Leinöl - supergesund, regional und vielseitig einsetzbar

Leinöl: Gesunde Eigenschaften für einfache Rezepte

Heimisches Superfood Leinöl

Es ist ja immer wieder von sogenannten Superfoods die Rede. Meist handelt es sich hierbei um Nahrungsmittel, die in weit entfernten Ländern erzeugt und um den halben Globus zu uns geflogen werden. Dabei gedeihen auch bei uns einige Pflanzen, die wahre Superfoods liefern. In diesem Beitrag möchte ich euch das Öl aus den Samen des Gemeinen Leins vorstellen, der seit Jahrhunderten bei uns angebaut wird.

Eigenschaften des Leinöls

Leinöl oder Leinsamenöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren, die u. a. für die Blutbildung und die Regulierung des Cholesterinspiegels verantwortlich sind. Linolsäure, eine Omega-6-Fettsäure, kommt ebenfalls reichlich im Leinöl vor und ist besonders für ein gesundes Hautbild zuständig. Leinöl ist besonders für Veganer interessant, da die Omega-3-Fettsäuren nur in wenigen pflanzlichen Produkten vorkommen (eine besonders ergiebige Quelle für Omega-3-Fettsäuren ist fetter Seefisch). Bei längerer Lagerung kann Leinöl bitter werden, daher empfiehlt es sich, das Öl in kleineren Mengen (300 ml bis 500 ml) zu kaufen. Leinöl sollte nur in kalten Zubereitungen verwendet werden, zum Braten und Frittieren eignet es sich nicht.

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Rezepte mit Leinöl

Budwig Mayonnaise

Hier möchte ich euch ein Rezept der Apothekerin und Naturheilkundlerin Dr. Johanna Budwig vorstellen. Dr. Budwig entwickelte ein Ernährungskonzept, das auf mageren Milchprodukten in Kombination mit Leinöl basierte, von dem sie sich eine Heilung von Krebserkrankungen versprach. Als Nicht-Medizinerin würde ich niemals so weit gehen, eine Heilung von Krebs durch bestimmte Ernährungsformen zu verbreiten und auch die Ernährung nach Johanna Budwig wird durchaus kontrovers diskutiert. Das Rezept für die sogenannte Budwig-Mayonnaise habe ich von einer hochbetagten, sehr vitalen Dame erhalten, ich habe es ausprobiert und für sehr lecker befunden. Zumindest kann man mit einer pikanten Creme aus Magerquark und Leinöl nichts falsch machen, zumal die Zusammensetzung um einiges kalorienärmer ist als die einer herkömmlichen Mayonnaise. Nun zu den Zutaten und der Zubereitung:

Zutaten

  • 70ml Leinöl
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 30ml Vollmilch
  • 2 Teelöffel Senf
  • 130 gr Magerquark
  • 1 Teelöffel Honig
  • 2 Gewürzgurken

Zubereitung

Die Gurken klein schneiden und mit den genannten Zutaten im Mixer pürieren. Eine sehr leckere Beilage zu Pellkartoffeln, Fisch, Eiern, gekochtem Spargel u. v. m.

Falsche Sardellenfilets

Leinöl kann man in der Küche gut einsetzen, um zusammen mit Algen einen fischigen Geschmack zu erzeugen. Hierzu mein Rezept für falsche Sardellenfilets:

Zutaten

2 Auberginen
3 EL Salz
Nori-Alge
400 ml Leinöl

Zubereitung

2 Auberginen in fingerlange Streifen schneiden, mit 3 Esslöffeln Salz verkneten und durchziehen lassen. Anschließend auspressen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 200 Grad leicht hellbraun werden lassen. Dazu braucht es etwa 10- 15 Minuten.

Die Auberginenstreifen vom Backblech nehmen, in einem Glas mit zerbröselter Nori-Alge schichten (das Stück sollte etwa die Maße 15 cm x 10 cm haben). Dann mit Leinöl übergießen, bis die falschen Sardellenfilets leicht bedeckt sind. Mit etwa 400ml Leinöl müsstet ihr hinkommen. Geschmacksabwandlungen sind mit Chilis, schwarzem Pfeffer, Knoblauch oder in Stücken geschnittenen Bio-Zitronen möglich.

Wenn ihr die falschen Sardellenfilets gegessen habt, könnt ihr das Öl auch für Dressings weiterverwenden, vorausgesetzt, dass ihr es kühl lagert. Bei Zimmertemperatur kann offenes Leinöl schnell bitter werden.

Leinöl-Haarkur

Leinöl in das feuchte Haar gut einmassieren, 2 Stunden mit Handtuch einwirken lassen, dann mit Shampoo ausspülen. Bei schulterlangem Haar sind 2 Esslöffel Leinöl ausreichend.

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