Tipps für den ersten Haushalt - Umgang mit Lebensmitteln

Tipps für Leute mit erstem Haushalt Teil 3

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Umgang mit Lebensmitteln: Tipps für Leute mit dem ersten eigenen Haushalt. Gerade beim Umgang mit Lebensmitteln kann so manches schon mal schief gehen. Das kann dann mehrere unangenehme Folgen haben:

1.Du verdirbst dir den Magen 2. Du musst sehr viel wegwerfen 3. Es gibt auf einmal Mitbewohner, die nicht besonders erwünscht sind. 

  1. Besondere Vorsicht ist bei Fleisch, Fisch und evtl. Milchprodukten walten zu lassen. Diese Dinge, die zu den schnell verderblichen gehören, müssen unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden und möglichst sofort verarbeitet werden. Schaffst du das nicht, friere es am besten ein. Mett kann man nur am Tag der Herstellung roh essen, wenn du was überhast, kannst du es einfrieren, oder z.B. als kleine Bällchen durchbraten. Auch bei Wurst musst du darauf achten: riecht sie komisch und hat einen schleimigen Film und grüne Verfärbungen wirfst du es besser weg. Die Natur hat uns zurecht mit dem Geruchssinn ausgestattet, der konnte schon immer Leben retten und auch das Auge warnt vor möglichen Gefahren :)
  2. Vielleicht hast du Freunde, die sich mit dir große Verpackungen teilen. Das macht dann Sinn, wenn es dann auch günstiger ist. Bitte achte auf den Preis pro kg, manchmal täuscht der Hersteller auch ein Schnäppchen vor. Als Beispiel nehme ich mal Paprika: Die sind oft vom Kilopreis her einzeln gekauft günstiger als die Packungen zu 500 g. Aber gerade bei Wurst und Käse sind oftmals die etwas größeren Einheiten günstiger. Hast du niemanden zum Teilen, frier die Hälfte ein. Auch Butter kann man gut einfrieren und dann nur eine Hälfte zur Verwendung nutzen. Bei Joghurt kannst du auch noch beruhigt verzehren, wenn das Datum auch schon zwei Wochen abgelaufen ist. Im Grunde kann Joghurt nicht verderben, er ist es ja schon von Natur aus. Wenn er allerdings farbige Haare hat, vernichte ihn besser.
  3. Trockenvorräte immer geschlossen aufbewahren: So kannst du beispielsweise mit Klippsen die Tüten von Cornflakes, Müsli, Reis, Nudeln ect. verschließen oder diese Dinge in Vorratsbehälter umfüllen. Das hält zum einen länger frisch und zum anderen kommen keine Schädlinge rein oder auch raus. Es kann nämlich mal sein, dass gerade im Müsli Tierchen sind, und wenn die sich in den anderen Lebensmitteln verteilen und in der Wohnung, hast du viel Müll und viel Arbeit und die Wohnung ist auch dann nicht mehr so gemütlich. Solltest du Reste vom Essen übrig haben, die du noch mal verwenden möchtest, stelle sie möglichst bald in den Kühlschrank. Wenn du weißt, dass du zum Beispiel den Rest Pizza nicht mehr essen möchtest (ich persönlich mag kalte Pizza), entsorge sie direkt am Besten in der Tonne. Und den Pizzakarton auch, weil dieser am nächsten Tag unangenehm riecht. Versuche möglichst alles zu verwenden und nichts wegzuschmeißen, du sparst Geld und das Gewissen ist nicht so belastet. Du kriegst das schon hin und die "Alten" haben auch nicht immer so alles im Griff. Noch was: Vielleicht kannst du kleine Mengen von Muttis Gewürzen bekommen, schließlich dauert es oft Jahre, bis Mensch eine ordentliche Auswahl hat, sie sind nicht billig und Mama teilt bestimmt gerne!

Tipps für Leute mit erstem Haushalt Teil 1
Tipps für Leute mit erstem Haushalt Teil 2

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10 Kommentare


10
#1
29.9.14, 21:06
Super Tipps und Anregungen für Haushaltsneulinge, die einige "durch Schaden wird man klug"-Erfahrungen ersparen können. Alle Daumen nach oben!
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#2
29.9.14, 22:34
Ich brauch zwar Deine Tipps nicht mehr, da ich schon der älteren Generation angehöre.

Aber Du gibst Dir soviel Mühe mit den Tipps für Haushaltsneulinge, daher möchte Ihr Dir sagen wie toll ich das finde.
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#3
29.9.14, 22:41
@JUKA: Bin ganz deiner Meinung!
Ich denke, beleve muß eine sehr gute, liebenswerte Mutti sein.
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#4
30.9.14, 15:03
Nicht schlecht wäre es auch wenn die Muttis ihren Kindern schon während sie noch zu Hause wohnen die meisten dieser Tipps beibringen. Als ich vor Jahren (ok gut Jahrzehnten) meine Eltern verließ wusste ich schon sehr viel vom Haushalt und vom haushalten weil ich auch immer helfen musste und mit 16/17 Jahren (Lehrzeit) vieles selbst regeln musste. Heutzutage geht der Trend eher dahin, dass man seinen Kindern zu viel abnimmt und sie nicht mehr genügend in den Haushalt einbezieht. Ich selbst ertappe mich hier auch öfter dabei.
Die Tipps sind natürlich super ;)
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#5
1.10.14, 10:01
Ich selber habe das Gefühl, dass auch die eigenen Kinder erst später darauf kommen, dass das ewige "Gequatsche" der Mutter enentuell einen Sinn macht. Ich habe recht coole Kinder, die Jüngste ist 19, sie glaubt mir selber allerdings nicht, da muss erst eine andere Mutter was sagen, damit es glaubhaft wird. ;) Wahrscheinlich erreiche ich sie eher auf diesem Wege.
4
#6
2.10.14, 00:13
Meine Mutter hat mir früher auch sehr viel beigebracht. Da bin ich auch sehr dankbar für sonst wüste ich heute nicht wie manche Dinge im Haushalt funktionieren. Ich kann auch heute noch zu meiner Mutter hingehen und fragen wenn ich etwas nicht weis.
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#7
2.10.14, 14:59
Ich finde die Tips auch sehr gut, vor allem aber die Idee, sie überhaupt einmal zusammenzustellen.
Der Rat, den eigenen Kindern vieles im Haushalt beizubringen, ist auch gut, aber es geht auch anders. Unser älterer Sohn war während seiner Schulzeit nicht so sehr an Haushaltsfragen interessiert. Seine Pflichten wie Geschirrspülerausräumen oder Tischdecken und ähnliches hat er zwar übernommen, aber wie aus rohem Gemüse und Fleisch eine Mahlzeit werden kann, hat er sich nicht so richtig überlegt. Jetzt, als zweifacher Familienvater, kann er kochen, putzen, Kinder versorgen und alles, was so nötig ist. Auch Lampen anschließen und Schränke aufbauen! Da staune ich immer, denn das war früher so gar nicht sein Gebiet.
Daran kann man also sehen, daß "Kinder" auch ohne große Anleitung im Elternhaus vieles lernen können, wenn sie in der Situation sind, in der sie es brauchen. Und das freut uns immer besonders. Denn unser Sohn war früher ein kleiner Träumer, der mit seinen Gedanken oft ganz woanders war.
2
#8
2.10.14, 18:51
@beleve:

liebe beleve,

gestern musste ich (im Zusammenhang mit Teil 1 bis Teil 3) sehr glücklich an dich denken.
Mein Sohn nahm seine Schlüssel für sein Studentenwohnheim-Zimmer in Empfang und hatte (Überraschung!!!) zuvor deine 3 Seiten gelesen.
Die Kommentare beim Betrachten der WG-Küche (ohne Mitbewohner;-) war herrlich.
"Das Mehl und der Zucker sollen doch nicht in der offenen Packung im Regal stehen, die Fettspritzer hätten direkt weggewischt werden sollen und der Kühlschrank ist ja ekelig......usw."

Liebe beleve, mein Sohn war bislang der unordentlichste Mensch, der Putzen noch nicht einmal zu buchstabieren vermochte.

ICH DANKE DIR ! Gestern war MEIN TAG :-))))
1
#9
2.10.14, 23:13
@minah: das freut mich, ich wünsche dir und natürlich deinem Sohn alles Gute.
2
#10
8.11.14, 17:54
"Wenn der Joghurt farbige Haare hat...."...."die Wohnung ist dann nicht mehr so gemütlich...."...
Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag,ich habe so gelacht über diese (wahren)Formulierungen. ..:-D
Toll dass sich da jemand so viel Mühe macht für junge Leute so nett zu schreiben.
Sehr liebenswert. lg Rumpelstilzchen71

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