Plastik vermeiden im Alltag

Es gibt viele tolle Alternativen zu Plastikprodukten, zum Beispiel aus Holz oder Glas.
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Lesezeit ca. 9 Minuten

Dass das Problem unbekannt war, kann niemand sagen, wenn wir dann irgendwann in unserem Plastikmeer ertrinken. Fettgedruckte Schlagzeilen, erschreckende Bilder, wissenschaftliche Abhandlungen – das Thema Plastik ist schon seit Längerem omnipräsent in den Medien. Warum aber fällt es uns trotzdem so schwer, unseren Plastikverbrauch einzuschränken? Nach wie vor ist Plastik ein normaler Teil unseres Alltags. Es begegnet uns in unendlich vielen Formen und Anwendungssituationen und ist schlicht nicht wegzudenken. Je mehr man sich jedoch mit der Thematik beschäftigt, desto vielfältigere Alternativen eröffnen sich und mit ein paar guten Tipps an der Hand kann jeder einiges an Plastik einsparen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum Plastik ein Problem ist
  2. Wo ist Plastik versteckt?
  3. Plastik vermeiden – Schritt für Schritt
    1. Plastik vermeiden im Badezimmer
    2. Plastik vermeiden in der Küche
    3. Plastik vermeiden beim Einkauf
    4. Plastik unterwegs vermeiden
    5. Plastik vermeiden durch Selbermachen
  4. Aber was ist mit Bio Plastik?
  5. Verbot für Einwegplastikprodukte
  6. Fazit

Warum Plastik ein Problem ist

Plastik ist der umgangssprachliche Begriff für Kunststoffe verschiedener Art. Sie werden in vielen Bereichen eingesetzt, da sie sehr temperaturbeständig und elastisch bei gleichzeitiger Bruchfestigkeit sind. Du findest Plastik zum Beispiel unter den Bezeichnungen PE (Polyethylen), PP (Polypropylen), PVC (Polyvinylchlorid) oder PET (Polyethylenterephtalat). Die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unendlich und reichen von Tüten und Verpackungen über Bodenbeläge bis zu Kosmetika. Und weil wir das Plastik in unserem Alltag so gewohnt sind, fällt es uns meistens gar nicht mehr auf.

Dabei stellt die ununterbrochen laufende Produktion die gesamte Menschheit vor große Probleme. Pro Jahr werden rund 400 Millionen Tonnen Kunststoff produziert und nur 8% davon wird recycelt. Rund 80% landen auf Müllhalden oder in unserer Umwelt. Außerdem haben viele Plastikgegenstände eine sehr kurze Gebrauchsdauer. Durchschnittlich wird eine Plastiktüte nur 20 Minuten benutzt bevor sie im Müll landet. Der enorme Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung dadurch sind in keiner Relation zum Nutzen. Bei anderen Produkten sieht es nicht besser aus. Rund 40 Prozent aller Plastikprodukte werden in weniger als 30 Tagen zu Müll. Das führt neben unschön vermüllten Stränden und Parks auch zum Tod unzähliger Tiere. Besonders die Weltmeere sind betroffen: hier sammelt sich der Plastikmüll und verfängt sich in den großen Meeresströmungen. So gibt es zwischen Kalifornien und Hawaii einen drei Millionen Tonnen schweren Müllstrudel, der so groß ist wie Mitteleuropa. Und wen das schockiert, der muss sich gut festhalten, denn es gibt noch viele weitere solcher Plastik Verwirbelungen. Forscher sind der Meinung, dass bis zum Jahr 2050 mehr Plastik als Fische in den Ozeanen schwimmt.

Das Problem an Kunststoff liegt vor allem darin, dass er nicht biologisch abbaubar ist. Der Zersetzungsprozess einer Plastiktüte dauert tausende von Jahren, im Meer sogar noch länger. Es dauert ungefähr 400 bis 450 Jahre bis eine PET-Getränkeflasche komplett zersetzt ist. Bei einem T-Shirt aus Baumwolle sind es 6 Monate und bei einer Zeitung aus Papier 6 Wochen. Da ein so großer Anteil des Kunststoffs in der Natur landet, kann er sich dort anreichern und zerstört so das Ökosystem. Damit ist Plastik in hohem Maße für den Klimawandel und das Artensterben mitverantwortlich. Außerdem werden für die Herstellung von Kunststoffprodukten fossile Energieträger verbraucht, die inzwischen knapp geworden sind. Es kann also schon allein aufgrund der begrenzten Rohstoffe nicht so weitergehen mit unserer kunterbunten Plastikwelt.

In den letzten Jahrzehnten ist die Produktionsmenge von Plastik dramatisch gestiegen. So ist Menge an produziertem Kunststoff von 1,7 Millionen Tonnen im Jahr 1950 auf 322 Millionen Tonnen im Jahr 2015 angestiegen. Mittlerweile ist die Menge trotz Verboten bei über 400 Millionen Tonnen und diese Zahl steigt weiter. Da der Stoff unser gesamtes Leben durchzieht, ist es jedoch kaum möglich, komplett auf Plastik zu verzichten. Aber in manchen Bereichen ist es ganz einfach und nur mit einer kurzen Umgewöhnungsphase verbunden, auf Alternativen auszuweichen. Der größte Absatzmarkt für Plastik sind Verpackungen und hier kannst du als Verbraucher sehr gut ansetzen und mit deinen bewussten Entscheidungen die Welt verändern. Es geht nicht darum, von heute auf morgen ohne Plastik zu leben, sondern ein Bewusstsein für das Problem zu entwickeln und das im Alltag versteckte Plastik sichtbar zu machen.

Wo ist Plastik versteckt?

Unser Alltag ist von Plastik geradezu durchzogen. In vielen Fällen taucht der Kunststoff ganz offensichtlich auf, zum Beispiel in Form von Tüten oder Verpackungen. Aber Plastik bestimmt unser Leben in vielen unerwarteten Bereichen. Rohre und Isolierungen, Kosmetika und Shampoos, Autos, Handys und Computer...die Liste ist endlos. Und da wir so sehr daran gewöhnt sind, fällt uns das Plastik oft gar nicht mehr auf. Starte doch einmal einen Versuch und nimm für einen Tag jedes kunststoffhaltige Element, mit dem du in Berührung kommst, ganz bewusst wahr. Schnell wirst du mit dem Zählen gar nicht mehr nachkommen.

Das bedeutet aber nicht, dass wir sofort den Kopf in den Sand stecken müssen. Ist man sich der Ernsthaftigkeit des Problems bewusst geworden, kann man gezielt Handlungen folgen lassen. Problematisch sind vor allem Einwegverpackungen, da sie eine sehr kurze Lebensdauer haben, in großer Menge produziert werden und scheinbar unumgänglich sind. Denn wer im Supermarkt vor Regalen voll plastikverpackter Ware steht, der sieht zunächst einmal keinen Ausweg aus der Plastikhölle. Mit einigen guten Tipps kannst du den Plastikverpackungen aber geschickt ausweichen und so einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Plastik vermeiden – Schritt für Schritt

Niemand ist perfekt und vor allem ist niemand bereit, sein Leben von einem Tag auf den anderen komplett umzukrempeln. Etwas tun will man aber trotzdem. Suche dir deshalb einfach einen Bereich oder eine Sache aus, bei der dir die Umstellung leicht fällt. So hast du einen Ansatzpunkt und kannst von dort aus weitergehen – mit jedem Schritt wird es einfacher und je mehr Gedanken du dir zum Thema Plastik machst, desto bewusster nimmst du es im Alltag wahr und suchst auch aktiv nach Alternativen. Dafür gibt es grundlegend zwei Möglichkeiten: Entweder du ersetzt das betreffende Kunststoffprodukt durch ein anderes oder du machst das, was du normal in der Packung kaufst, einfach selbst. Gehe deine einzelnen Lebensbereiche Schritt für Schritt durch und sieh, wo du Plastik einsparen kannst.

Wenn du schon Utensilien aus Plastik besitzt, solltest du diese auf jeden Fall weiterverwenden, solange sie noch intakt sind. Wirfst du alles einfach weg, entsteht nur noch mehr Plastikmüll. Für Neuanschaffungen kannst du dir dann Gedanken über Alternativen machen, um keine neuen Plastikprodukte zu kaufen – denn auch wenn Plastikdosen oder Pfannenwender über einen langen Zeitraum benutzt werden, landen sie am Ende genauso auf dem riesigen Plastikmüllhaufen wie jede Tüte und jeder Strohhalm.

Plastik vermeiden im Badezimmer

Im Badezimmer finden sich Unmengen an Plastik. Probiere es doch mal mit einer Bambuszahnbürste und einem Rasierhobel.Der Tag beginnt morgens im Badezimmer und hier wartet einiges an Plastik auf dich: Angefangen mit Zahnbürste und Zahnpasta, über Shampoo, Duschgel und Flüssigseife sowie Rasierer und Rasierklingen bis hin zu Klobürste und Ohrenstäbchen.

Gott sei Dank gibt es inzwischen viele Anbieter, die sich der Problematik angenommen haben und bequeme Lösungen bieten. Kaufe beim nächsten Mal einfach eine und probiere feste Seifen und Shampoos aus, die ganz ohne Plastikverpackungen auskommen. Und statt dem Plastikrasierer mit Einwegklingen legst du dir einen Rasierhobel aus Holz und Metall zu.

Bei Hygieneartikel für Frauen kann sich viel Plastikabfall ansammeln. Auch die Entsorgung der Hygieneartikel ist nicht unproblematisch bspw., wenn sie falsch entsorgt werden. Da Tampons und herkömmliche Binden von den EU-Richtlinien zur Vermeidung von Plastikmüll ausgeschlossen sind, würden sich auch hier Alternativen anbieten:

Statt Tampons kannst du z.B. Menstruationstassen verwenden, die sind aus medizinischem Silikon, auf dem Bakterien nur ungern haften bleiben und das beste: Sie können wiederverwendet werden. Auch Binden können, z.B. durch Slipeinlagen aus Stoff ersetzt werden. Diese kannst du bequem in der , im Kochwaschgang mitwaschen und ebenfalls öfter verwenden.

Einseifen tun wir uns am liebsten mit einem Bade- oder Duschschwamm, die sind nur leider meistens aus Plastik. Auf das Einschäumen musst du trotzdem nicht verzichten, denn Bade- oder Duschschwämme lassen sich prima durch Badbürsten aus Holz ersetzen.

Plastikmüll vermeiden kannst du auch bei Wattepads, die kann man mittlerweile ebenfalls aus Stoff kaufen und in der Waschmaschine waschen. Wenn du mit einer Nähmaschine umgehen kannst, kannst du dir sogar selber Kosmetikpads aus alten Handtüchern oder T-Shirts machen, die du nicht mehr trägst.

Wer kein festes Shampoo oder Duschgel verwenden möchte, kann zumindest darauf achten, dass sich im Produkt kein Mikroplastik befindet (Bezeichnungen: AC, PA, PE, PP). Dies kann sich auch oft in Peelings oder Sonnencreme sowie in vielen Kosmetik Produkten wie Make-Up, Concealer oder Puder befinden. Greife am besten auf zertifizierte Naturkosmetik zurück, wenn du sichergehen möchtest, dass in den Produkten kein Mikroplastik versteckt ist. In Unverpackt-Läden gibt es oft auch Shampoo, Duschgel, Seife und Co. zum Abfüllen – so können die Plastikbehälter zumindest wiederverwendet werden und ihre Lebensdauer verlängert sich. 

Bei Mikroplastik gibt es zwei verschiedene Arten, dass primäre und das sekundäre. Das primäre Mikroplastik wurde bereits in dieser Form von der Industrie hergestellt. Dieses Granulat findet sich wie bereits beschrieben in Kosmetikprodukten. Das sekundäre Mikroplastik entsteht, wenn größere Plastikteile zerfallen.

Ein Großteil der Abfälle gelang als Mikroplastik in die Natur. Dieses wird dann von Tieren gefressen, da sie es mit Nahrung verwechseln. Beim Verzehr von Fischen und anderen Meerestieren wird das Mikroplastik dann wiederum von uns aufgenommen. In diesem Mikroplastik stecken viele Schädliche Schadstoffe. Weichmacher, Farbstoffe Stabilisatoren und Schutzmittel sind hierbei für die Menschen und Umwelt besonders gefährlich. Jede Woche nimmt jeder Mensch ungefähr 5 Gramm Mikroplastik zu sich. Das ist ungefähr so viel wie eine Kreditkarte wiegt.

Plastik vermeiden in der Küche

Einmach- oder Schraubgläser, die du bereits besitzt, eignen sich perfekt als plastikfreie Aufbewahrungsmöglichkeiten.Weiter geht‘s zum Frühstück in die Küche. Hier warten Schwämme und Lappen, Kochutensilien, Trinkhalme sowie Schüsseln und Aufbewahrungsboxen. Wenn du dich in deiner Küche umschaust, werden dir nach und nach immer mehr Kunststoffartikel auffallen.

Zum Aufbewahren und Verpacken kannst du statt Plastik super einfach auf Behältnisse aus Glas, Porzellan oder Edelstahl umsteigen. Schraub- oder Einmachgläser hast du bestimmt sowieso herumstehen, sie eignen sich perfekt für Reis, Linsen, Körner, Mehl und so weiter. Für das Brot unterwegs gibt es eine Edelstahlbox oder eine aus Bambusfasern. Kochutensilien und können durch Produkte aus Holz ersetzt werden und auch das Schneidebrett muss nicht aus Plastik sein. Denn entgegen der weitverbreiteten Meinung ist Holz nicht unhygienisch, sondern setzt antibakterielle Gerbstoffe frei. Strohhalme aus Plastik fallen seit dem 3. Juli unter das Verbot für Einwegplastikprodukte. Doch du musst nicht darauf verzichten, deinen Cocktail aus einem Trinkhalm zu trinken, auch hier gibt es Alternativen wie z.B. Strohhalme aus Edelstahl oder Glas.

Plastik vermeiden beim Einkauf

Auf dem Wochenmarkt gibt es frisches und regionales Obst und Gemüse ganz ohne unnötige Plastikverpackung.Der Supermarkteinkauf ist eine wahre Herausforderung, was die Plastikvermeidung angeht. Hier wimmelt es nur so von Verpackungen, teilweise sogar doppelt und dreifach. Und was nicht schon vor verpackt ist – Obst und Gemüse – das stecken wir dann fröhlich selbst in kleine Tütchen.

Einwegtragetaschen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von unter einer halben Stunde. Das ist ganz schön wenig dafür, dass sie danach noch tausende von Jahren auf unserem Planeten verweilen werden. Doch dieses Problem dürfte bald der Vergangenheit angehören, denn ab dem 01. Januar 2022 werden Plastiktüten verboten. Ausgenommen sind sogenannte „Hemdchentaschen“ für Obst und Gemüse, die kleiner als 15 Mikrometer und feste Plastiktaschen von mehr als 50 Mikrometern, da diese Erfahrungsgemäß häufiger wiederverwendet werden. Um Plastiktüten zu vermeiden, kannst du zum Einkauf ganz einfach einen Beutel, Korb oder Rucksack mitnehmen. gibt es inzwischen sogar in vielen Supermärkten zu kaufen, damit kannst du viele Tütchen einsparen. Und da Obst und Gemüse meist sowieso mit seiner eigenen natürlichen Schale kommt, braucht es oft ganz einfach gar keine Verpackung. Käse und Wurst kannst du statt aus dem Kühlregal an der Frischetheke kaufen. Bringe deine eigenen Behältnisse mit, in die die Verkäufer deine Ware direkt einfüllen können. Das funktioniert genauso mit Brotaufstrichen, Dips und Antipasti. Es kann sein, dass der Verkäufer deine Dose aufgrund von Hygienevorschriften nicht füllen möchte. Stellst du das Gefäß aber nur auf der Theke ab und der Verkäufer füllt die Ware dort hinein, sollte es kein Problem sein – und fragen kostet ja schließlich nichts.

Um nicht von Plastikverpackungen überwältigt zu werden, bietet sich der Einkauf auf dem Wochenmarkt oder im Unverpackt Laden an. Hier bekommst du alles, was du brauchst ganz ohne Kunststoff. Wenn es dafür in deiner Nähe keine Möglichkeit gibt, musst du vielleicht zunächst etwas mehr Zeit investieren, aber es lohnt sich. Für die meisten Produkte gibt es auch im normalen Supermarkt Alternativen, die in Papier oder Glas verpackt sind. Du musst vielleicht beim ersten Mal etwas suchen, aber sobald du weißt, wo du die plastikfreien Produkte findest, geht der Einkauf genauso schnell wie immer. Wichtig ist es, auf Mehrweg-Glas zurückzugreifen: Da die Produktion von Glas viel Energie benötigt, entsteht ein wirklicher Vorteil gegenüber Plastik nur bei Mehrweg.

Natürlich wird es nicht möglich sein, deinen gesamten Wocheneinkauf plastikfrei zu gestalten. Aber denke immer daran, dass jede Situation, in der du Plastik vermeiden kannst, etwas wert ist. Oft sind Produkte mehrfach verpackt oder es befinden sich in der Verpackung nochmals einzeln verpackte Portionsbeutel. Wenn du verpackte Ware kaufst, achte darauf, dass die Verpackung möglichst minimal gehalten ist.

Beim Einkauf lohnt es sich auch, auf Siegel wie den „blauen Engel“ zu achten, den findest du auf Produkten, die besonders umweltfreundlich sind. Das Forest Stewardship Council Siegel, kurz FSC, weist Produkte aus, die aus einer nachhaltigen Waldwirtschaft hervorgehen.

Auch der Online-Handel ist eine wahre Plastikschleuder. Jedes Produkt wird oft einzeln in Plastik sogenannten Polybags verpackt und dann meist in weiteren Plastiktasche gesammelt. Auch, wenn du diese Polybags in den Gelben Sack wirfst, kommen diese meist in eine Verbrennungsanlage und werden nicht Recycelt. Doch auch hier gibt es Alternativen. Einige Firmen haben sich zu diesem Problem Gedanken gemacht und das Single Use Plastic Programm gestartet. Ziel des Programms ist es, die Polybags zu recyclen und weniger Plastik in den Umlauf zu bringen. Mit ein bisschen Recherche lassen sich Online-Shops finden, die allerhand Produkte ohne Plastikverpackung anbieten.

Plastik unterwegs vermeiden

Lege dir einen wiederverwendbaren Kaffeebecher zu, um Wegwerfbecher zu vermeiden - und Rabatte zu erhalten!Wenn man in der Stadt unterwegs ist, plagt einen schnell der Hunger und man holt sich Sushi aus dem Supermarkt, Nudeln vom Asiaten und dazu vielleicht einen Coffee-to-go oder eine Flasche Cola? Früher kam alles mit einer ordentlichen Portion Plastik als gratis Zugabe. Heute ist es zwar eigentlich untersagt – doch die Händler dürfen Restbestände noch aufbrauchen. Alles kommt mit einer ordentlichen Portion Plastik als gratis Zugabe.

Hier ist ein wenig Vorbereitung gefragt, aber dann geht das Plastik Vermeiden auch unterwegs ganz einfach. Und auch wenn die Händler auf Pappbecher und Behälter aus Recyclingmaterial umgestellt haben: Wegwerfartikel müssen nicht sein. Viele Bäcker und Cafés bieten mittlerweile außerdem die Option an, wiederverwendbare Kaffeebecher vor Ort zu kaufen, die du immer wieder mitbringen und auffüllen lassen kannst. Essen für unterwegs kannst du dir entweder von zu Hause mitnehmen #mealprep oder aber ein Gefäß mitbringen, in welches das To-go-Gericht eingefüllt werden kann. Auch eine Trinkflasche kannst du immer dabei haben und dann beliebig oft mit Leitungswasser auffüllen.

Plastik vermeiden durch Selbermachen

Besonders viel Plastik kannst du sparen, wenn du im Alltag öfter mal selbst Hand anlegst und so den Kauf von verpackten Produkten einfach umgehst. Wenn du keine Fertigprodukte kaufst, sondern selbst frisch kochst, vermeidest du nicht nur Plastik, sondern tust auch deiner Gesundheit etwas Gutes.

Auch Spül-, Wasch- und Putzmittel kannst du aus wenigen Zutaten selbst herstellen. Das spart Verpackungsmüll und schont die Umwelt außerdem durch die natürlichen Inhaltsstoffe. Mit Essigessenz kannst du dir z.B. eine Allzweckwaffe gegen allerlei Verschmutzungen zusammenmischen.

Als Ersatz für gewöhnliche Frischhaltefolie kannst du Wachstücher einfach selbst herstellen. Diese sind wiederverwendbar, antibakteriell und sehen außerdem toll aus.

Wer motiviert ist, findet in allen Lebensbereichen Ideen, wie gekaufte Produkte durch selbstgemachte ersetzt werden können. Das fängt beim Zubereiten von gesunden Snacks an, geht weiter über selbstgemachte Seifen und Deos bis hin zu Kosmetika wie Puder. Wer also Spaß am Experimentieren hat, der kann gleich loslegen.

Aber was ist mit Bio Plastik?

Immer häufiger stolpert man beim Einkauf über sogenanntes Bio Plastik, das scheinbar als Lösung all unserer Müll-Probleme daherkommt. Warum also nicht einfach auf diese Alternative umsteigen?

Als Bio Plastik können zwei verschiedene Produktgruppen bezeichnet werden. Einerseits sind dies Kunststoffe, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe wie Stärke oder Cellulose erzeugt werden. Andererseits kann der Begriff Bio bei Kunststoffen auch dafür stehen, dass das Produkt biologisch abbaubar ist. Das ist ein großer Unterschied, da Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen nicht unbedingt biologisch abbaubar sein müssen, synthetisch hergestellte Produkte es dagegen unter Umständen sein können.

So viel zu den Begrifflichkeiten, das wahre Problem ist aber ein anderes: In fast allen Fällen sind diese Bio Plastik Produkte nicht wirklich biologisch abbaubar. Für die Bezeichnung ist nämlich keine Begrenzung des Zeitraums beinhaltet, den der Abbau benötigt. Eine biologische Abbaubarkeit ist zwar gegeben, die Zersetzung dauert aber wesentlich länger, als bei normalem Biomüll. Um diese Kunststoffe wirklich komplett abzubauen, braucht es industrielle Kompostierungsanlagen. Aufgrund der geringen Menge gibt es diese Möglichkeit aber für private Haushalte gar nicht.

Somit kann Bio Plastik nicht zusammen mit anderem Biomüll kompostiert werden, sondern muss im Restmüll entsorgt werden. Denn auch mit Verpackungen aus dem gelben Sack kann Bio Kunststoff nicht gemeinsam recycelt werden. Diese Begebenheiten sorgen nicht selten für einen großen Mehraufwand, da das Bio Plastik oft aus falschen Tonnen herausgelesen werden muss.

Insgesamt bietet Biokunststoff daher bis jetzt keinen Vorteil gegenüber herkömmlichem Plastik, sondern sorgt sogar für Probleme bei der Entsorgung. Es funktioniert also nicht, damit das Gewissen zu beruhigen. Die Forschungen schreiten aber weiter voran und vielleicht gibt es in nächster Zeit doch eine wirklich grüne Alternative.

Verbot für Einwegplastikprodukte

Jetzt weißt du, was du als Verbraucherin oder Verbraucher tun kannst, um Plastik zu vermeiden. Doch wer kümmert sich eigentlich um diejenigen, die das ganze Plastik in den Umlauf bringen? Mit diesem Problem hat sich das EU-Parlament auseinandergesetzt und sich mit den Mitgliedsstaaten auf ein Plastikverbot geeinigt. Seit dem 3. Juli 2021 gilt nun das Verbot für Einwegplastikprodukte. Das gilt auch für biobasierte oder biologisch abbaubare Kunststoffe. Diese dürfen in der EU nicht mehr produziert und nicht mehr in den Umlauf gebracht werden. Restbestände dürfen abverkauft, jedoch nicht weiter produziert werden. Unter dieses Verbot fallen:

  • Besteck inklusive C-PLA Besteck
  • Einwegteller
  • Plastiktrinkhalme
  • Luftballonstäbe
  • Rührstäbchen für Heißgetränke
  • Wattestäbchen aus Plastik
  • Getränkeverpackungen aus Polystyrol
  • Lebensmittelbehälter aus Styropor

Einige Produkte, die nicht verboten werden können, dazu zählen z.B. Hygieneartikel oder Zigaretten mit Plastikfilter, sind seit 3. Juli 2021 mit einem Warnhinweis versehen. Dieser Hinweis sollen dich über die möglichen Schäden durch Plastik warnen und dir zeigen, wie du die Produkte nicht entsorgen solltest.

Die neuen Warnhinweise für Plastikprodukte.

Quelle: Europäische Kommission.

Allerdings sind die neuen EU Verordnungen nicht ganz eindeutig definiert und lassen dadurch eine ganze Menge an Spielraum. So ist die Definition von Einweg- und Mehrwegprodukten nicht ganz genau geregelt. Aus diesem Grund ist auch das C-PLA-Besteck vom Verbot betroffen. Dieses ist zwar industriell kompostierbar, wird aber trotzdem verboten. Getränkebecher, Schalen und andere Verpackungen sind vom Verbot ausgenommen. Diese zählen nämlich laut Definition zu den Transportbehältern. An diesem Beispiel sieht man wie unterschiedlich die EU einzelne Plastikprodukte bewertet.

Die Bundesregierung informiert: „Stündlich werden allein rund 320.000 Einweg-Becher für heiße Getränke in Deutschland verbraucht - davon bis zu 140.000 To-go-Becher, so das Bundesumweltministerium. Die Abfall-Bilanz von Einweggeschirr und To-go-Verpackungen betrug im Jahr 2017 mehr als 346.000 Tonnen, ergab eine Erhebung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung. Die Menge der Kunststoffabfälle insgesamt stieg laut Umweltbundesamt zwischen 2015 und 2017 um 3,9 Prozent auf 6,15 Millionen Tonnen. Das war bisher Höchststand.“

Die Regierung hat sich mehr Nachhaltigkeit auf ihre Fahne geschrieben. Mit dem Gesetz zur Abfallrahmenrichtlinie wird seit dem 29. Oktober 2020 gegen die „Wegwerfmentalität“ angegangen. Die fünf wichtigsten Regelungen sind:

  1. Vernichtung von Retouren verhindern: Retournierte Artikel müssen weiter genutzt werden und sollen nicht zugunsten von Lagerkosten entsorgt werden.
  2. Vorrang für recycelte Produkte: Bundesinstitutionen sind verpflichtet Anbieter die rohstoffschonend, energiesparend und schadstoffarm wirtschaften zu bevorzugen.
  3. Handel trägt Reinigungskosten mit: Hersteller oder Vertreiber von Einwegprodukten müssen sich an Reinigungskosten von Parks und Straßen beteiligen.
  4. Schärfere Vorgaben für Recycling: Stärkung des Recyclings, insbesondere von Papier, Metall, Kunststoff und Glas.
  5. Abfälle müssen getrennt gesammelt werden: Öffentlich-rechtliche Entsorger sind dazu verpflichtet Müll getrennt zu sammeln.

Seit 1. Januar 2021 gilt zudem ein Exportverbot aus der EU für unsortierte oder verschmutzt Plastikgemische, welche sich nicht einfach recyceln lassen.

Weiter Regelungen sind für die nächsten Jahre geplant:

  • Ab 2022 Händler dürfen keine leichten Kunststofftragetaschen mehr ausgeben.
  • Einweg und Mehrwegflaschen aus Plastik müssen für Verbraucher besser gekennzeichnet werden.
  • Pfandpflicht für Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff (bis 3 L).
  • Ab 2023 Caterer, Lieferdiente und Restaurants werden verpflichtet Mehrwegbehälter als Alternative zu Einwegbehälter anzubieten.
  • Ab 2024 Pfandpflicht für Plastikflaschen mit Milchgetränken.
  • Ab 2025 PET-Einweg-Getränkeflaschen müssen mind. 25 Prozent Recycling- Plastik (Rezyklat) enthalten.

Fazit

Damit wir nicht irgendwann wie der Ochse vor dem Plastikberg stehen, kann jeder etwas zu einer Welt mit weniger Plastik beitragen. Auch die Regierung und Unternehmen werden sich hoffentlich in Zukunft weiterhin um nachhaltige Alternativen bemühen. Plastikstück für Plastikstück können wir gemeinsam bewusster und nachhaltiger konsumieren.

„We don‘t need a handful of people doing zero waste perfectly. We need millions of people doing it imperfectly.“

- Anne-Marie Bonneau

(Deutsch: Wir brauchen nicht eine Handvoll von Leuten, die das Abfall-freie Leben perfekt umsetzen. Wir brauchen Millionen von Leuten, die es unperfekt tun.)

In diesem Sinne: Wenn jeder ein paar kleine Maßnahmen ergreift, um in seinem Alltag den Plastikverbrauch einzuschränken, dann ist der Welt schon viel geholfen. Plastik soll nicht mehr normal und gewöhnlich sein, sondern bei jeder Sichtung ein Glöckchen in deinem Kopf läuten lassen, das nach einer Alternative fragt.

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67 Kommentare

1
Auch ich versuche seit einiger Zeit mit weniger Plastik auszukommen. Das heißt ich habe bei meinem Großeinkauf im Auto immer einige stabile Mehrwegtaschen dabei, wo ich die Artikel hineingebe. Die wenigen Plastiktaschen die ich noch verwende, werden von mir ausgewaschen und oft wiederverwendet. Obstnetze habe ich auch meistens mit. Auch Waschmittel fertige ich mittlerweile selbst an. Auf Limonaden in der Pet-Flasche verzichten wir bereits auch weitgehend.
Trotz alledem bekomme ich alle 6 Wochen immer wieder zwei fast volle gelbe Säcke zusammen. Also, da muss ich gestehen, dass in meinem Haushalt noch einiges an Handlungsbedarf da ist und ich sicher noch mehrere der angegebenen Tipps umsetze
27.5.19, 20:25
2
Kostet auch Geld
All die Dinge neu zu kaufen
28.5.19, 05:30
3
Der Tipp, eigenen Behältnisse für Ware aus der Frischetheke mitzubringen, ansich ist gut, aber nicht in allen Geschäften bekommt man die Frischware da auch hinein.
Das wird mit: “Aus hygienischen Gründen“, argumentiert.
28.5.19, 08:14
4
@Alicia54: 
Kaufland, hier bei mir , lehnt es auch ab Waren in mitgebrachte  Behältnisse einzupacken.
Man müsste dann im Laden umpacken, aber wer macht das schon ?
28.5.19, 08:43
Blackbird1111
5
In unserem Stadtteil gibt es ... halleluhja ... einen „Wasteless Pantry“-Laden. Dort gibt es so viel Zeug, dass ich im Supermarkt abgepackt kaufen müsste, angefangen bei Zucker und Mehl, über Gewürze, Öle, Pasta, Schokolade bis hin zu Kosmetika und Waschmittel.
Ja, es ist sehr gewöhnungsbedürftig und habe auch nur nach und nach genug Behälter gesammelt. Aber man sollte einfach nur anfangen und nicht nach Ausreden suchen. Ich sage halleluhja, weil ich nicht unnötig Sprit verbrauchen muss, um in so einem Laden einkaufen zu können.
Irgendwie ... ich weiß nicht wie ... sollten wir Verbraucher den Druck auf die Hersteller verstärken, dass sie uns ihre Produkte nicht x-mal verpackt aufdrängen.
Letztens habe ich mich geweigert, meinen Enkeln eine Tüte Schokoladenriegel zu kaufen, wo jeder kleine Riegel einzeln verpackt in der Tüte steckt. Ich hasse diese „bite size“-Verpackungen.
Ich bin also auf dem Kriegspfad gegen Verschwendung.  
28.5.19, 09:06
6
wir kaufen keine Getränke mehr in Einwegflaschen ... beim Mineralwasser ist der Preisunterschied verkraftbar aber gerade Cola oder Saft ist in "echten" Pfandflaschen deutlich teurer ... was soll das ??
28.5.19, 09:24
7
@Blackbird1111: 
Letztens habe ich mich geweigert, meinen Enkeln eine Tüte Schokoladenriegel zu kaufen, wo jeder kleine Riegel einzeln verpackt in der Tüte steckt. Ich hasse diese „bite size“-Verpackungen. Ich bin also auf dem Kriegspfad gegen Verschwendung. 
 
Konsequent sein ist ja gut, aber die Enkelin darunter leiden zu lassen, finde ich dann doch zu hart?
28.5.19, 09:25
8
wir legen hier im Hotel jedem Gast jeden Tag ein Minitütchen Gummibärlis auf das Kopfkissen, das ist eine schöne Geste und die Gäste stehen drauf aber da kommt ordentlich was an Plastikmüll zusammen ... mein Chef ist gerne bereit über eine Alternative nachzudenken aber leider fällt mir nix ein *seufz*
28.5.19, 09:38
9
@Agnetha:
Vielleicht die Bärchen aus einer großen Tüte in hübsche Bonbongläser umfüllen? Die könnte man spülen, wenn der Gast auscheckt.
Ich weiß aber nicht, ob das mit den Hygienevorschriften kompatibel ist.
28.5.19, 10:06
10
gute Idee, Jeannie ... aber dann regen sich garantiert welche drüber auf, leider ... die Vorschriften werde ich mal nachlesen
28.5.19, 10:12
Blackbird1111
11
@Alicia54: Sie haben nicht gelitten ... 😉
Ich habe ihnen erklärt, warum ich das Zeug nicht kaufe und sie durften sich dann eine Süßigkeit in annehmbarer Verpackung aussuchen. Letztendlich sind sie damit besser gefahren und ich habe in ihren Köpfen die Saat gelegt, dass Verpackungsmüll nicht akzeptabel ist.  
28.5.19, 10:20
12
@Blackbird1111: Achso, dann entschuldige ich mich für den Ausspruch “bestrafen“, weil sie dafür etwas Anderes, weniger aufwändig Verpacktes. bekam. 
Dann bist Du eine konsequente, aber auch liebe Oma?.
Ich kann leider nicht viel “in Oma“ machen, weil meine Enkel zu weit weg wohnen?
28.5.19, 10:40
Donnemilen
13
ich habe über meine Verhaltensweisen mal kurz nachgedacht und festgestellt das sich
abgepacktes Gemüse  schwer umgehen lässt, nur auf dem Wochenmarkt geht es  ohne.  
Da ich überhaupt keine Fertiggerichte kaufe spare ich schon einmal viel Plastikmüll ein, aber wer kann es Berufstätigen verdenken das sie sich mit solchen versorgen?
Mit Plastikschüsselchen an die Theke möchte ich nicht einkaufen  und wird auch in den meisten Läden nicht akzeptiert. Plastiktüten für die Einkäufe nehme ich auch nicht, u.a. auch  aus Kostengründen. Hierbei verzichten jedoch viele Firmen auf die kostenlose Werbung;-)  
Eigenartig finde ich das man bei  Aldi Nord neuerdings Einwegplastikhandschuhe für die Backwarenentnahme nehmen muss, ich fand die Greifzangen besser.
Mir fällt nur eine einzige "Sünde" ein: auf dem Campingplatz nehme ich öfters beschichtete Pappteller. Ich weiss aber nicht wieviel Plastik so ein Teil enthält.
Achja- jeden Joghurt einzeln im kl. Becher gibt es bei uns nie. Alle mögen meinen "Omajoghurt":
Naturjoghurt aus dem grossen Topf, mit frischen Früchten und/oder etwas selbstgemachter Marmelade, kein weiterer Zucker :-)

Einen "Cafe to go" habe ich übrigens noch nie gekauft


Ich finde diesen Bericht sehr gut, man kann nicht oft genug darüber berichten. Vor Jahren kaufte ich zB. gerne Duschgel mit Peeling Effekt, bis mein Sohn mich darauf aufmerksam machte das diese Partikel aus Mikroplastik bestehen!
28.5.19, 11:24
Blackbird1111
14
@Alicia54: Danke für die netten Worte. Ich bin aber manchmal auch eine alberne Oma. Habe meine Enkelin gelobt, als sie sich ein Bild auf ihre Beine gemalt hat. Hab‘ ihr gesagt, sie hat damit einen Baum gerettet (indem sie kein Papier verbraucht hat). Aber die Kids wissen auch, dass sie mich manchmal nicht ernst nehmen dürfen ... bin im Jahr des Affen geboren 😄
28.5.19, 11:33
15
Wenn ich nach der Arbeit mit den Öffentlichen oder mit dem Fahrrad nach Hause fahre, gehe ich oft noch schnell einkaufen. Einen oder mehrere Baumwollbeutel für den Einkauf habe ich dabei, aber weitere Gefäße passen nicht in den Arbeitsrucksack. Ich fände ein Pfandsystem auch für weitere Verpackungen gut. Dann könnte ich beim Wochenendeinkauf, wenn ich von zu Hause aus losgehe, alles zurückbringen. So finde ich im Supermarkt zwar wiederverwendbaren Netze für Obst und Gemüse, aber kaum lose Ware, die man darein tun könnte, weil fast alles schon abgewogen in Plastikschälchen mit Folie drum verpackt ist.😫
28.5.19, 12:57
16
In meinem Supermarkt darf man nun seine eigenen Verpackungen, i.e. Tupperware zu den Frischetheken mitbringen. Das ist ein Anfang. Und sie haben viel auf unverpacktes Gemuese und Obest umgestellt. Sogar freie Eier, wo man den eigenen Karton mitnehmen kann. Leider haben sie dafuer die Papiertueten bei der Baeckerei zu Plastik geaendert - der Sinn muss sich mir erst erschliessen. 
Grundsaetzlich kaufe ich keine Plastiktueten an der Kasse. Ich habe Merhwegtueten aus Stoff die sich in einen Ball wickeln lassen. Davon habe ich 3 in der Handtasche immer dabei.
28.5.19, 13:24
17
@Geli68: Im Laden umpacken würde die ursprüngliche Plastikverpackung ja nicht ungeschehen machen. Du hättest nur weniger Abfall in der gelben Tonne und der Laden mehr.
Die Verpackungsindustrie muss endlich daran arbeiten, wie Produkte plastikfrei oder -arm in den Handel gebracht werden können.
Der Einzelne kann natürlich aufwendig verpackte Waren boykottieren, aber oft gibt es eben (noch) keine Alternative. Leider...
Oder es gibt eine umweltfreundlichere Möglichkeit, die aber manchmal vehement abgelehnt wird. Mir ist da noch in Erinnerung, dass bei einem früheren Thread das Ansinnen von Verwendung eines Seifenstücks - in Pappe verpackt - empört als unhygienisch zurückgewiesen wurde. Flüssigseife - im Plastikspender natürlich - sei da so viel besser.
Es ist noch ein weiter Weg. 🙂
28.5.19, 14:25
18
Ich achte da in letzter zeit verstärkt drauf keinen unnötigen Plastikmüll zu produzieren. Was ich als guten Anfang finde ist mit den verpackten Artikeln generell sehr sparsam umzugehen. Das heisst Waschmmittel, WCreiniger , Spüli usw. wird sehr sparsam verbraucht, auch Küchenrollen und Toilettenpapier und Taschentücher wird nicht einfach nur so verbraucht sondern sparsam. Dann muss ich nicht so oft nachkaufen und ich hab weniger Plastikmüll.Getränke nur Mehrweg ausser mal für unterwegs.
28.5.19, 15:18
19
@DWL: 
Das stimmt schon ,aber hier ging es jetzt um eigene Behältnisse für Ware von der
Frischetheke mitbringen.
28.5.19, 16:30
xldeluxe_reloaded
20
Wir benutzen seit Ewigkeiten Einkaufstaschen, haben noch nie einen Coffee-to-go gekauft, essen kein Fastfood der bekannten Ketten, trinken Leitungswasser anstatt Mineralwasser in Petflaschen und haben doch alle 2 Wochen eine Gelbe Tonne voll bis obenhin: Joghurtbecher, Aufschnitt- und Käseverpackungen, Schälchen von Erdbeeren, Tomaten, Feldsalat, Matjesfilet, Fleischumverpackungen, Fleischsalat, Heringsfilet, Frischkäse, Saure Sahne, Sahne, H-Milch, gefärbe Eier, diverse Lakritzprodukte und Kekse - alles was wir ständig verspeisen, ist in Plastik verpackt. Wenn dann noch non Food-Produkte dazukommen, die in dickem Kunststoff eingeschweißt sind, als müssen sie die nächsten 2000 Jahre überstehen, hat man schnell einen Gelben Sack zusätzlich zusammen.

Wochenmärktet gibt es hier lange schon nicht mehr, Fleischer sowieso nicht.
Wir kaufen in Discountern und Supermärkten und so kommt sehr viel Plastik zusammen.

Und fast täglich auch ein Handschuh von den diversen Backtheken, den ich allerdings nicht dort entsorge sondern zuhause für leichte Schmutzarbeiten rund ums Haus verwende.

Trotzdem ist es unendlich viel Plastikmüll, den wir produzieren.
28.5.19, 19:52
Donnemilen
21
"nd fast täglich auch ein Handschuh von den diversen Backtheken, den ich allerdings nicht dort entsorge sondern zuhause für leichte Schmutzarbeiten rund ums Haus verwende."


Sehr gute Idee!
29.5.19, 07:23
22
Ich habe mir angewöhnt einen Porzellankaffeebecher in dem Rucksack mit zu nehmen,es kommt zum Teil sehr gut an.
29.5.19, 20:34
23
Ich auch!! Ich reise nie ohne meine Emailletasse (ist leichter als Porzellan). 
Diese ganze „Togo“-Hype habe ich nie verstanden und auch nie gebraucht. 
Aus meiner Emailletasse trinke ich alles: Wasser, Tee, Kaffee, Rotwein, Bourbon, Schwedenbitter. ??
29.5.19, 20:46
24
Ein Tipp am Rande:
Bald sollen auch Plastik-Trinkhalme abgeschafft werden (gut so!).
Ich sehe in Werbeprospekten (z.B. Kaufhof) inzwischen immer häufiger Trinkröhrchen aus Metall oder Glas und dazu extra feine, lange Reinigungsbürstchen.
Die waren mir bisher nie aufgefallen, so dass ich meine langen Edelstahl-Eislöffel mit Trinkrohr als Stiel nicht gerne benutzt habe, da ich das Innere nicht mechanisch reinigen konnte.
30.5.19, 11:25
25
@anemone: Ich begruesse den Strohhalm-Bann. Hier kriegst du schon kaum noch Plastikhalme, i.e. bei Fast Food Ketten und dergleichen. Bei Kneipen musst diu explizit nach Halmen fragen. Ich habe einen Metalstrohhalm in der Handtasche. Der kostete mich £2.50 und kam mit einem Pfeifenreiniger inklusive. Bester Kauf! 
30.5.19, 16:37
xldeluxe_reloaded
26
@Ayorea: 
Ich habe den Hype auch nie verstanden und habe nie einen Becher - woraus auch immer - bei mir, denn ich trinke meinen Kaffee gerne in Ruhe und nicht auf dem Weg von A nach B.
30.5.19, 21:02
27
@DWL: Du hast Recht: dass ein verpackungsarmes Seifenstück als „unhygienisch“ betrachtet wird, ist schon traurig. Auf eine öffentlichen Toilette vielleicht, aber doch nicht in meinen eigenen vier Wänden.
Anstelle eines Einwegbechers nehme ich ein Marmeladenglas mit Schraubverschluss. Für heiße Getränke habe ich mir Stulpen gestrickt oder gehäkelt. Die wirken wie eine Isolierschicht zwischen Fingern und heißem Getränk. Der Schraubdeckel hält unterwegs dicht. Da fülle ich morgens nach dem Frühstück den restlichen Kaffee rein und kann im Bus weiter trinken. Oder wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, kann ich mir einen Kaffee im Glas holen und bis zu einem schönen Plätzchen im Park radeln, wo ich ihn dann in Ruhe genießen kann. 
Das Glas lässt sich nach dem Kaffee unterwegs auch nur mit kaltem Wasser ausspülen und ist bereit für andere Füllungen, Wasser, Salat, Müsli... Zu Hause wird natürlich ordentlich gespült.
Vor ein paar Jahren habe ich das mal als Tipp eingestellt und war sehr überrascht, wie schlecht der bewertet wurde: https://www.frag-mutti.de/topflappen-stulpen-fuer-ein-schraubglas-a51271/
31.5.19, 09:51
28
@Mafalda: ich habe letztens noch einen Bericht gesehen, dass ein Cafe jetzt anstelle von Einwegbechern diese Marmeladengläser ausgibt. Und das sogar ohne Aufpreis, weil sie davon ausgehen, dass die Kunden die Gläser wieder mitbringen. Finde ich eine klasse Idee.
31.5.19, 10:02
29
@Binefant: das freut mich... Ich werde meist komisch angeschaut, wenn ich mein Marmeladenglas raushole, von anderen Kunden und von der Bedienung. Oft entsteht aber ein Gespräch, in dem ich durchaus auch andere überzeugen kann. Ich selbst bin überzeugt davon, bis jetzt ist mir noch kein Glas kaputt gegangen und  nichts ausgelaufen. Ich musste nur manchmal einen Deckel erneuern, aber die Gläser werden ja auch täglich für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt.
31.5.19, 10:11
30
Beim kleinen Kaffee auf meiner Arbeit kriegst du Diskount auf Heissgetraenke wenn du deinen eigenen Mehrwegbecher mitbringst. Ich finde so sollten das viel mehr Geschaefte machen. Die sparen sich ja auch Verpackungskosten. Zum Beispiel an der Kaesetheke, £1.99/100g, £1.79/100g mit mitgebrachter Verpackung. So schwer kann das doch eigentlich nicht sein.
31.5.19, 10:21
31
genau das ist der richtige Ansatz:  die Pappbecher und dergleichen richtig teuer machen, dann erledigt sich das Problem bald von selbst
31.5.19, 10:28
32
Das mit dem Rabatt bei eigenem Becher haben hier auch schon viele. Leider gibt es aber immer noch Geschäfte, die keine eigenen Becher erlauben. Und dann noch dämlich schauen, wenn ich statt dem Einwegbecher gerne einen Porzellanbecher hätte, dessen Inhalt ich dann in meinen umfülle.
31.5.19, 10:35
33
@Binefant: Solche Geschaefte sollten sich was schaemen. Die scheinen nicht einmal zu begreifen, dass es ihnen selber Geld spart. Das kann man ja fast nur mit Dummheit erklaeren.
31.5.19, 10:37
34
@Mafalda: 
Ich fülle mir für unterwegs zwar nur Wasser ab, aber für den, der unterwegs gerne heißen Kaffee oder Tee trinken möchte, finde ich die Idee mit dem Schraubglas gut.
Es gibt jedoch für unterwegs auch kleine 1/2 l Thermoskannen oder auch To-Go-Becher mit Schraubdeckel, die wegen der Isolierung den Inhalt deutlich länger warmhalten als Gehäkeltes. 
Wenn es darum geht, sich nicht die Finger zu verbrennen, sind auch Teeglashalter geeignet, in die man henkellose Teegläser setzt - oder eben ein Marmeladenglas.
31.5.19, 10:38
35
@Agnetha: ein hoher Preis für Einweg alleine macht den Umweltgedanken zum Problem der ärmeren Bevölkerung. Das führt dann dazu, dass  wer es sich finanziell leisten kann, die Umwelt nicht zu schützen braucht. 
Einwegbecher müssen einfach ganz weg. Kaffee wird nur noch im Mehrwegbechern aus Glas, Porzellan oder Metall  verkauft. Wer keinen mitbringt, muss einen Mehrwegbecher kaufen oder gegen Pfand leihen oder den Kaffee vor Ort trinken. 
31.5.19, 10:42
36
@anemone: ich besitze 2 gekaufte Isolierbecher aus Metall mit Kunststoffteilen im Deckel und Ventil. Leider nehmen die Kunststoffteile den Geschmack von den Getränken (Kaffee, Tee oder Suppe) an, lassen sich nur sehr schwer reinigen und das Ventil öffnet sich manchmal versehentlich. Der Isolierdeckel ist als solcher nicht mehr zu gebrauchen und macht jeden Kaffee ungenießbar. Ich schraube ihn zum Trinken komplett ab. Nach all diesen schlechten Erfahrungen lobe ich mir mein Marmeladenglas mit gehäkelter Manschette. Da schmeckt der Kaffee nur nach Kaffee und nicht irgendwie modrig.
31.5.19, 10:50
37
Ich habe zwei große Thermobecher (500ml) von Emsa, die halten knapp 10 Stunden heiß und sind innen aus Edelstahl und könnne komplett in die Spülmaschine, den Deckel kann man noch auseinanderbauen. Die gehen mit mir auf Reisen oder ins Auto. Dazu einen Bambusbecher als "to-go" Becher für den Arbeitsweg, wenn ich mit der Bahn unterwegs bin oder mal abends vergessen habe, meinen Tee aufzusetzen (die Thermbecher sind für spontanes mitnehmen nicht so geeignet, weil zu heiß). Wenn ich mir aber ansehe, wieviele Leute ich regelmäßig (!) morgens am Bahnhof treffe, die immer wieder einen Pappbecher nutzen, schüttle ich nur den Kopf.

Für Eistee, Saftschorle oder Cocktails habe ich mir für daheim Glasstrohhalme gekauft, die haben ein kleines Reinigungsbürstchen dabei, spart mir auch viel Plastik. Leider lassen unsere Einzelhändler es noch nicht zu, dass man Wurst, Käse etc nicht in mitgebrachten Dosen kaufen kann, es wird immer noch alles doppelt und dreifach verpackt. Seit neustem gibt es hier in der Stand einen Unverpackt-Laden, der hat leider nur zu Zeiten auf, die ich arbeitstechnisch nicht nutzen kann.
31.5.19, 11:01
38
emsa travelmug? hab ich auch  :o)
31.5.19, 11:50
39
@Agnetha: bingo :-)
31.5.19, 13:01
40
Überlegt Euch doch einfach , wie es unsere Großmutter und Mutter gemacht hatten im Altag . Ich erinnere mich noch daran , dass Schüsseln im Kühlschrank einfach mit einem Teller abgedeckt wurden .
Wattestäbchen gibt es jetzt ja mittlerweile mit einem Pappröhrchen und in einer Pappschachtel aber doch wieder mit einem Plastikdeckel . Meine Mutter nahm einfach ein Streichholz und etwas Watte und wickelte sie um das Hölzchen . Zum Einkaufen , klar eine stabile Tasche . Viele haben auch das häkeln wieder entdeckt und man sieht jetzt vermehrt Netze zum einkaufen . Für Obsttüten Ersatz kann man sehr gut die Wäschenetze nehmen oder man näht sich die Beutel einfach aus einem Stück weiße Gardine .
Vielleicht bekommen wir die Konzerne wirklich dazu ihre Plastikverpackungswut mal zu überdenken , wenn wir alle konsequent auf unnötiges Plastik verzichten ?
5.6.19, 01:57
miteigenenhaenden
41
Ich mach es wie Schnuff.
Obstbeutelchen habe ich von 3? Jahren aus Organza-Stoff genäht. Damals wurde ich noch komisch angesehen. Heute gibt es Mehrwegbeutel zu kaufen.
Oben Stand man irgendwo, dass es Obst und Gemüse nur auf dem Wochenmarkt lose zu kaufen gibt. Auch das hat sich inzwischen geändert. Jetzt machen auch Discounter mit.
Bisher wurde nur über Lebensmittel geschrieben.

Was ist mit Putz- und Waschmitteln und Hygieneartikeln?

Waschen kann man mit Efeu oder Kastanien. Ist oft beschrieben. Machen scheinen das scheinbar aber nur "Spinner", weil dann nicht schön (künstlich) duftet.
Spülmaschinenmittel kann man in Pulverform kaufen und dann die angegebene Menge vierteln. Damit hat man zwar immer noch die Plastiktüte, aber erstens reicht der Inhalt dann 4x so lange. Tabs sind hoch dosiert und einzeln in Folie verpackt.

Hygiene: Flüssigseifen enthalten oft Mikroplastik. Auch wenn sie plastikfrei sind, sind sie un einer Plastikflasche. Das gute alte Seifenstück ist in Papier verpackt, aber scheinbar nicht mehr modern.

Deo kann man mit Natron selbst machen. Rezepte gibt es viele in Internet.

...und so lässt sich die Liste fortsetzen.
Ich will Plastik nicht verteufeln, aber ich versuche es so weit es geht zu vermeiden.

Müllbilanz: Alle 13-14 Monate eine Restmülltonne zu 60 Liter.
Ca. alle 12 Wochen 1/2 Jutesack voll Folien, ein paar Plastikbecher vom Quark.
7.7.19, 16:13
42
@miteigenenhaenden: ich nutze schon länger feste Seife. Wer auf flüssige Seife nicht verzichten möchte, es gibt im Netz Rezepte, wie man sie selber machen kann.
Um die Seife schnell wieder trocken zu bekommen:
Nehmt eine Seifenschale und überspannt sie mit etwas stärkeren Haargummis. So liegt sie nicht mehr auf und kann trocknen.
Eine Spülmaschine habe ich nicht, nehme immer noch das Abwaschbecken. Ich hätte auch für eine Spülmaschine in meiner Singleküche keinen Platz dafür.
8.7.19, 11:30
43
@Schnuff: Ich benutze auch feste Seife und habe dafür an der Wand montierte Magnethalter mit einer Seifenschale darunter.
8.7.19, 18:38
44
@DWL: so wie früher , mit Metallteil in der Seife ?
8.7.19, 20:55
45
@Schnuff: Ganz genau!
👍
8.7.19, 22:11
46
Mein Mann war kürzlich im Krankenhaus und durfte das Bett nicht verlassen. Damit er ein Eis essen konnte, habe ich zum Eiswagen, der auf dem Krankenhausgelände stand, eine Tupperdose mitgenommen. Das wurde abgelehnt und mir wurde angeboten, noch einen Plastikdeckel auf den Eisbecher draufzutun! Wäre es nicht um einen kranken Menschen gegangen, hätte ich abgelehnt ! - Soviel zur Plastikvermeidung..........
Was die Plastikhandschuhe an der Brötchentheke angeht, muß ich mich teilweise schuldig bekennen, aber nur, weil die Klappen in manchen Supermärkten so umständlich zu bedienen sind und oft zufallen, während man mit der Zange rumfummelt!
18.8.19, 16:30
47
Eben hab ich im Net.to Prospekt gelesen, das man ab sofort eigene Dosen an die Bedientheke mitbringen darf.?
18.8.19, 16:57
48
@Arjenjoris:das finde ich prima , wurde schon mal beschlossen und dann doch wieder wegen Hygiene abgelehnt.....
18.8.19, 18:34
49
@Arjenjoris:
Hört sich gut an , unser Netto hat allerdings nur abgepackte Lebensmittel und keine Bedientheke!
19.8.19, 09:10
Blackbird1111
50
Noch ein Hinweis, den ich auch erst vor kurzem erhalten habe:
Die meisten Teebeutel werden unter der Verwendung von Mikroplastik hergestellt. Ich finde, das ist eine absolute Frechheit. Wir kaufen die Teebeutel, bruehen den Tee auf und trinken dann den Tee "versuesst" mit Mikroplastik.
Ich habe ein bisschen rumgegoogelt und erfahren, dass z.B. Lipton auf die Verwendung von Mikroplastik verzichtet, nur in den pyramidenfoermigen Beuteln ist bei denen Mikroplastik drin.
Wenn euch das auch stoert, dann erkundigt euch, welche Teebeutel "sicher" sind.
Ich habe mir ganz schnell etliche Teeeier gekauft und nehme jetzt nur noch losen Tee.
12.11.19, 06:36
51
@Blackbird1111: das mit losem Tee wollte ich gerade auch vorschlagen....es gibt doch diese Filtertüten dafür .
12.11.19, 10:39
Blackbird1111
52
@Schnuff: Ich finde, das Aufbrühen von Tee geht mit einem Teeei sehr gut. Da brauche ich keine Papierfilter.
Ich hole den Tee auch von unserem Unverpackt-Laden. Im Supermarkt kriegt man den losen Tee in einer Folientüte, die in einer Pappschachtel steckt. Und diese Pappschachtel ist nochmal eingeschweißt. Zu viel Müll ...  
12.11.19, 11:17
53
@Blackbird1111: da hast Du Recht . Nur im Teeei (was für ein Wort!) Ist der Tee eingequetscht , er kann sich nicht entfalten .
Hatte mir letztes Jahr für 2 Euro eine runter gesetzte Teekanne aus Glas mit Innenfilter vom Aldi Nord gekauft . Manchmal bekommt man auch dort losen Tee in Metalldosen . Da ist dann nur der Tee in Plastik wegen dem Aroma .
12.11.19, 11:30
Blackbird1111
54
@Schnuff: Eine Teekanne mit Filter hab‘ ich auch. Die gibt es preiswert bei Ikea. Aber wenn ich nur eine Tasse Tee aufbrühen will, muss das Teeei ran. Ich nehme auch nur einen gestrichenen Teelöffel Tee für eine Tasse. 
Ich denke, wenn sich der Tee richtig entfalten soll, müsste man ihn in die Kanne geben, ziehen lassen und dann mit einem Sieb abgießen ... so wie die Queen es tut 😉
Aber so wichtig ist mir der Tee dann doch nicht. Ich will nur keine Mikroplastik in meiner Tasse.
Deswegen der Hinweis.
12.11.19, 12:15
55
@Blackbird1111: ja für eine Tasse ist das ok . Wir hatten früher auch so ein kleines Tassensieb , es gab bei uns Abends oft schwarzen Tee aus Ostfriesland , "Broken Orange" .
12.11.19, 12:42
56
Daheim mache ich meinen Tee so:
Losen Tee in eine Glasskanne geben, heisses Wasser drauf, ziehen lassen. Dann einen Sieb in die Tasse und eingiessen, Teekruemel zurueck in die Kanne. Milch in die Tasse, fertig. Spart Filter, Beutel und Plastik.
13.11.19, 10:20
57
Für losen Tee gibt es Porzellantassen mit passendem Porzellan-Siebeinsatz und Porzellandeckel, damit der Inhalt nicht so schnell abkühlt.
Die finde ich ideal, wenn man nur 1 Tasse zubereiten will.
Vor kurzem habe ich auch Teesiebe für einzelne Tassen gesehen, die etwas tiefer sind als die gängigen "Kaffeesiebchen", so dass die Blätter mehr Platz zum Entfalten haben.
Für größere Mengen gebe ich den losen Tee in eine hitzefeste Glaskanne, fülle das heiße Wasser zu und gieße ihn nach der Ziehzeit in eine Isolierkanne um.
Nicht jeden Tee kann man beliebig lange im Wasser ziehen lassen, wo er außerdem auch schnell abkühlt.
13.11.19, 11:52
58
@anemone: "Nicht jeden Tee kann man beliebig lange im Wasser ziehen lassen, wo er außerdem auch schnell abkühlt." - da hast du vollkommen Recht, man bekommt mittlerweile aber auch schon Glaskannen fuer den kleinen Verbrauch. Ich verwende beispielsweise eine 2-Tassen Glaskanne und ich trinke so viel Tee, dass der gar nicht die Zeit hat kalt zu werden :D
13.11.19, 12:15
59
@Agnetha: Wetten, daß mehrere Deiner Gäste solche Bonbongläser bei der Abreise mitgehen lassen? Laß es doch einfach bleiben und weise am Empfang einfach darauf hin, warum Du es nicht mehr praktizierst! Du kannst es ja auch schriftlich machen, dann mußt Du nicht jedesmal bei einm neuen Gast von vorne anfangen!
23.11.20, 13:06
60
Ich arbeitete mal im Kindergarten,da mußten tgl.ca.14l Tee zubereitet werden. Ich nähte ein großes Baumwollsäckchen,damit sich der Früchtetee ausbreiten und entfalten konnte und keine Krümelchen darin verblieben. Es verfärbt sich zwar,doch ich kochte es tgl.in der Waschmaschine aus.Man kann auch mehrere Säckchen nähen,für zu Hause machte ich das auch.Keinen Weichspüler und keine Bleiche verwenden, das schmeckt nicht gut!
14.5.21, 11:27
61
Dieser Artikel ist zum Teil überholt und sollte modifiziert werden !!!

Seit 2021 gibt's ein EU-Verbot für Wegwerfprodukte aus Plastik.
Es dürfen keine Trinkhalme,
keine
Teller + Suppenschalen,
keine
Bestecke, Rührstäbchen,
Menüverpackungen,
keine Becher + Teller aus expandiertem Polystyrol,
Keine Wattestäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff/Biokunststoff mehr ausgeben werden.
(Vorrat durfte aufgebraucht werden)

Ab Januar'22 dürfen auch dünne Einkaufstüten nicht mehr von Händlern ausgegeben werden:
Ausgenommen sind besonders leichte Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke von weniger als 15 Mikrometern, wohl die, wie sie für Obst Gemüse angeboten werden.

Klar müssen wir Verbraucher darauf achten, weniger Plastik zu benutzen, aber besonders Handel und Industrie müssen sich auch umstellen und Alternativen schaffen und anbieten. Da wird noch viel zu viel Plastik verwendet!
6.10.21, 14:03
62
Man kann es auch übertreiben mit dem "Umweltbewusstsein" Man hat ja schon extra Tonnen für bio-Abfall und Glas und Altpapier also ganz einfach noch ne Tonne aufstellen und da das Plastik hinein. Das kann dann geschmolzen und wieder in was Neues gestaltet werden. Alles, was man heute hört, ist Umweltverschmutzung und globale Erwärmung. Ihr sollt gehorchen, unterliegt der Gehirnwäsche. Es ist wohl keinem dieser angeblichen Wissenschaftler bekannt, das die Erde schon mehrmals das Klima gewechselt hat. Alaska war mal tropisch. Auch wurde bereits bewiesen das Politiker dafür, um drei Ecken die Wissenschaftler bezahlt haben erhöhten Nummern anzugeben, damit man das Volk zwingen kann oder zumindest dazu bringen kann zu gehorchen. Man nimmt solche Vorwände um das Volk langsam aber sicher dem Sozialismus und Kommunismus zuzuwenden, wo die Regierung alles bestimmt sogar, wenn man sich die Nase putzen soll.oder den Hintern abwischen. Wird bald wieder so sein wie damals bei Hitler. Wehrt Euch
9.11.21, 08:31
63
@Mystique7454: Selten so einen Blödsinn gelesen - am besten ist, du ziehst dir deinen Aluhut tief ins Gesicht und treibst dich lieber auf Telegram herum, als hier deinen Quatsch zum Besten zu geben.
9.11.21, 08:42
64
@Agnetha: Ich arbeite auch im Hotel und kann sagen, die Gäste werden sich nicht nur darüber aufregen, sondern die Gläser werden auch zu Hauf auf wundersame Art verschwinden. Leider wird ja doch immer noch von vielen alles mitgenommen, was nicht niet- und nageltest ist!
9.11.21, 10:15
65
Ich finde es schon sehr gut, wenn jeder seinen Teil dazu beisteuert, die Umwelt vor Schaden zu bewahren. Ich verzichte auch auf Plastik wo es eben geht. Aber meiner Meinung nach sollten mehr bezahlbare Alternativen angeboten werden. Es ist zum Beispiel nicht jeder Familie möglich, in Unverpacktläden einzukaufen. Der Preisunterschied ist einfach bei vielen Artikeln zu hoch. Außerdem sollten die Maßnahmen auch einmal EU-weit beraten werden. Es ist schon merkwürdig, dass meine Kinder keinen bunten Plastikstrohhalm zu besonderen Anlässen nutzen dürfen, während in anderen Ländern (z.B. Niederlande und Polen), nicht einmal Pfand auf Dosen erhoben wird. Bei uns im Hotel sehe ich nach Abreise von Gästen aus anderen EU-Ländern oft erschreckende Berge an Dosen und anderem Plastikmüll.
9.11.21, 10:24
66
Oh jeh, das war ja fast ein Buch !!!!!!!!!!
Warum aber ? Eigentlich weiß doch jeder, dass sehr vieles was er/sie tut nicht richtig ist und nimmt trotzdem Plastik.

Ich denke, es ist einfach unsere Denkfaulheit, unsere Bequemlichtkeit (war doch schon immer so), uvm.

Da auch wir beim tauchen im Meer leider sehr (!!) Plastik sehen mussten, ist das auch kein neues Problem was lange erklärt werden muss.

Einfache Formel: auf Plastik verzichten - alles ok !!!!
9.11.21, 11:40
67
@Mystique7454: 
haha, danke für Deinen Witz,😂 denn , was Du geschrieben hast, kann ja wohl nicht ernst gemeint sein !
Aber leider gibt es tatsächlich immer noch Menschen, die in ihrer eigenen 'kleinen Blase' leben und so gar nicht realisieren, was in unserer Welt passiert und es offensichtlich auch nicht schaffen, ihren Horizont zu erweitern.

Sport trainiert die Muskeln für mehr Leistung . . . auch das Gehirn ist ein 'Muskel' 😉
10.11.21, 08:21

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