Bruschetta

Bruschetta - wir nennen es "Udine"-Brötchen (vegetarisch)

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Diese warmen Brötchen, weithin als Bruschetta bekannt, in ihrer ganz speziellen Form haben wir aus einer kleinen Vinothek in Udine (Friaul) mitgebracht. Sie gefielen uns besonders und wir haben zu Hause rumprobiert, wie wir sie wohl nachmachen können. Unser Resultat nach vielen Jahren kommt schon ganz nah an das Original heran:

Zutaten:
Ciabatta oder auch ein Baguette Parisienne (etwas volumiger als normales Baguette)
Tomaten
Zucchini
Aubergine
Ein Gläschen "Kräuter der Provence"-Paste (wir nehmen immer die kleinen von Milerb)

Zubereitung:
Ofen vorheizen auf 180°C

Zucchini in feine Scheiben hobeln mit dem Gurkenhobel und kurz blanchieren. Aubergine in feine Scheiben schneiden und kurz in Olivenöl brutzeln.

Tomaten mit kochendem Wasser übergießen, häuten, vierteln, entkernen und das Fruchtfleisch in feine Würfel schneiden.

Ciabatta leicht schräg in Scheiben schneiden (größere Fläche zum Belegen) und sehr dezent mit der Kräuterpaste bestreichen (sie ist sehr intensiv). Dann jeweils eine Scheibe Aubergine, einige feine Scheiben Zucchini und ein kleines Häufchen Tomatenwürfel oben drauf.

Die belegten Ciabattascheiben kurz (5-8 Minuten) in den vorgeheizten Ofen schieben und das Brot leicht kross werden lassen. Das Gemüse wird dabei oben warm, bleibt unten aber kalt. Ein herrlich frischer Sommergenuss.

Mengenangaben sind schwer, pro Kopf essen wir ca. 6-8 Stück davon, wenn sonst nichts mehr kommt. Je nach Hunger auch mal mehr oder weniger pro Nase.

Mit französischem Baguette (dem kleineren im Umfang) ist es auch für Buffets sehr gut geeignet. Ein kleiner Happen eben.

Schmeckt auch kalt sehr gut, wenn das Baguette richtig frisch ist.

Kann natürlich auch mit jedem anderen Gemüse belegt werden, wir lieben halt die Kombi Aubergine-Zucchini-Tomate.

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7 Kommentare


#1 Ribbit
5.9.10, 17:49
Klingt sehr lecker... etwas aufwendig, aber ich glaube, das lohnt sich. Ich würde die Zucchini auch anbrutzeln, weil ich blanchierte Z. nicht mag. Auf das bisschen Fett kommt's nicht an ;-)

Gibst du keine Gewürze dazu? Hauch Zucker zur Aubergine, etwas Salz an die Tomaten?
#2
5.9.10, 19:00
@ Thouy:
Ich möchte dir hier mal ein Kompliment für deine ausgesprochen interessanten und appetitanregenden Rezepte machen. Da war bisher schon das ein oder andere Leckerchen für mich dabei. Mir gefällt auch, wie ausführlich und sorgfältig du alles beschreibst. Vielen herzlichen Dank also, und bitte noch viel mehr davon!
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#3
5.9.10, 20:00
@Ribbit: die Kräuterpaste ist so intensiv, vor allem, was Salzigkeit angeht, dass ich nicht weiter salze. Und ich esse sehr viel Salz, muss also eher immer für andere denken, damit es für Familie/Gäste nicht zu stark gesalzen ist. Nachsalzen kann ich ja immer.
#4
6.9.10, 21:20
Deine Rezepte sind sehr sinnlich und mit Liebe und Respekt vor den Zutaten verfaßt, zumindest lesen sie sich so. Das gefällt mir echt gut, und auch dieses Rezept klingt nicht nur lecker, sondern enthält auch viele frische, gesunde Zutaten. Chapeau!
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#5
6.9.10, 21:47
@hatschepuffel: danke für das Kompliment. Bei uns wird zu 99% frisch gekocht. Tiefkühlpizza gibt es nicht, allenfalls einen fertigen Pizzateig, der dann frisch belegt wird.
Tüten und fertige Saucen oder dererlei "non-food" kommt bei uns nicht auf den Tisch. Es wird experimentiert, es geht auch mal was schief, aber nur so weiß man, wie Gewürze zusammenwirken und wie die verarbeiteten Produkte wirklich schmecken.

Nur als kleines Beispiel:
Fruchtjoghurt:
fertigen Fruchtjoghurt kann man sich getrost sparen, da sind selten echte Früchte drin (ausser bei den wirklich teuren), dafür massig künstliche Aromen, Zucker, Farbstoffe... Hat mit Fruchtjoghurt nicht viel zu tun.
Also Naturjoghurt kaufen und zu jeder Jahreszeit gibt es Früchte. Also selbst herstellen und echten Geschmack erleben. Ist meist auf die Portion gerechnet dann sogar günstiger.
Und wenn Früchte übrig sind, dann bereitet man sich schnell noch einen Smoothie zu oder gibt dem Müsli einen Frischekick.

Und ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass man mit ausgewogener, frischer Küche auch ausreichend Vitamine, Mineralien etc. zu sich nimmt, sich teure Nahrungsergänzungsmittel spart und aktiv etwas für die Gesundheit tut. Wir haben nur diese Gesundheit und sollten sie pflegen.
#6
18.9.10, 17:50
Das hört sich sehr gut an, leider habe ich bisher noch keine Kräuter-de-Provence-Paste entdeckt - ich wer mich weiter umsehen, denke aber mit den Kräutern geht es auch oder?
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#7
19.9.10, 01:24
Einen Versuch mit Kräutern ist es sicherlich wert. Vielleicht mit Olivenöl zu einer Paste verrührt, ähnlich wie ein Pesto. Der Hersteller der Kräuterpaste heisst Milerb, meist zu finden bei Senf und Konsorten, also nicht im Gewürzregal. Die Gläschen sind recht klein, also so wie die kleinen Karpern-Gläschen.

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