Taille“ einwerfe. Aber: die Taille bei Katze oder Kater sollte schon als solche zu erkennen sein. Fettpolster bilden sich am Bauch, der Wirbelsäule, am Schwanzansatz und auf Höhe der Lenden. Wenn ihr euer geliebtes Vieh streichelt, sollten die Rippen spürbar sein. Ist dem nicht so, wird es Zeit für eine Diät, denn das Übergewicht macht es der Katze im wahrsten Sinne des Wortes nicht leicht.

Gefahren durch Übergewicht

Das Pfund zu viel ist bei der Katze, gemessen an ihrem Körpergewicht, kein gesundes Hüftgold. Die Belastung geht auf die Knochen und Gelenke, auf Sehnen und Muskeln. Dadurch steigt die Gefahr einer Verletzung, gerade bei Katzen, die doch sehr sprunghafte Tiere sind. Übergewicht begünstigt Arthrose, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes Mellitus und weitere Krankheiten.

Gründe fürs Übergewicht

  • Die Gründe fürs Übergewicht sind die gleichen wie bei Menschen. Zu viel Energiezufuhr bei zu wenig Bewegung. Der Energiebedarf unterscheidet sich dabei nach Alter. Junge Katzen brauchen weniger Futter als erwachsene Katzen. Ab 1,5 Jahren gilt eine Katze bereits als erwachsen. Ab 8 Jahren zählt sie zu den Seniorinnen und damit reduziert sich ihr Energiehaushalt. Es gilt also, die Futtermenge beziehungsweise das Futter jeweils an die Lebensphase anzupassen. Und wie schnell ziehen die Jahres ins Land!
  • Übergewicht kann auch eine Folge der Kastration sein. Nach der Kastration verringert sich vor allem beim Kater, aber auch bei der Katze, der Energieverbrauch. Nehmen die Tiere danach zu, liegt es somit nicht per se an der Entfernung der Keimdrüsen, sondern daran, dass die bisherige Kalorienzufuhr nicht mehr dem aktuellen Verbrauch entspricht.
  • Das Übergewicht wird auch begünstigt durch genetische Faktoren. Dazu zählen Rassen mit stämmigem Körperbau wie Britisch Kurzhaar oder Ragdoll.
  • Krankheiten wie Diabetes Mellitus oder eine Unterfunktion der Schilddrüse kann ausschlaggebend sein für die Entstehung von Übergewicht und sollten abgeklärt werden.

Wie kann meine Katze abnehmen?

Zum Abnehmen wird idealerweise an zwei Stellschrauben gedreht. Zum einen an der Ernährung: weniger Futter oder spezielles Futter, wie es das zum Beispiel für alte Katzen gibt. Auch Leckerlis und Trockenfutter sollten in den Tagesbedarf einbezogen und nicht zusätzlich gegeben werden. Vielleicht hat euer Tier auch immer besonders hungrige Augen und es gibt mehrere Personen im Haushalt, die diesem Blick erliegen? Dann stimmt euch ab, wer dran ist. Bei Hunden gilt dasselbe.

Die andere Stellschraube lautet: mehr Bewegung für die Katze oder den Kater. Da habt ihr sicher die Vorlieben eures Tieres parat, mit was es gerne spielt, ob selbst gebastelt oder gekauft, und wo es eher ignorierend und gelangweilt den Kopf wegdreht. Wichtig ist, dass ihr keine Turbodiät macht. Ebenso solltet ihr das Bewegungsprogramm langsam beginnen und nicht von null auf hundert einsteigen. Wenn pro Woche 1 Prozent des Gewichts purzeln, dann ist das ideal.

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