Immunsystem stärken mit Beifuß - Allzweckwaffe aus der Natur

Mit Beifuß kannst du dein Immunsystem stärken und Krankheiten vorbeugen.
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Dass ich eine besondere Vorliebe für Kräuter habe, dürfte mittlerweile so manchem hier bekannt sein. Wenn ich durch Wald, Wiese und Flur streife, halte ich stets Ausschau nach Heilpflanzen, was Kräuter ja auch sind.

Gerade die sogenannten „Unkräuter“, die in unserer näheren Umgebung unseres Wohnortes wachsen, sollten wir uns genauer ansehen. Denn es ist kein Zufall, dass sie uns sozusagen auf Schritt und Tritt begegnen. Brennnessel, Löwenzahn, Gänseblümchen, Giersch und Spitzwegerich sind so manchen geläufig. Der Beifuß hingegen, wozu auch der Wermut zählt, wächst ebenfalls oft vor unserer Türe und wir beachten ihn nicht bzw. wollen ihn sogar loswerden. Auch Wermut (Artemisia absinthum) ist ein Beifuß, aber deutlich bitterer im Geschmack. Er findet z.B. im beliebten Wermuttrank von Hildegard von Bingen seine Anwendung und ist einfach herzustellen.

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Estragon (Artemisia dracunculus) gehört ebenfalls zu Beifuß und wird z.B. gerne auch in Sauce Hollandaise verwendet und kann zu jedem Gemüse und auch Steak gereicht werden. Bekannt ist Estragon vor allem auch vom Estragon Senf.

Vorsicht ist bei Allergien durch Beifuß geraten. Z.B. kann Ragweed auch Beifußblättriges Traubenkraut genannt, bei sensiblen Menschen heftige Allergien auslösen. Hierbei sollte man eine Magendarm-Sanierung in Betracht ziehen. „Alles Übel kommt aus dem Darm“, sagt ein altes Sprichwort.

Lt. der TCM sind die Feuchte Hitze, Energiemangel und Lungenschwäche Umstände, die das Immunsystem schwächen und sind somit die Voraussetzung an Viruserkrankungen zu erkranken. Also gemäß dem Gedanken, dass das Virus sich bereits geschwächte Wirte sucht. Lt. TCM bedeutet eine geschwächte Lunge immer ein geschwächtes Immunsystem.Nun kommt hier der Beifuß ins Spiel als Allzweckwaffe. Er soll prophylaktisch wirken, also vorbeugend gegen Erkrankungen, da er eine Art Schutzschild nach außen hin bildet.

Der Wirkstoff Artesunat, ein Derivat (verarbeiteter Pflanzenwirkstoff aus dem Beifuß) wird bei der WHO als unentbehrliches Arzneimittel gelistet.

Würden wir diese Heilschätze das ganze Jahr über in unsere Ernährung miteinbeziehen, könnte man viel Leid verhindern und bestehende Beschwerden lindern oder sogar zur Ausheilung bringen. „Eure Nahrung sei eure Medizin. Eure Medizin sei eure Nahrung.“ sagt ein chinesisches Sprichwort.

Beifuß-Kräutersalz selber herstellen

Ich persönlich verwende Beifuß Vulgaris, den gemeinen Beifuß am liebsten im selbst gemachten Kräutersalz. Hierbei habe ich unter anderem natürlich auch andere Wildkräuter wie anfangs erwähnt verarbeitet. Dafür habe ich den Beifuß zum trockenen aufgehängt. Nach ca. 2 Wochen die Blätter abgerebelt und in der Kaffeemühle zu Pulver gemahlen und durch ein Feinsieb gesiebt. Grob gesagt habe ich ca. 1 gestrichenen Teelöffel vom selbst hergestellten Beifuß Pulver mit ca. 150 g Kräutersalz vermengt.

Dieses Kräutersalz mit Beifuß verwende ich vor allem zum Nachwürzen direkt am Tisch. Z.B. für das Frühstücksei oder für die täglichen Speisen, wo ich mehr Salz bzw. das gewisse Etwas benötige.

Das Kräutersalz mit Beifuß schmeckt sehr gut zum Spiegelei. Es gibt den Geschmack vom gewissen Etwas.

Man kann dazu auch gekauftes Kräutersalz verwenden und den Beifuß aus der Apotheke kaufen. Die Apotheken vermahlen auf Wunsch die Kräuter zu feinem Pulver. Das ist natürlich teurer als es selbst herzustellen. Doch auf jeden Fall die sicherste Methode, gerade dann, wenn man sich bei der Bestimmung von Beifuß nicht zu 100 % sicher ist. In Reformhäusern gibt es auch bereits gemahlenes Beifuß Pulver günstig zu erwerben. Man findet es aber eher in der Gewürzabteilung im Reformhaus als bei den Teemischungen. Oder aber auch online: Fuchs Beifuß gemahlen

So wirkt Beifuß 

  • Antioxidativ als Radikalfänger: Allgemein stärkend bei Schwäche und depressiven Verstimmungen – da er die Säfte des Körpers ausgleicht und schädigende Wirkung von Stress abprallen lässt bzw. eindämmt. Stress ist alles, was auf uns Tag täglich hereinprasselt und uns schwächt. Dies kann unsere Lebenshaltung sein, die Ernährung, Umweltgift, Stoffwechselprodukte u.v.m. kurz alles womit unser Immunsystem zu kämpfen hat.
  • Es soll auch gegen Parasiten und Würmer – sowie deren Eier helfen und wird daher seit Jahren auch erfolgreich gegen Malaria eingesetzt.
  • Wirkt gegen Bakterien: wie z.B. gegen Borreliose welche durch Bakterien von Zecken-, Floh-, Laus- und Mückenbisse übertragen werden.
  • Es soll gegen Viren aller Art helfen: wie z.B. Herpes Viren, sowie gegen Hepatitis und weitere.
  • Hilft bei Magen- und Darmbeschwerden und fördert und stärkt die Verdauung.
  • Bei Frauenbeschwerden wirkt es z.B. regulierend bei Zyklusstörungen wie beim Ausbleiben der Monatsblutung, bei Schmerzen während der Monatsblutung. Bei unstillbaren Blutungen, hierbei wird das Kraut zuvor yangisiert, d.h. geröstet und dann eine Infusion, das heißt ein Tee zubereitet. Es kommt in der TCM z.B. bei Neigung zu blauen Flecken, bei Zahnfleischbluten, starker und zusätzlichen Monatsblutungen zur Anwendung. Lt. TCM spricht man bei diesen Beschwerden von „Milz kann das Blut nicht halten“ Buchtipp: Rezepturen aus westlichen Kräutern
  • Lt. der Schulmedizin werden diese Beschwerden möglicherweise nicht ernst genug genommen. Zumindest habe ich das sehr oft so erfahren.
  • Beifuß soll lt. TCM auch die Kälte aus den 12 Meridianen vertreiben, z.B. mit einer Moxa Behandlung bei der Akupunktur. Hierbei wird das getrocknete Beifußkraut über der Akupunkturnadel verbrannt. Die hierbei entstehende Wärme soll die Kälte aus den Meridianen vertreiben, wie sie aus Sicht der TCM bei Rheuma vorkommen soll. Moxa darf nur von ausgebildeten Ärzten und Therapeuten angewandt werden, da dadurch Verbrennungen auf der Haut und den Energieleitbahnen entstehen können.
  • Beifuß kann man lt. Volksmedizin innerlich z.B. als Tee, Kräutersalz, Wermutessig, als Zusatz für Senf und Würzsaucen, als Gewürzkraut für deftige Speisen wie Gänsebraten oder auch äußerlich z.B. bei innerer Kälte als Fuß- oder Sitzbad und zur Beinpflege als Kräuter Öl verwenden.
  • Aber Beifuß wird in der TCM auch präventiv als Duftsäckchen zum Mitführen nahe am Körper empfohlen. Das Rezept hierfür lautet lt. Homepage der national library of medicin wie folgt: Bestehend aus chinesischen Kräutern und Wurzeln, wie den chinesischen Beifuß.
    Mitführen von Duftbeuteln mit chinesischen Arzneimitteln: 10 g Atractylodis rhizoma (Cangzhu), 10 g Artemisiae argyi folium (Aiye), 10 g Acori rhizoma (Shichangpu), 10 g Menthae herba (Bohe), 10 g Agastachis herba (Huoxiang);

Natürlich wird der Beifuß hier sehr häufig in Kombination mit anderen Kräutern angewendet. Da jedes Kraut einen ganz bestimmten Bezug zu den Organen und entsprechende Wirkung aufweist.

Hinweis

Dieser Beitrag von mir ist kein Aufruf, wahllos Kräuter zu sich zu nehmen. Ich habe ihn sorgfältig als Laie recherchiert und er dient nur zum Aufzeigen, dass wir auch selbst nach Lösungen suchen und diese auch finden können bzw. es mehr Möglichkeiten zum Schutz unserer Gesundheit gibt als die Schulmedizin es uns glauben machen möchte. Wie bei allen Tipps rund um die Gesundheit sollte der erste Ansprechpartner der Arzt des Vertrauens oder Apotheker sein. Wobei der letztere meist über größeres Kräuterwissen verfügt. Erfahrene TCM Ärzte jedoch, die in Europa entweder Schulmediziner mit Weiterbildung in der TCM und eigener Praxis sind oder ausländische, meist chinesische Ärzte, welche in Institutionen wie Krankenhäusern zwecks Forschung arbeiten, weisen in Bezug auf Kräutertherapie deutlich mehr Kenntnisse als herkömmliche Schulmediziner auf. Ausnahmen gibt es wahrscheinlich wie überall. Auch beschäftigt sich die traditionelle europäische Medizin (TEM oder TEH) mit der Phytotherapie, also der Pflanzenheilkunde.

Wie es auch immer: Bleib gesund! Beuge vor! Nutze die Heilkraft der Kräuter! Gib nicht auf und verzweifle nicht, es gibt auch für dich Hoffnung.

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