Die Buchstaben KFZ stehen für Kohlenhydrate, Fette und Zwischenmahlzeiten. Bei der Diät werden keine Kalorien gezählt. Dafür wird geschaut, dass Kohlenhydrate und Fette nicht zusammen in einer Mahlzeit sind.

Abnehmen mit der KFZ-Diät

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Nachdem ich hier in letzter Zeit einige Ernährungstipps gelesen habe, möchte ich euch mal meine persönliche Diät-Erfahrung mit auf den Weg geben. Ich hatte die KFZ-Diät probiert. Die hat nichts damit zu tun, dass ihr das Auto stehen lassen sollt. Wobei natürlich alles für mehr Bewegung spricht – mit oder ohne Diät.

KFZ ist die Abkürzung für Kohlenhydrate, Fette, Zwischenmahlzeiten

Die Buchstaben KFZ stehen für Kohlenhydrate, Fette und Zwischenmahlzeiten. Bei der Diät werden keine Kalorien gezählt. Dafür wird geschaut, dass Kohlenhydrate und Fette nicht zusammen in einer Mahlzeit sind und ein zeitlicher Abstand von einigen Stunden zwischen dem „K“ und dem „F“ liegen. Für mich hieß das zugegebenermaßen, dass ich erst mal lernen musste, was außer Kartoffeln zu den Kohlenhydraten gehört und wo ich mit den so genannten versteckten Fetten rechnen muss. Aber: Alles halb so schlimm!

Prinzip der KFZ-Diät

Ausgehend davon, dass beim Essen erst die Kohlenhydrate verarbeitet werden, bevor es ans Fett geht, sind beispielsweise Spaghetti (Kohlenhydrat) mit Schinken (Fett) keine gute Wahl. Die Kohlenhydrate brauchen ein paar Stunden, bis sie verbraucht sind. Das Fett aus dem Schinken sucht sich derweil einen Platz im Fettspeicher. Greift ihr in dieser Zeit zur Zwischenmahlzeit, dann lässt sich das Fett träge nieder, da es nicht zum Einsatz kommt. Und hier greift das Prinzip der KFZ-Diät: Es geht nicht darum, Fette gänzlich zu vermeiden, sondern sie à la Trennkost nicht mit den Kohlenhydraten zusammen zu bringen.

Auf gute Kohlenhydrate achten

Wenn ihr es schafft, dann meidet schlechte Kohlenhydrate wie Zucker oder Weißbrot, die nicht sättigen. Gute Kohlenhydrate sind in Vollkornprodukten, unpoliertem Reis, Grieß, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten wie Bohnen, Erbsen, Linsen.

Lebensmittel mit Fetten

Tierische Fette sind in Fisch, Fleisch und Wurst, Butter, Milch, Sahne, Joghurt, Käse, oder Eiern. Die pflanzlichen Fette habt ihr im Öl, Tofu oder auch in der Avocado. Das alles heißt es also bei der KFZ-Diät von den Kohlenhydraten fern zu halten. „Versteckte Fette“ findet ihr in Saucen, Dressings, Kuchen oder Torten.

Mögliche Beilagen zur KFZ-Diät

Um es mir – gerade in der Anfangszeit – zu erleichtern, habe ich mir diese Liste der möglichen Beilagen für die Fett- oder Kohlenhydrat-Mahlzeit an den Kühlschrank gepinnt. Von diesen Sattmachern dürft ihr essen so viel ihr wollt.

Artischocken

Grünkohl

Rosenkohl

Auberginen

Karotten

Rotkohl

Bambussprossen

Knollensellerie

Sauerkraut

Blumenkohl

Kohlrabi

Schwarzwurzeln

Bohnenkeimlinge

Kopfsalat

Spargel

Brechbohnen

Kürbis

Spinat

Broccoli

Lauch

Steckrüben

Chicorée

Mangold

Steinpilze

Champignons

Paprikaschoten

Stielmus

Chinakohl

Pfifferlinge

Tomaten

Eisbergsalat

Radicchio

Weißkohl

Endivien

Radieschen

Wirsing

Feldsalat

Rettich

Zucchini

Fenchel

Rhabarber

Zwiebel

Gurken

 

 

Quelle: Prof. Dr. Olaf Adam, KFZ-Diät

Phasen und Zeitabstände beachten

Nachdem ihr nun einen kleinen Überblick habt, was miteinander geht und was nicht gilt es noch den Rhythmus der K- und F-Phase abzustimmen. Am Morgen fangt ihr mit der Kohlenhydrat-Phase an. Und die gibt es auch noch mal zum Mittagessen. Am Abend dürft ihr dann in die Fett-Phase einsteigen. Davor solltet ihr für vier Stunden keine Kohlenhydrate zu euch genommen haben, da erst nach dieser Zeit die Fettverbrennung anfängt. Das heißt auch für Zwischenmahlzeiten am Nachmittag, dass ihr euch was „Neutrales“ wie Karotten, Kohlrabi etc. aussucht. Nach der F-Mahlzeit am Abend heißt es dann ebenfalls, auf Kohlenhydrate zu verzichten, und zwar für sechs Stunden.

Jetzt interessiert euch vielleicht noch, wie viel ich abgenommen habe? Bei mir war es in zehn Wochen fünf Kilogramm. Das konnte ich zwei Jahre halten, bis zum Jobwechsel. Nun muss ich leider öfters mit Geschäftspartnern ins Restaurant und schaffe hier die Trennung von Kohlenhydraten und Fetten nicht immer, es haben sich also wieder zwei Kilo ihren Platz zurück erobert.

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31 Kommentare


#1
13.5.16, 16:53
Ein guter Tipp mit vielen Fragezeichen. Zum Frühstück gibt es Butterbrot ohne Aufstrich, da fetthaltig oder Müsli mit Gemüsesaft. Zum Abendessen gibt es keinen Fruchtsaft und keine alkoholischen Getränke wie Likör, süßen Schaumwein, Lambrusco, Portwein und Punsch? Die haben einen hohen Kohlenhydratgehalt. Ist das so richtig? Das wäre für viele zuerst wirklich eine große Umstellung. Wenn man mit dieser Diät gut abnehmen kann und man nicht hungrig und gereizt ist, lohnt es sich bestimmt.
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#2
13.5.16, 17:07
ich glaube, man nannte diese Diät mal Trennkost, bei der Kohlehydrate und Fette nicht zusammen gegessen werden. War mal ein großer Trend in den neunzigern. Ich kenne viele die das gemacht haben, naja, verdammter JOJO Effekt.😁
Diäten machen dick, das sagt inzwischen jeder Mediziner und Ernährungsberater. Besser ist eine totale Ernährungsumstellung, denn wer  zu dick ist, futtert entweder zuviel, oder das falsche oder kann krankheitsbedingt kein Gewicht verlieren. Dann kommen noch die genetischen Veranlagungen dazu und und und.
ich bleibe ich mit meinen Röllchen und  paar kilo mehr und esse, was mir gut tut.
4
#3
13.5.16, 17:19
Dieser Diätplan erinnerte mich auch sofort an die Trennkost, mit der ich mich allerdings nie näher befaßt habe.
Wenn ich bei jedem Bissen überlegen muß, ob er jetzt in den Plan paßt oder nicht, ist mir die Lust am Essen verdorben.
Aber ich weiß natürlich auch, daß es Menschen gibt, die unter ihrem Übergewicht ganz furchtbar leiden und deshalb abnehmen sollten.
Ich kenne aber auch Leute, die mit der Trennkost sehr schön abgenommen haben. Leider war das alte Gewicht dann doch nach einiger Zeit wieder da, teilweise sogar höher als vorher.
3
#4
13.5.16, 17:31
@Upsi: Wenn ich mich recht erinnere, hat man bei der Trennkost Eiweiß von Kohlenhydraten getrennt. Das habe ich einen halben Tag lang ausprobiert, war mein Blutdruck so im Keller, dass meine Frauenärztin mit mir ordentlich geschimpft hat. (hatte zufällig einen Termin an dem Tag). 

Was ich mich bei jeder Form von Trennkost frage: Wie mache ich es mit Lebensmitteln, die verschiedene Nährstoffe in annähernd gleicher Menge enthalten? Normale Vollmilch, wie sie in der Natur vorkommt, enthält ca. 3-4 Prozent Fett, fast genauso viel Proteine und 4,7 Prozent Kohlenhydrate. In vielen Getreidesorten stecken neben Kohlenhydrate auch viel Proteine, Fette. Bei Hafer sind es  14% Proteine, 7 % Fett) 
Kann eine Diät gesund sein, in der man diese Lebensmittel nur in industriell veränderter Form (z.B. fettreduziert) genießen darf?

Der Vorteil einer Diät besteht meiner Meinung nach in dem bewussteren Essen. Man überlegt sich, was worin drinsteckt (egal ob Kalorien, Kohlenhydrate, Fett oder sonstige Punkte) und stopft nichts ohne Nachzudenken in sich hinein. Das Nachdenken führt dann vielleicht zu einer dauerhaft besseren Ernährungsweise und zum Erfolg.
3
#5
13.5.16, 18:44
Diese Diät hab ich vor 20 Jahren unter dem Namen Trennkost gemacht ,die einzige meines Lebens.Hab toll abgenommen.Nachdem ich wieder normal gegessen hab hatte ich nach 3 Monaten mein altes Gewicht,seither mach ich keine Diäten mehr ,pass einfach auf was,wieviel ich esse.Seit 20 Jahren hab ich die selbe Kleidergrösse.
7
#6
13.5.16, 18:46
Alles Unsinn, sorry.
Abnehmen tut man, wenn man mehr Kalorien verbraucht als man zu sich nimmt. Punkt.
So einfach ist das. Es ist völlig egal, in welcher Form oder wann oder in welcher Zusammensetzung man die Kalorien zu sich nimmt.
Man muss halt darauf achten, nicht zu viele Kalorien in sich reinzustopfen und ein bisschen was tun, um sie auch wieder zu verbrauchen. Das ist alles.

Alles andere (Diät A,B,C, irgendwas, usw.) sind einfach Geschäftsideen von Frauenzeitschriften oder Menschen/Unternehmen, die damit Geld verdienen. Mehr nicht.
Ich empfehle mal das Buch: "Mach das!: Die ultimative Physik des Abnehmens" vom Martin Apolin
1
#7
13.5.16, 18:47
@Mafalda: ja stimmt, es gab Eiweißgerichte, Kohlehydratgerichte und neutrale Lebensmittel, die man mit allem kombinieren kann. Meine Tochter hat diese Diät gemacht, ich glaube drei Tage, dann wollte sie wieder ihr Wurstbrot. Ich finde auch, wenn man sich intensiv mit Lebensmitteln und ihren Eigenschaften beschäftigt, bewußt gute Sachen zu sich nimmt und sich nicht unter Druck setzt wegen zwei drei Kilo, hat man gewonnen. Stark adipöse Menschen sollten nur mit medizinischer und fachkundiger Begleitung ihrem Fett zu Leibe rücken, denn manchmal steckt auch eine Krankheit dahinter wenn man immer dicker wird.
6
#8
13.5.16, 18:57
@SchlottiP: ganz so einfach ist das nicht mit dem zuviel essen. Ich hab da ein Beispiel in der Familie. Sie isst zum Frühstück vier gut belegte Brötchen, Milchkaffee mit fünf Stück Zucker und kommt an keiner Konditorei vorbei. Sie ist rappeldünn. Ihr Mann isst ein Brötchen nur mit Magerquark, hungert sich durch den Tag und macht eine Diät nach der anderen, auch Sport. Er ist ein schöner runder Kuschelbär mit Schwimmreifen vom Hals bis zu den Füßen. Nur mal so, daß es nicht immer stimmt mit den Vielfraßen
5
#9
13.5.16, 19:10
@Upsi
Ja genau, solche Leute kenne ich auch. ;-) "Ich esse den ganzen Tag über so gut wie gar nichts!" Und die wiegen dann 120 Kilo.
Natürlich ist der Stoffwechsel bei jedem Menschen anders. Manche werden schneller dick als andere, weil sie die Nahrung "besser" verarbeiten. Oder aufgrund einer Krankheit.
Aber von nichts kommt trotzdem nichts. Von "Nicht essen" wird man nicht dick.

Aber eigentlich ging es mir darum, klarzumachen, dass sämtliche Diäten Unsinn sind. Schließlich gibt es seit 60 Jahren jede Woche in jeder Frauenzeitschrift endlich die ultimative DIät, die wirklich funktioniert. Und zwar jede Woche eine andere. Da fragt man sich wirklich, warum es immer noch dicke Menschen gibt. ;-)

Etwas anderes sind medizinische Diäten, auf die man z.B. in Krankenhäusern oder von Ärzten gesetzt wird. Und worin besteht da die Diät? Richtig, in der Reduzierung der Kalorienzufuhr. Nichts anderes.

Aber das ist sowieso ein Thema, an das man mit Vernunft nicht rankommt. Ich kenne viele Frauen, die auf "ihre" Diät schwören. Nur abnehmen tun die alle irgendwie nicht. Jedenfalls nicht auf Dauer.

Und nur mal nebenbei, damit kein falscher Eindruck entsteht: Ich bin absolut nicht der schlanke, sportliche Mensch. Ganz im Gegenteil. Ich läster also nicht über Dicke, weil ich so schön schlank bin. Ich bringe selber 105 Kilo auf die Waage, bei 1,72 m Größe. ;-)
#10
13.5.16, 19:46
@SchlottiP: das ist schon immer mein Reden, Diäten machen dick und ich mache sowas auch nicht mit. Davon abgesehen lese ich auch keine diversen Frauenzeitschriften, ist mir alles zu seicht. Deinem letzten Kommentar stimme ich im allgemeinen zu, ich ärgere mich immer wenn man Menschen für dumm verkauft und ihnen heile Welt vorgaukelt nur wenn man super schlank ist. 
3
#11
13.5.16, 21:39
@SchlottiP: 
<Aber von nichts kommt trotzdem nichts. Von "Nicht essen" wird man nicht dick.>
Doch: Wird man! Genau so ist es, wenn man bereits dick ist. Nichts essen schadet dem Stoffwechsel und der Körper hält jede Kalorie, die er dann bekommt, eisern fest, weil er vermutet, dass er nichts weiter bekommt und ja: Ich persönlich habe den ganzen Tag kaum was gegessen und habe stetig zugenommen! Ab einer gewissen Menge an Übergewicht spielen die Hormone verrückt, der Stoffwechsel fährt herunter und das komplette System gerät durcheinander.
Es ist also keine Ausrede, wenn jemand sagt: Ich esse kaum was und nehme nicht ab! Bei mir war es so und ich spreche aus Erfahrung:
Ich habe 95 Kilo abgenommen! (allerdings nicht durch Disziplin - das ist bei so einer Menge nicht durchführbar)

Die KFZ-Diät ist eine Trennkostdiät - nichts Neues aber für diejenigen, die beides bisher nicht kannten, informativ.
6
#12
13.5.16, 22:05
ich hätte da eine Idee, mit der KFZ-Diät garantiert abzunehmen:  ihr kommt vorbei und putzt mein Auto ... von Hand, nicht in der Waschstraße

*kleinerSpassmusssein*
6
#13
13.5.16, 22:07
@Agnetha: 
Genau DAS ist eine KFZ-Diät, bei der man den Kalorienverbrauch noch dahingehend steigern kann, indem man das Auto danach zur Tankstelle schieb, um den Reifendruck zu überprüfen :o))
5
#14
13.5.16, 22:16
ich habe einen lupo, den kann man bequem zur Tankstelle TRAGEN
3
#15
13.5.16, 22:16
hahahaha in der Hosentasche hahahha
1
#16
13.5.16, 22:46
Ich habe vor vielen Jahren eine Diät gemacht, die mein italienischer Chef jedes Jahr zur Fastenzeit gemacht hat. Die ersten Wochen hab ich nichts an Gewicht verloren, aber dann sind die Kilos gepurzelt. In acht Monaten hab ich sechs Kilo verloren. Ja, war eine lange Zeit, aber hat sich für mich gelohnt. Ich habe auf folgendes verzichtet:
Fleisch
Süssigkeiten
Alkohol
Sahnesossen
nur fettarme Wurst
Vll mags ja der/die ein oder andere mal ausprobieren
4
#17
13.5.16, 22:54
Ich habe mal in neun Monaten 11 Kilo zugenommen.
Nach weiteren vier Monaten (incl. Stillzeit) waren 14 Kilo weg! :-)))
#18
14.5.16, 08:01
@Jeannie: So eine "Diät" habe ich dreimal gemacht, nur daß ich zweimal sogar 17 Kilo zugenommen hatte! Die waren dann aber auch fast schlagartig wieder weg.
3
#19
14.5.16, 09:17
Ich will Spaghetti mit Bolo und Parmesan und nix anderes... Schweinebraten ohne Kartoffeln, nein danke!!!
Ich habe in einem Jahr über 30 kg abgenommen und nur durch kleine Veränderungen : keine Softdrinks, keine drei Löffel Zucker mehr im Kaffee und bisschen Laufen! Ich will auf gutes Essen nicht verzichten und Jo-Jo-Effekt hatte ich auch nicht weil ich ja normal gespeist habe, ohne großen Verzicht!
3
#20
14.5.16, 09:26
Jede Diät funktioniert nur so lange, wie man sie durchhält. Fällt man danach in sein übliches Essverhalten zurück, kommen auch alle verlorenen Kilos wieder zurück. Helfen wird nur eine dauerhafte Umstellung der Eßgewohnheiten, verbunden mit Bewegung/Sport. Wenn man dauerhaft diese Trennkost durhchalten kann/will, bitte schön, dann wird das gehen, aber ich fürchte, irgendwann wird man doch wieder schwach.

Man muss sich bewußt machen, was man tagsüber alles so in sich hineinfuttert und trinkt - das ist meist mehr als man denkt! -, wieviel (oder wenig) man sich bewegt und dann weiß man meist, woher die Kilos kommen und wie man sie wieder los wird.
1
#21
14.5.16, 09:55
Nein, obwohl hier auch getrennt wird, ist das hier nicht die klassische Trennkost, mit der man sanft aber sicher und erfolgreich abnimmt. Ich finde die vorgeschlagene Diät einfach zu einseitig und mühsam durchzuhalten. Bei der klassischen Trennkost, mit der manche Menschen ihr Leben lang leben und schlank bleiben, ist eine optimale Grundversorgung garantiert, auch sich satt zu essen ohne Kalorienzählen. Die Lebensmittel, die zusammen passen oder nicht, hat man schnell im Kopf. Hierbei gibt es auch viele neutrale Lebensmittel, die man sowohl zu Kohlenhydraten und auch zu Eiweiß essen kann. Ich selbst musste gottlob noch nie ernsthaft abspecken, hatte aber beruflich mit Menschen zu tun, die aus gesundheitlichen Gründen Gewicht reduzieren mussten und mit der Trennkost besten und dauerhaften Erfolg hatten.
...und nebenbei: Ausnahmen dürfen immer mal sein, wenn es einen besonderen Anlass gibt und es Ausnahmen bleiben.
12
#22
14.5.16, 10:00
auf gewisse weise funktioniert das auf jeden fall bei vielen menschen. die frage ist nur, ob man sich so sein ganzes leben lang ernähren will und dabei nicht ständig traurig oder frustriert ist.

ich habe selbst einmal übergewicht gehabt. arg dick war ich nicht, es waren 76 kg bei 1,64 m. meine ernährung war damals recht ungesund, ich liebte süßes und fertiggerichte. vor einigen jahren stellte ich meine ernährung um, fing es jedoch falsch an, wie ich heute denke. es waren zwar weniger kalorien und und viel mehr gesundes dabei, jedoch habe ich mich besser gefühlt, wenn ich öfter hunger verspürte und ihn nicht stillte. es war, als besiege ich mich selbst, wenn ich dann nicht aß, oder nur ein wenig salatgurke zu mir nahm.

das war ungesund und unnormal. es macht wirklich viel mehr sinn, die ernährung insgesamt vernünftiger zu gestalten. und vor allen dingen nicht zu hungern. wenig fett bedeutet nicht gar kein fett. viel gemüse bedeutet nicht, dass man den ganzen tag nur rohkost pur verspeisen muss. süßes ist gefährlich, aber nichts süßes noch viel mehr. (das gilt nicht für diabetiker. da gelten besondere regeln.) man fährt gewiss am besten, wenn man sich so ernährt, wie man es am leichtsten einrichten kann. es sollte nur ausgewogen sein.

pizza ist in ordnung. wer findet, dass ihm ein kleines stück reicht und danach zufrieden ist, wenn er auch noch einen großen salat verspeist hat, macht es so. wer unbedingt eine ganze braucht und sich die tage danach auf gesündere kost konzentriert, macht es eben so. hungern sollte man keinesfalls. das signalisiert dem körper, dass notzeiten heranbrechen, oder dass er bestraft wird. eine gewichtsreduzierung ist aber keine strafe, sondern eine wohltat für den körper, wenn man durch das gewicht schon eingeschränkt ist oder sonstige probleme hat. dabei sollte man sich verwöhnen.

meine familie isst meistens abends warm. wochentags ist diese mahlzeit beinahe immer die einzige, die wir gemeinsam einnehmen können, und das wird dann besonders schön gemacht. es gibt oft reichlich salat für alle (alle meine kinder essen ihn gern), und auch sehr oft ein dessert. meine kinder lieben süßes, jedoch übertreiben sie es damit nicht. wir sind dazu übergegangen, sie selbst bestimmen zu lassen, wie viel dessert sie wollen. und meistens genügt ihnen eine kleine portion. und bei familienfeiern drehe ich auch nicht durch, wenn sie tatsächlich neugierig auf all die herrlichen angebotenen kuchen und anderen süßigkeiten sind, die andere mitgebracht haben, und dann mehr davon verspeisen, als es eigentlich gesund und vernünftig wäre. dann wird die nächsten tage ausgeglichen.

heute esse ich insgesamt mehr als noch vor zehn jahren, aber ich bewege mich mehr, achte mehr auf fett und zucker, und auch vollkornprodukte und frisches obst und gemüse spielen bei mir eine wichtige rolle. da darf ich mir dann abends auch kartoffelgratin und pizza gönnen, solange das nicht den hauptbestandteil meiner ernährung ausmacht.

leider habe ich wieder viel geschrieben. dieses thema liegt mir meistens so am herzen, weil ich selbst teil dieses wahnsinns war, der mir das leben schwer gemacht hat. und dann versuche ich, anderen zu helfen, daraus auszubrechen und den eigenen weg zu finden. keine diät funktioniert bei jedem, ich wage sogar zu behaupten, dass sie auf lange sicht bei niemandem funktionieren und derjenige damit glücklich wird oder bleibt.
2
#23
14.5.16, 10:44
@seidenloeckchen: sehr gut geschrieben und hat zehn Daumen verdient, weil viel wahres darin steckt.
1
#24
14.5.16, 11:04
Ich kämpfe auch immer mit den Pfunden. Wenn ich so viel abgenommen habe, dass meine Hosen beim Laufen über den Popo rutschen und ich sie enger machen muss, kaufe ich mir zur Belohnung einen chicen neuen BH. Aber einen superschönen, und der muss teuer sein, so richtig luxuriös!!! Dann halte ich dieses Gewicht ...
#25
14.5.16, 16:55
Die eigentliche Wirkung der KFZ Diät ist jedoch nur im Ansatz skiziert. Die hauptsächliche Wirkung kommt durch die Ausschüttung von Insulin welches für die Einlagerung von Nährstoffen in die Zellen verantwortlich ist. 
Bei Kohlenhydraten schwankt der Insulinspiegel stark, bei Fetten und Eiweiß hingegen weniger. Fette und Eiweiß sollte am Abend verspeist werden damit der Insulinspiegel auf einem guten Niveau bleibt.
#26
15.5.16, 15:06
Der KFZ-Tipp kam gerade richtig, ich habe 2 Kilos zu viel. Deshalb am
Samstag gleich angefangen. Um 7 Uhr 1 ReismitVollkornbrot mit
Tomatenmark und Kohlrabischeiben, dann noch ein nacktes Knäckebrot mit
dick Marmelade. Kaffee ohne Milch. Bis Mittag kein Hunger. Um 12 Uhr 1
Teller Bandnudeln mit Gurkenstückchen und viel Dill. Um 4 Uhr 1 Sünde
mit Schokokeks. Um 19 Uhr Hähnchenfilet mit Kohlrabi (hatte nichts
anderes, ist mein Liebliingsgemüse). Zum Knabbern paar Nüsse.
Lieblingsteebeutelmix "Basisch vital" mit "Spanische Orange". War den
ganzen Tag fröhlich. Sehr gut geschlafen. Hoffe auf wenig Sünde und noch
weniger Pfunde. Bin beim Diätwahn auch kritisch. Doch ein paar Tage mit Gutgefühl sind auch ok.
#27
16.5.16, 22:37
Es reicht schon super aus wenn man abends auf Kohlenhydrate verzichtet..aber mal ehrlich..Lieber ein paar Kilo mehr als zu wenig..Ich hatte mal Magersucht und vorher bullemie..Seitdem hab ich diese Meinung und ausserdem...Entweder dick und ein gesundes Volkes Gesicht als dürr und faltig....Guten Hunger mädels...
4
#28
17.5.16, 10:03
"Dürr und faltig".
Na ja.
Nicht jeder, der dünn oder extrem schlank ist, ist auch faltig.
Aber als sehr schlanker Mensch darf man genau so mit Vorurteilen kämpfen, wie jemand der etwas mehr auf den Hüften hat.

Da wird dann hinterm Rücken erzählt dass "...die ja Magersucht haben muss...." oder es wird behauptet, dass man ständig Diät machen würde.

Auf die Idee, dass man essen kann, was man will, ohne dabei dicker zu werden, kommt keiner.
Oder darauf, dass manche Leute sogar essen MÜSSEN, auch wenn sie weder Hunger noch Appetit haben, weil sonst gleich wieder ein paar Kilo weg sind. Und dass sowas keinen Spaß macht.

Mir ist es egal, ob jemand dick oder dünn ist. Das ist nur Verpackung.
Wenn der Mensch dahinter lieb ist, ist alles gut.
Hauptsache für mich ist, dass Menschen sauber und gepflegt sind, und das ist bei jedem Gewicht möglich.
Eine Diät, wenn man kurzfristig in ein Kleid passen will, weil man ausgehen möchte, finde ich in Ordnung.
Aber dann sollte man danach damit aufhören und - wenn man wirklich abnehmen möchte -seine Essgewohnheiten langfristig umstellen.
Oft wird einfach nicht beachtet, was so ganz nebenbei im Mund verschwindet.Das summiert sich auch oft.
Und viele Menschen haben keinerlei Gefühl für ihren Körper, ich habe schon oft jemanden sagen hören "Ich habe SOLCHEN Hunger "
Aber wenn man demjenigen dann etwas zu essen anbietet, heißt es "DARAUF habe ich keinen Hunger"

Also mal wieder Appetit mit Hunger verwechselt.
Essen, wenn man hungrig ist, macht eigentlich nie dick.
Es ist der APPETIT , der einen da in Schwierigkeiten bringt.

Aber auch da muss man aufpassen, weil Menschen nun mal unterschiedlich sind.
Ich kann sehr gut vier Tage nichts essen, ohne dass mir dabei etwas fehlt.
Meinem Mann wird schon schlecht, wenn er nicht frühstücken kann. Dann spielt sein Kreislauf verrückt.

Zum Thema Diäten könnte man noch so viel schreiben, aber ich höre nun auf, ist eh schon wieder ein Roman geworden. ;-)
2
#29
17.5.16, 11:20
meine drei älteren kinder haben den stoffwechsel von meinem mann geerbt, da bin ich mir sicher. bei meinem jüngeren sohn, der vier monate alt ist, scheint es sich auch dazu zu entwickeln. mein mann hat sich sehr wohl gefühlt, als er bei 1,94 m größe 74 kg wog. ihm fehlte nichts, er war gesund, kräftig und hatte ausdauer. und gegessen hat er wie ein scheunendrescher. das tut er heute noch, dennoch muss er darauf achten, dass er nicht abnimmt. es ist unfassbar, was alles in ihn hineingeht. aber er verwertet wohl nicht so gut wie andere. meine drei großen frühstücken hervorragend, essen mit gutem appetit zu mittag, futtern zwischendurch obst und andere snacks, und abends wird ebenfalls herzhaft zugelangt. sie sind schlank, mit dem altersentsprechenden babyspeck. manche eltern sagen mir, was mein älterer sohn allein schon im kindergarten verspeist, reicht ihren kindern für den ganzen tag.

bei ihren vier cousinen und cousins, den geschwistern meines mannes, ist es ebenso, und auch meine schwägerin und mein schwager haben laut meiner schwiegermutter immer viel und gern gegessen, ohne jemals auch nur ein gramm übergewicht gehabt zu haben. und dabei keineswegs nur rohkost und tee ohne zucker. ich werde heute noch neidisch, wenn ich sehe, wie meine schwägerin halbe sahnetorten verdrückt und schokolade kartonweise kauft, weil sie so viel davon verspeist.

sehen wir einfach ein: die welt ist ungerecht. dann kommt man besser damit zurecht. *hihi*
1
#30
17.5.16, 11:46
@seidenloeckchen: kenne ich und das ist sooooo gemein😁😁😁
2
#31
17.5.16, 17:22
Wir müssen halt mit den Karten zurecht kommen, die die Natur uns mitgegeben hat.
Manche scheinen bevorzugt zu sein, aber ich denke, sein Päckchen hat jeder zu tragen.
Und solange man sich Gedanken machen muss, wie man NICHT so viel ist, ist man immer noch um Welten besser dran als wenn man sich fragen müsste, ob es morgen wieder nichts zu essen gibt.

LG Sabine

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