Broccoletti - ein leckere Gemüse

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Als ich im vergangenen Jahr zum erstenmal beim Gemüsehändler den "Broccoletti" entdeckte, hielt ich ihn eigentlich eher für Hasenfutter. Broccoletti war mir einfach fremd. Dann hab ich im Samenkatalog meines englischen Samenhändlers den Broccoletti entdeckt, gekauft und gesät. Was soll ich euch sagen? Da hab ich jetzt ein wunderbares Gemüse im Garten. Offensichtlich problemlos anzupflanzen, denn Broccoletti wächst und gedeiht ohne gärtnerisches Gedöns. Nun gings ans Ernten und Zubereiten. Die erste Erfahrung war nicht so angenehm, Broccoletti hatte eine recht schmeckbare Bitternote. Dann hab ich herumgegooglet und erfahren, dass blanchieren die Bitternote nimmt. So. Nun pflücke ich die Blätter von unten nach oben ab, lasse also oben weiterwachsen bis zur Blüte, dann kappe ich den Stiel, lasse aber die Pflanze noch im Boden und hoffe auf einen Neuaustrieb, da fehlt mir noch die Erfahrung. In reichlich kochendem Wasser blanchiere ich die Blätter, schrecke ab und schneide die Blätter samt Stiele klein. Zwiebel, Knoblauch in Olivenöl anschwitzen, geräucherter Schinken oder Bauchspeck macht sich sehr gut dazu. Den Broccoletti dazugeben, mit etwas Brühe angießen und durchschmoren. So zubereitet schmeckt das Gemüse einfach als Beilage oder auch als Belag für eine Quiche. Ich hab's auch schon karamellisiert und mit anderen Gemüsen gemischt, z.B. mit Champignons, Tomaten - jetzt wart ich auf die Zucchini, das passt sicher auch. Man kann das blanchierte Gemüse auch mixen und wie den klassischen Spinat weiterverwenden. XXX Möglichkeiten! Zum Geschmack - wenn die Bitterstoffe durchs Blanchieren rausgeschwemmt wurden, dann schmeckt Broccoletti nussig, aromatisch. Es fehlt das "Erdige", das Mangold und auch Spinat haben. Solltet ihr also Broccoletti beim Gemüsehändler entdecken - es lohnt sich ihn auszuprobieren. Und solltet ihr einen Garten haben - Aussaat lohnt sich!

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