Geschmorter Lammschenkel
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Geschmorte Lammhaxe - einfache Zubereitung, unglaublich lecker!

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Ich weiß ja nicht, ob ihr es wisst, aber hier in Vancouver steht gerade die Stadt Kopf, weil die Vancouver Canucks (NHL Eishockeyteam) im Stanley Cup-Finale sind! Morgen ist das letzte Spiel und dann entscheidet sich, ob die Boston Bruins den Cup holen, oder wir hier in Vancouver zum ersten Mal den Stanley Cup haben dürfen :)

 

Zutaten für 4 Personen

  • 4 Lammschenkel pro Person
  • ca. 100 g Tomatenmark
  • 3 Zwiebeln
  • 7 Knoblauchzehen
  • Pilze
  • Karotten
  • Rinderbrühe oder ähnliches
  • Salz
  • Pfeffer
  • frischer Rosmarin
  • 2 getrocknete Lorbeerblätter
  • etwas Mehl

Lange Rede, kurzer Sinn: Gestern gab es zur Feier des 6. Spiels "Geschmorte Lammschenkel" (Braised lamb shanks), die ich zusammen mit einem Kumpel gemacht habe. (Leider gab es net viel zu feiern, da die Canucks gestern verloren haben und jetzt steht es 3 zu 3... D.h. morgen ist das alles entscheidende 7. Spiel!)

Das Tolle an dem Rezept ist, dass es in der Vorbereitung super einfach ist, und man damit ganz einfach zu Schwiegermuttis Liebling wird :)

Also, los geht es: Wenn du das nächste Mal beim Metzger deines Vertrauens bist, lass dir ein paar Lammschenkel (Schlegel? Keule? Haxe? Keine Ahnung was genau die deutsche Übersetzung ist. Hauptsache das Ding mit dem Knochen noch drin) mitgeben. Pro Person genau einen.

Wieder zu Hause, die Dinger pfeffern und salzen, dann in Mehl wenden. Das Mehl nicht wegschmeißen, das kann man nachher zum Sauce andicken nehmen!

Jetzt nimmt man am besten eine große, tiefe Pfanne mit Deckel her (die mit Glasdeckel sind super, da kann man nachher immer schön spickeln *g*). Alternativ einen großen Topf. Darin etwas Fett erhitzen (z.B. Rapsöl, Buttschmalz, irgendwas, was schön heiß werden darf). Die Lammschenkel darin kurz und heiß anbraten, damit sie schön braun außen herum sind. Lammschenkel kurz beiseite legen.

Als nächstes brauchst du ne grob gewürfelte Zwiebel. Die brätst du in der Pfanne von gerade eben scharf an. Ich hab auch noch zwei kleingeschnittene alte Karotten rein, denn die mussten weg. Wichtig ist, die selbe Pfanne zu nehmen, denn da ist ja der leckere Fleisch-Anbrat-Saft drin! Als nächstes muss Flüssigkeit rein (ca. so, dass die Schenkel noch leicht aus der Sauce rausgucken). Ich hab Rinderbrühe genommen.

Kräftig Tomatenmark dazu. Mit Salz, Pfeffer und Rosmarin würzen. Dazu noch ordentlich Knoblauch! Wir haben bestimmt 7 Zehen rein. Sehr lecker... Es passen auch getrocknete Lorbeerblätter dazu, haben wir aber nicht reingetan (vergessen).

Das Ganze kann ruhig Pi mal Daumen sein (daher hab ich auch keine genauen Mengenangaben). Die Zutaten sind so lecker, da kann nix schief gehen :)

So, und jetzt das Ganze aufkochen lassen und dann gleich die Hitze herunterdrehen. Die Dinger müssen jetzt ca. anderthalb bis zwei Stunden "simmern", also gaaaanz leicht köcheln. Alle halbe Stunde kann man die Lammschenkel mal umdrehen.

Kurz bevor alles fertig ist, nochmal ne halbe Zwiebel würfeln und mit ein paar kleingeschnittenen Pilzen in etwas Fett scharf anbraten. Mit in die Sauce und noch ein paar Minuten mitköcheln lassen.

Nach 90 bis 120 Minuten sind die Schenkel so butterzart, die fallen schon beim Angucken vom Knochen. Himmlisch! Und die ganze Bude duftet so unglaublich gut, man will sofort die Nase in die Pfanne stecken :)

Jetzt die Lammschenkel aus der Sauce holen und z.B. im Ofen warmhalten. Nun das Mehl von vorhin mit etwas Wasser gut durchschütteln (z.B. in einem alten Marmeladenglas) und in die Sauce geben. Nochmal aufkochen lassen, so dass es eine schön angedickte Sauce gibt.

Das war es auch schon! Dazu passen Spätzle, Nudeln, Reis, Kartoffeln. Wir haben Kartoffelbrei gemacht, dazu einen Tomatensalat, denn ein paar Tomaten lagen bisserl einsam noch in der Küche herum.

Nach dem Festmahl nicht die Knochen wegschmeißen! Die kann man wunderbar verwenden, um eine Lammbrühe herzustellen. Diese einfach einfrieren und dann beim nächsten Mal statt der Würfelrinderbrühe verwenden!

Und damit euch auch schön das Wasser im Mund zusammenläuft, hab ich gestern auch noch ein Bild von meinem Teller gemacht :)

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37 Kommentare


#1
14.6.11, 19:01
mmmh, das hoert sich lecker an! Das werde mir heute zum Mittagessen machen :D
#2
14.6.11, 20:03
Wow, mir läuft schon das Wasser aus dem Mundwinkel. Das mach ich bei nächster Gelegenheit.
Danke für Rezept und Foto.
#3
14.6.11, 20:05
Hört sich gut an, bis das es dann mal los geht.
Werde es ausprobieren.
#4
14.6.11, 20:18
Ein tolles Rezept und super lecker.
Genauso mache ich Kaninchenkeulen, die aber nur
ca. 50 Minuten brauchen.
#5
14.6.11, 20:26
150 Mio.Punkte.Wir lieben Lamm.Das mit der Nase in der Pfanne,hab ich als Kind probiert,seither gilt bei mir eine Gabel länge Abstand.LG an dich und ich drück die Daumen für die Canucks.
#6
14.6.11, 23:15
hmmm, das klingt super lecker. Leider bin ich alleinige Lammliebhaberin in unserer Familie. Aber ich werde es trotzdem ausprobieren.
Tolles Foto!
#7
14.6.11, 23:26
lecker mit kalbschenkeln (osso bucco) ;-)
lecker mit reis oder pasta
#8
15.6.11, 00:04
Genauso mache ich´s auch!
Beim gut sortierten Türken gibt es übrigens auch Würfel für Lammbrühe.
Und für Knoblauchliebhaber: Eine KNOLLE (ja, richtig gelesen!) Knoblauch abwaschen und einmal in der Mitte (waagerecht) durchschneiden und mit den Zwiebeln (sobald die glasig sind) anbraten.
Ich lösche den Bratensatz auch gerne mit einem Schuß Rotwein ab.
Ganz toll schmecken dazu auch die reisförmigen Nudeln!

Alle Daumen hoch!
#9 erselbst
15.6.11, 09:16
wie auf dem bild zu sehen ist, handelt es sich wohl um hintere lammhaxen! das geht aber auch genausogut mit einer ganzen lammkeule. gutes rezept!! dazu noch ein tip nach kanada: als beilage Reiberdtschi( Kart. Plätzchen)--das passt ausgezeichnet
#10
15.6.11, 09:35
Das Rezept ist super. Nur esse ich kein Lamm, Hase u. Wild. Ich denke, man kann das mit einem anderen Fleisch mit Knochen genau so hin bekommen. Die Rezeptur ist schon mal sehr gut. Mit Kalbshaxe geht das sicher auch, wie Hotlar schreibt.
Aber Danke für das Rezept.
Liebe Grüße nach Vancouver.
#11
15.6.11, 10:16
Mmmmmmhh (sabber sabber)
#12
15.6.11, 12:03
eine super nette anregung bin schon jetzt gespannt wie es munden wird...
und alles gute für das endspiel, ich war schon in vancouver und liebe es besonders vancouver island..
gruß aus berlin vom oliver
#13 Ribbit
15.6.11, 12:03
Blattlaus - superlecker, das mit der Knoblauchknolle :-9 vor allem natürlich, wenn man jungen Knobi nimmt.

Miezemausi - das ist ein Rezept, das man sehr gut für alle möglichen Fleischsorten nehmen kann. Wenn ein Knochen dran ist, umso besser. Ansonsten ginge das auch für einen "normalen" Schmorbraten ohne Knochen.
#14
15.6.11, 12:22
in Canada kann man offenbar gefahrlos Tomaten essen ... kleiner Scherz ;o)

ich mag auch nicht so gern Lamm aber den Hinweis mit den Kaninchenkeulen finde ich super (vielen Dank), werde das Rezept so an meine Mutter mailen, für die nächste Famillienfeier ... mjamm
#15
15.6.11, 14:05
Also ich wußte nicht was in Vancouver los ist aber was dazu gegessen wird ist einsame Spitze habs gemacht und bin begeistert
Bernhard danke fürs Rezept
#16
15.6.11, 15:11
Geht das denn auch mit Geflügelschenkeln?
Wir mögen weder Lamm noch Hase...
Und wie lange bräuchten diese dann? Doch sicher wesentlich weniger, oder?
#17
15.6.11, 16:42
ja, EHEC gibt's hier (noch) nicht . ist auch kein Thema hier :) Ich lebe zumindest noch *g*
#18
15.6.11, 18:23
Ich gebe - kurz bevor alles fertig ist - noch geschälte Tomaten aus der Dose dazu ( etwas zerkleinern ).
1
#19
15.6.11, 18:24
Selten hab ich so eine sympathische, witzige und nette Rezeptbeschreibung gelesen.
Schon das ist ein Grund alles mal auszuprobieren.

Herzlichen Dank und gerne mal wieder...:-))
Es grüßt Nicole aus Hamburg
#20
15.6.11, 18:42
Lecker so ähnlich mache ich es auch nur nutze ich Keulen von ausgewachsenen Tieren.Bei Hinterkeulen reicht meist 1 für 4 bei Vorderkeulen 2 zu 4.Ein kleiner aber feiner unterschied ist das ich flache Taschen unter die Haut schneide(spitzes Messer)in die ich je eine Rosmariennadel und je eine dünne Scheibe/Stick Knoblauch schiebe .Und die Keule vor dem panieren dünn mit Senf einschmiere.

Liebe grüße nach Canada Sikas

PS: ich drück euch die Daumen
#21
15.6.11, 20:26
einfach nur lecker..........................
#22
15.6.11, 21:26
Das Rezept klingt super.... Wird am WE ausprobiert. Aber heute nacht drücken wir Euch mal ganz dick die Daumen. Besonders Christian Ehrhoff, mit dem ist Krefeld ( meine Heimat) 2003 Deutscher Meister geworden.
Go Chris... Go....
Alles Liebe, Birgitt
#23
16.6.11, 06:40
hört sich gut an. Leider streikt meine Familie bei Lamm
#24
16.6.11, 09:46
Super Rezept . Ist auch für andere Schlegel geeignet. Ich würde allerdings das Tomatenmark vor dem Ablöschen mit anschwitzen. Dann kommt der Geschmack und die Farbe noch besser zur Geltung. Da ich kein Lamm esse hab ich meine Kaninchenkeulen ähnlich gemacht.
Die Knochen aufheben lohnt nicht, denn die ganze Kraft und der Geschmack sind schon ausgekocht. Beim Metzger des Vertrauens gibt es aber Lamm oder Kaninchen oder auch Putenklein für kleines Geld . Aus dem lässt sich eine super Grundlage für Sossen machen.
1
#25
17.6.11, 20:57
Wow! Erst mal den Daumen gaaaanz hoch für dieses Superrezept! Dafür lohnt es sich, mal wieder ne Lammkeule in den Ofen zu werfen! Nun meine kurze Anregung: Ich würde auch eine leckere Rotweinsoße aus dem Fond machen. Und statt des Mehls zum Binden der Soße würde ich Creme Fraiche nehmen. Und die Pilze????? Die findest du, lieber Bernhard, bestimmt in den kanadischen Wäldern (Steinpilze oder Pfifferlinge gibts bei euch bestimmt auch....). Und der Mann konnte vor Jahren noch nicht mal Kartoffeln kochen............ Klasse, Bernhard!
#26
17.6.11, 21:05
@Horst-Johann Lecker: stimmt, den Rotwein hab ich im Rezept vergessen. Der kann noch mit rein, wir hatten aber leider keinen da. Daher hab ich wohl auch vergessen ihn mit reinzuschreiben :)

Danke fuers Lob!
1
#27
18.6.11, 19:04
Ach, Bernhard, das macht doch nix, wenn man mal was vergißt. Wir vergessen doch alle mal in nem Tip ne wichtige Kleinigkeit. Gestern hab ich nen Tip entdeckt, bei dem der Tipschreiber vergessen hat, sein Gericht zu kochen....*hihihiihi

Und ansonsten...... wann machst du als Küchenchef in Vancouver n Sternerestaurant auf?
#28
9.8.11, 07:56
wow das ist leckrig .....wenn ich dir zwei Tipps geben darf ....röst das Tomatenmark(sollte man immer machen mit Tomatenmark) mit den Zwiebeln und den Karotten etwas an und geb erst dann die Brühe dazu. Nimm für die zweiten Zwiebeln die Du mit den Pilzen beigibst kleine Perlzwiebeln die man gleich ganz anröstet, dürfen auch die aus dem Glas sein vor Gebrauch gut wässern. Ansonsten mach ich das genau wie Du. Ich bin Köchin und komme aus der Schweiz
1
#29
9.8.11, 08:49
Hallo nach Canada :-)

Is ja was extra Feines - für's Wochenende eingeplant!
Danke für das Rezept und Daumen hooooch
-2
#30
9.8.11, 09:33
hallo,
wie assoziert man eigentlich lammkeule mit stanleycup und canuckis?
ist so etwas in der kanadischen wildnis mit millenium in der zivilisierten welt vergleichbar oder wie soll man das verstehen?
und wenn die nuckis im halbfinale ausscheiden gibt es dann kein lammfleisch?
gruß
#31
9.8.11, 09:41
Verfeinere die Soße noch mit Schmand oder Creme Fresh. Hm. lecker.

Sehr gutes Rezept ..Danke!!!
#32
9.8.11, 11:35
hej

ich lösche sowas immer noch mit einem kräftigen schuß rotwein ab. evtl. noch einige oliven dazuschmoren.
gruß aus nordschweden nach vancouver

elke
#33
9.8.11, 12:17
Vorbildliche Rezeptbeschreibung! Man merkt dabei deutlich den SCHWABEN:
"Ich hab auch noch zwei kleingeschnittene alte Karotten rein, denn die mussten weg"
Wenn bei mir das Essen (früher mal) bei der Familie nicht so geschmeckt hat, kam immer die Frage: "Mama was hat heute wegmüssen?"
Viele Grüße aus dem Schwabenland (ich bin in Merklingen aufgewachsen)
Ursula
-1
#34
9.8.11, 16:23
Die Ansage ist mir einfach zu lang, aber gut das du das rezept hier preis gegeben hast, ich werde es aus zu probieren
-3
#35 erselbst
9.8.11, 16:31
das rezept war doch erst vor kurzem hier eingestellt---warum jetzt schon wieder?
#36
9.8.11, 21:52
@uschz: welches Merklingen?
#37
22.3.16, 11:23
Habe es letzte Woche nachgekocht... Ein Traum!!! Vielen lieben Dank für das tolle Rezept!

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