Self-Care mit Ina: Distel – Wirkung und Anwendung

Disteln gelten heute häufig als ruppiges Unkraut. Doch vor allem Vögel und Insekten lieben die Samen der Pflanze.
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Bei Disteln denken die meisten an ein stacheliges Unkraut, an eine Delikatesse oder gar Heilpflanze denken hier wohl die wenigsten. Dabei ist die Distel mit ihrem buschigen Aussehen und ihren dornigen Blättern eine echte Charakterpflanze. Sie sticht im wahrsten Sinne des Wortes durch ihr Erscheinungsbild hervor.

Disteln - unterschätzte Pflanzen

InaDie Distel ist gekommen, um zu bleiben, denn hat sie im Garten erst einmal Fuß gefasst, wirst du sie so schnell nicht mehr los. Sie ist eine echte Überlebenskünstlerin und macht dabei anderen Pflanzen gerne mal das Wasser und die Nährstoffe streitig. Trockener und magerer Boden - alles kein Problem für die Distel.

Früher hatte die Distel einen besseren Ruf als heute. In der nordischen Mythologie galt sie beispielsweise als Zeichen Thors und wurde zum Schutz vor bösen Geistern oder Blitzen getragen. In der Antike war die Distel vor allem als Heilpflanze beliebt. So sollte die Eselsdistel beispielsweise bei Krebsleiden helfen und ihre Samen wurden dafür genutzt, um den Blutdruck zu senken.

Für Vögel und Insekten ist es eine Selbstverständlichkeit, aber viele Menschen wissen nicht, dass die Distel auch für uns eine echte Delikatesse sein kann! Die Artischocke gehört beispielsweise zu den Distelgewächsen, aber auch Teile der Kratzdistel und Eselsdistel kannst du essen. Warum also nicht das “Unkraut” wegfuttern, anstatt es verbissen zu bekämpfen? Aber Vorsicht! Nicht jede Distel ist essbar. Bevor du dich also über die Distel hermachst, informiere dich bitte genau, ob du es mit einer essbaren Variante zu tun hast.

Distelöl - zum Essen und Pflegen

Distelöl ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Es enthält nämlich sowohl ungesättigte Fettsäuren als auch Vitamin A und E.

Auch Distelöl ist bei vielen Menschen besonders beliebt. Kein Wunder, denn das Öl ist nicht nur super lecker, sondern dank des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren auch noch sehr gesund. Allerdings solltest du beim Kochen darauf achten, das Öl nicht zu stark zu erhitzen. Denn wie andere pflanzliche Öle kann auch Distelöl bei zu starker Hitze krebserregende Gase entwickeln. Als Öl für dein Salatdressing oder einen leckeren Brotaufstrich kannst du es aber bedenkenlos verwenden. 

Und damit nicht genug: Disteln werden entzündungshemmende Eigenschaften nachgesagt. So ist es wenig verwunderlich, dass Distelöl auch in der Naturkosmetik Anwendung findet. Wenn du beispielsweise Probleme mit Mitessern und Pickeln hast, kannst du einige Tropfen Öl mit einem Wattebausch auf dein gereinigtes Gesicht auftragen. So erholen sich entzündete Stellen und dein Hautbild wird ebenmäßiger.

Inzwischen bekommst du das vitaminreiche Öl in den meisten Supermärkten und falls du selbst Disteln im Garten pflanzen möchtest, bekommst du Samen gut online oder bei einem Fachhändler. Der Anbau lohnt sich, wenn du die Pflanze verwenden möchtest, denn einige Distelarten stehen unter Naturschutz und sollten daher nicht im Wald gesammelt werden. Und vor allem die Vögel und Insekten in deinem Garten werden es dir danken, denn für sie sind die Samen eine tolle Nahrungsquelle.

Wenn du Öl aus Färberdisteln gewinnen möchtest, solltest du die Blütenköpfe ernten, wenn die Blätter bereits verwelkt sind.

Ein Moment, nur für dich

Hättest du gedacht, dass die ungeliebte Distel solche Superkräfte hat? Ich für meinen Teil war überrascht, wie viel positive Energie in den stacheligen Pflanzen steckt. Wenn du dir und deiner Haut in einer ruhigen Minute eine kleine Auszeit gönnst und sie mit einigen Tropfen Distelöl pflegst, kannst du innehalten und dir die Frage stellen, ob es noch mehr „Disteln“ in deinem Leben gibt – Menschen oder Erfahrungen, die auf den ersten Blick ruppig erscheinen und die erst bei genauerem Betrachten ihre einmaligen Vorteile offenbaren. Fallen dir welche ein?

Deine
Ina

Es sind die kleinen, lichten Inseln, die uns den Alltag versüßen. Zum Glück hat Ina bei Frag Mutti jede Menge Rezepte für kleine Wohlfühl-Momente, die sie jeden zweiten Donnerstag bei „Self Care mit Ina“ mit uns teilt.

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