Cevapcici Rezept

Cevapcici - Wer kennt sie nicht? Diese kleinen, fingerlangen und daumendicken Hackfleischröllchen? Wissenswertes und ein leckeres Rezept.
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CEVAPCICI (spr.: Tsche-wap-tschi-tschi)

"Es kommt doch auf die Größe an..."

Wer kennt sie nicht? Diese kleinen, fingerlangen und daumendicken Hackfleischröllchen?

Es sind echte Immigranten vom Balkan (jetzt hätte ich fast Balkon geschrieben...), die mit den Gastarbeitern in den 60er Jahren zu uns nach Deutschland kamen. (Neben vielen anderen leckeren Sachen, die diese uns noch bescherten.)

Und durch die Reisewelle, die damals auch losging, lernte so manche/r diese kross gebratenen oder gegrillten Cevapcici im Urlaub kennen und lieben.

Zwar kennen wir hier auch Fleischküchle, Frikadellen, Fleischpflanzerl und wie sie noch genannt werden, aber so richtig "schön scharf" sind die bei uns nicht. Jo, Senf ist vielleicht mit drin und Semmeln und Zwiebeln und ein rohes Ei. Das allerdings kommt nicht in die Cevapcici.

Vom Balkan und der Levante ist ja bekannt, dass da Knobi und "Scharf" rein muss.

So groß diese wunderbare Gegend ist, werden die Hackröllchen in jedem Land anders genannt und auch mit anderen Gewürzen und Zutaten gemacht.

Hier mal Einiges, was in den Fleischteig rein kommen kann.

Zutaten

  • Gehacktes (in Österreich "Faschiertes") vom Rind oder Schaf. Bei den Muslimen gibt’s kein Schwein, was aber hierzulande von Nichtmuslimen schon verwendet werden kann.
     
  • an Gewürzen kann man je nach Geschmack verwenden:
    • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
    • oder Ajvar (= Paprikapaste, das gibt’s im Glas im Supermarkt. Gibt es in mild oder scharf. Ajvar macht alles schön saftig.)
    • Knoblauch
    • Bohnenkraut (Vorsicht, nicht zu viel davon nehmen. Es ist sehr intensiv)
    • oder Bockshornkleepulver (schmeckt wie Kräuterkäse. Das Pulver bekommt man im Bioladen oder Reformhaus. Man kann auch etwas von so einem Kräuterkäsekegel (im Kühlregal) rein reiben).

Bei den Gewürzen immer erst testen, ob man den Geschmack auch mag.

Zubereitung

  1. Nun alles gut vermengen und die Röllchen mit angefeuchteten (damit nichts anklebt) Händen formen.
     
  2. Dann ab in die oder auf den Grill.

Dazu wird traditionell Fladenbrot, Bier oder Ayran (Yoghurtdrink) und saure Sahne (als Dip) gereicht.

Sicher schmeckt auch ein Glas Rotwein dazu (Wer es darf ...).

(Bei uns gibt’s in den Balkanrestaurants oft Pommes frites zu den Cevapcici. Das ist allerdings gar nicht stilecht.)

Und dann Guten Appetit !

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